{"id":430276,"date":"2022-12-24T13:00:00","date_gmt":"2022-12-24T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=430276"},"modified":"2022-12-24T13:00:00","modified_gmt":"2022-12-24T12:00:00","slug":"keine-angst-fuer-die-dunkelflaute-mit-dem-schwarmspeicher-oder-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/keine-angst-fuer-die-dunkelflaute-mit-dem-schwarmspeicher-oder-nicht\/","title":{"rendered":"Keine Angst f\u00fcr die Dunkelflaute mit dem Schwarmspeicher&#8230; oder nicht?"},"content":{"rendered":"\n<p>In einschl\u00e4gigen Science-Fiction-Romanen schlagen oft \u201eSchwarmintelligenzen\u201c gef\u00fchrt wie ein Bienenvolk unerbittlich zu und versklaven die Menschheit (ironischerweise werden sie meistens von Individuen besiegt). \u201eSchwarmintelligenz\u201c bestimmt in der Realit\u00e4t den Duktus der \u00f6ffentlichen Diskussion und nun beschw\u00f6ren die \u00d6koritter den \u201eSchwarmspeicher\u201c um die Elektromobilit\u00e4t und deren Akkus einer Zweitverwendung f\u00fcr das Gute zuzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<details class=\"io-block io-block__expanded-box\"><summary class=\"expanded-box__header\"><strong>\u00dcber diese Kolumne:<\/strong><\/summary><div>  <p class=\"expanded-box__content\">In einer w\u00f6chentlichen Kolumne, die abwechselnd von Eveline van Zeeland, Eugene Franken, Katleen Gabriels, PG Kroeger, Carina Weijma,\u00a0<strong>Bernd Maier-Leppla<\/strong>, Willemijn Brouwer und Colinda de Beer geschrieben wird, versucht Innovation Origins herauszufinden, wie die Zukunft aussehen wird. Diese Kolumnisten, die manchmal durch Gastblogger erg\u00e4nzt werden, arbeiten alle auf ihre Weise an L\u00f6sungen f\u00fcr die Probleme unserer Zeit.\u00a0Bitte\u00a0<a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/?s=besseres+morgen\">lesen Sie\u00a0hier die bisherige Episoden<\/a>.<\/p><\/div><\/details>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bidirektionales Laden<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der deutsche Wirtschaftsminister <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Robert_Habeck\">Robert Habeck <\/a>hat gerade etwas Neues entdeckt. Die Speicherf\u00e4higkeit von Elektroautos \u2013 jedoch nicht um von A nach B zu kommen, sondern als parkende Monumente um etwas f\u00fcr die Energiesicherheit zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Vision ist, dass durch bidirektionales Laden die Autos, wenn sie nicht gebraucht werden, das Stromnetz stabilisieren und so der sogenannten \u201eDunkelflaute\u201c (die es nach Lesart der \u00d6ko-Aktivisten ohnehin nicht gibt) den Schrecken nehmen.<\/p>\n\n\n<div class=\"vlp-link-container vlp-layout-basic wp-block-visual-link-preview-link\"><a href=\"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/r2d2s-kleiner-bruder-volkswagen-stellt-mobilen-laderoboter-vor\/\" class=\"vlp-link\" title=\"R2D2s kleiner Bruder: Volkswagen stellt mobilen Laderoboter vor\"><\/a><div class=\"vlp-layout-zone-side\"><div class=\"vlp-block-2 vlp-link-image\"><\/div><\/div><div class=\"vlp-layout-zone-main\"><div class=\"vlp-block-0 vlp-link-title\">R2D2s kleiner Bruder: Volkswagen stellt mobilen Laderoboter vor<\/div><div class=\"vlp-block-1 vlp-link-summary\">Star-Wars-Fans werden sich beim Anblick des futuristischen Laderoboters von Volkswagen an den kleinen R2D2 aus den Kultfilmen erinnert f\u00fchlen. Der deutsche Autobauer will mit diesem vision\u00e4ren Ladekonzept nach eigenen Aussagen die Infrastruktur ausbauen. So soll der Roboter die Batterien von Fahrzeugen zum Beispiel in Tiefgargen und auf Parkpl\u00e4tzen wieder aufladen. <\/div><\/div><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u201eDunkelflaute\u201c &amp; Netzfrequenz<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Elefant im Zimmer der regenerativen Energieerzeugung durch Solar und Wind ist die intermittierende Energieerzeugung. Bl\u00e4st der Wind und scheint die Sonne, gibt es selbst im Land mit der \u201ed\u00fcmmsten Energiepolitik\u201c (Wallstreet Journal \u00fcber Deutschland) kaum Probleme und der CO<sub>2<\/sub>-Anteil pro kWh pegelt sich nur auf dem Drei- bis Vierfachen des Atomlands Frankreich ein. Mit der intermittierenden Energieerzeugung steigen aber auch die Probleme, die Netzfrequenz konstant zu halten. Das ist lebenswichtig; denn sinkt oder steigt sie zu stark droht der Blackout.