{"id":489846,"date":"2024-10-12T12:09:00","date_gmt":"2024-10-12T10:09:00","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=489846"},"modified":"2024-10-12T12:09:00","modified_gmt":"2024-10-12T10:09:00","slug":"haette-steve-jobs-einen-tesla-gefahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/haette-steve-jobs-einen-tesla-gefahren\/","title":{"rendered":"H\u00e4tte Steve Jobs einen Tesla gefahren?"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 5. Oktober 2024 war der 13. Todestag von Apple-Mitbegr\u00fcnder Steve Jobs, der nicht nur die Digitalisierung des Privaten (\u201e<em>the computer for the rest of us<\/em>\u201c) ma\u00dfgeblich mit dem Macintosh beeinflusste, sondern auch ein Unternehmen schuf, das seinesgleichen immer noch sucht. Er legte das Fundament f\u00fcr das erste Billionen-Unternehmen weltweit und seine Epigonen haben sein Verm\u00e4chtnis weitergef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Elon Musk und Steve Jobs<\/h2>\n\n\n\n<p>Jobs war daf\u00fcr bekannt, dass er beim Design seiner Ger\u00e4te auf die winzigsten Details achtete. Selbst da, wo man nicht hinsehen konnte, mussten die Macs und Laptops ein exzellentes Finish haben. Ein schn\u00f6der PC, lieblos zusammengeschustert, war sein Alptraum. Mit Jonathan Ives fand der Vision\u00e4r Jobs einen kongenialen Mitstreiter, der den Nimbus Apples fast noch grundlegender zementierte. Das Ziel war stehts: Vereinfachung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das iPhone, das zun\u00e4chst verhalten startete und von den selbsternannten Brancheninsidern abgelehnt wurde, startet schlie\u00dflich zu einem Siegeszug, der bislang anh\u00e4lt. Vom ersten iPhone wurden im Rumpfjahr 2007 rund 1,4 Mio. Einheiten verkauft. Im bislang erfolgreichsten Jahr 2022 wurden daraus 239,2 Mio. Einheiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Elon Musk w\u00e4re ohne seinen Sidekick Franz von Holzhausen kaum so weit gekommen, denn das Model S war und ist immer noch eines der elegantesten Elektrofahrzeuge auf dem Weltmarkt. Das Interieur und Infotainment sind ebenfalls Beispiel f\u00fcr extreme Vereinfachung. Das Fahrzeug wird seit 2012 in leichten Ver\u00e4nderungen verkauft und setzt immer noch einen Benchmark hinsichtlich Leistung und Effizienz.<\/p>\n\n\n\n<p>Letzter Stunt des Duos? Die gerade vorgestellten Zukunftsfahrzeuge Cybercab und Robovan, die einst komplett autonom unterwegs sein werden. Weshalb sie weder Lenkrad noch Pedale besitzen. Die Prototypen beherrschten das bereits auf dem Pr\u00e4sentationsgel\u00e4nde&#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/We_Robot_Robovan_und_Cybercab-1004x628.jpg\" alt=\"Tesla\" class=\"wp-image-489840\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 Tesla<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">H\u00e4tten sich die beiden Pers\u00f6nlichkeiten verstanden?<\/h2>\n\n\n\n<p>Das l\u00e4sst sich wohl im Nachhinein kaum mehr feststellen. Tats\u00e4chlich aber h\u00e4tte Musks Unternehmen bei der Digitalisierung ohne Apples Pionierarbeit kaum so abgeliefert. Der Touchscreen wurde durch Apples iPhone zum Standard. Auch das Interface des Infotainmentsystems der Teslas erinnert frappierend an das der Smartphones von Apple (und auch Android).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Parallelen finden sich viele. Apple begann mit der Einf\u00fchrung des WYSIWYG (<em>What you see ist what you get<\/em>) und Maussteuerung, w\u00e4hrend Microsoft und andere Konkurrenten immer noch in der Kommandozeile feststeckten.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Windows, als Rip-Off von Apples OS erreichte erst sp\u00e4t die gleiche Rasanz und Eleganz des Originals.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Elektroautos waren vor Tesla gleichbedeutend mit Golfcarts oder h\u00e4\u00dflichen Innovationen von \u201eSpinnern\u201c. Musk hingegen glaubte an die Elektromobilit\u00e4t (wenn auch nicht initial, denn Tesla wurde von Martin Eberhard und Marc Tarpenning im Jahr 2003 gegr\u00fcndet). Erst nachdem Musk das Ruder \u00fcbernahm, begann langsam der H\u00f6henflug der Marke, die bis heute andauert.<\/p>\n\n\n\n<p>Steve Jobs selbst musste zwischenzeitlich nach einem Machtkampf Apple 1985 verlassen, und kehrte erst 1996 zur\u00fcck, nachdem das Unternehmen schon fast vor der Pleite stand.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beide Pers\u00f6nlichkeiten sind umstritten<\/h2>\n\n\n\n<p>Jobs war umstritten. Seine Ansichten, seine rigorosen Entscheidungen und seine undiplomatischen ersten Gehversuche f\u00fchrten zu einem Ph\u00e4nomen: man war entweder f\u00fcr oder gegen ihn.<\/p>\n\n\n\n<p>Das erinnert an Musk, der ebenfalls auf seine Weise umstritten ist. Zwar erkennten fast alle seiner Kritiker an, dass er ein cleverer Unternehmer mit klaren Zielen ist, aber immer wieder st\u00f6\u00dft die schillernde Pers\u00f6nlichkeit auch seine gr\u00f6\u00dften Fans vor den Kopf \u2013 zuletzt durch sein politisches Engagement f\u00fcr Donald Trump.<\/p>\n\n\n\n<p>Und hier tun sich die ersten Unterschiede auf. Jobs h\u00e4tte sich vermutlich nie \u00f6ffentlich f\u00fcr die eine oder andere politische Kraft engagiert, wenngleich er seine Pr\u00e4ferenzen hatte. F\u00fcr Jobs z\u00e4hlte nur seine Mission, den Computer f\u00fcr den Rest von uns zur Perfektion zu f\u00fchren. Mit dem iPhone ist er da recht nahe gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Musk hingegen scheint unendlich teilbar zu sein. Seine Mission ist allerdings ebenfalls klar. Die Menschheit durch seine Engagements zu bereichern. Ob Tesla, SpaceX oder seine zahlreichen anderen Unternehmungen \u2013 Musks Energie scheint unersch\u00f6pflich zu sein. Der Erfolg gibt ihm bislang recht.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann ist da die \u201eBewahrung\u201c der Meinungsfreiheit durch sein soziales Medium \u201eX\u201c vormals Twitter. Die Investition in den Dienst wird mit Argusaugen von den Regierungen der Welt betrachtet. Man versucht ihn zu bremsen, die Meinungsfreiheit unter dem Deckm\u00e4ntelchen vom Kampf gegen Hass und Hetze, die zweifellos auch auf seiner Plattform vorkommen, zu beschneiden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was uns zur\u00fcck zur Eingangsfrage f\u00fchrt.<\/h2>\n\n\n\n<p>H\u00e4tte Jobs die Elektromobilit\u00e4t bef\u00fcrwortet und gar einen Tesla gefahren? Allgemein bekannt ist, dass sein Auto der Wahl ein Mercedes-Benz SL Roadster war. Unter anderem wegen der \u00fcberlegenen Technik und Qualit\u00e4t bis ins kleineste Detail.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Heutige Stromer von Mercedes-Benz jedoch w\u00fcrden bei der Detailversessenheit von Jobs verlieren. Vor allem da, wo man nicht sofort hinsehen kann, weshalb beim EQS die Motorhaube nicht mehr f\u00fcr den User zu \u00f6ffnen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ja. Jobs h\u00e4tte vermutlich initial einen Tesla gefahren. Denn die Implementierung des Elektroantriebs ist bei der Musk-Company immer noch bis in die nicht sichtbaren Details unerreicht. Von \u201eInnvationen\u201c wie dem legend\u00e4ren Frunk und cleverem Infotainment mit OTA-Updates ganz zu schweigen.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4tten sich die beiden aber verstanden? Das ist eine andere Frage, denn beide waren und sind extreme Alphapers\u00f6nlichkeiten. Damit beantwortet sich diese Frage von selbst &#8230; &nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 5. Oktober 2024 war der 13. 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