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den bidirektionalen F\u00e4higkeiten von Millionen von Elektroautos k\u00f6nnte man somit einen gigantischen Speicher&nbsp;<em>en passant<\/em>&nbsp;nutzen und alle Probleme der intermittierenden Stromerzeuger w\u00e4ren gel\u00f6st, nicht wahr? Voraussetzung: die Autos sind daf\u00fcr vorbereitet. Die OEMs jedenfalls haben schon signalisiert, dass sie dies in Zukunft \u2013 nat\u00fcrlich gegen Aufpreis \u2013 anbieten wollen. Vermutlich warten sie nur noch drauf, dass eine EU-Kommission nebst NGO ihr Placet gibt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>V2G &amp; V2H<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Vehicle-to-grid\"><em>Vehicle to Grid<\/em>,<\/a> bzw.\u00a0<em>Vehicle to Home<\/em>\u00a0sind die Bezeichnungen f\u00fcr diese spezielle Eigenschaft der Stromer. Bislang k\u00f6nnen dies nur wenige Elektroautos, wie die neuesten Kias und Hyundais, einige chinesische Modelle, manche Renaults und ganz versteckt sogar einige Autos von VW. Wenn \u00fcberhaupt, werden die Fahrzeuge nur als \u201eStromaggregate\u201c beim Camping zweckentfremdet und treiben mal eine Kaffeemaschine oder mal, ganz \u00f6kologisch korrekt, den Elektrogrill an.<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich w\u00e4ren die gro\u00dfen Batteriekapazit\u00e4ten aber in der Lage ganze Einfamilienh\u00e4user \u00fcber Tage zu versorgen. Das funktioniert aber meistens nur mit speziellen Wallboxen, die den Strom ins Hausnetz einspeisen k\u00f6nnen. Derzeit sind das vor allem Gleichstromboxen, die unglaublich teuer (um die 6.000 Euro aufw\u00e4rts) und selten sind.<\/p>\n\n\n<div class=\"vlp-link-container vlp-layout-basic wp-block-visual-link-preview-link\"><a href=\"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/intelligentes-laden-von-elektrofahrzeugen-ist-die-loesung-fuer-die-energieknappheit\/\" class=\"vlp-link\" title=\"Intelligentes Laden von Elektrofahrzeugen ist die L\u00f6sung f\u00fcr die Energieknappheit\"><\/a><div class=\"vlp-layout-zone-side\"><div class=\"vlp-block-2 vlp-link-image\"><\/div><\/div><div class=\"vlp-layout-zone-main\"><div class=\"vlp-block-0 vlp-link-title\">Intelligentes Laden von Elektrofahrzeugen ist die L\u00f6sung f\u00fcr die Energieknappheit<\/div><div class=\"vlp-block-1 vlp-link-summary\">Europa kann weltweit Vorreiter bei der Elektrifizierung des Verkehrssektors sein. Jedoch nur, wenn die europ\u00e4ischen Vorschl\u00e4ge zur Reduzierung der CO2-Emissionen um 55 Prozent bis zum Jahr 2030 Gesetz werden. Das sagt Philippe Vangeel, Generalsekret\u00e4r von AVERE, dem europ\u00e4ischen Verband f\u00fcr Elektromobilit\u00e4t.<\/div><\/div><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Nur was f\u00fcr Wohlhabende?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Dadurch sind die Einsatzm\u00f6glichkeiten derzeit erst mal auf Hausbesitzer beschr\u00e4nkt, die das n\u00f6tige Kleingeld besitzen, sowohl f\u00fcr das \u201erichtige\u201c Elektroauto als auch f\u00fcr das Drumherum. Denn das Hausnetz muss nat\u00fcrlich auch vorbereitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz anders sieht es mit dem Habeck\u2019schen \u201eEndziel\u201c aus: Millionen Stromer (bis 2030 sollen es in Deutschland phantastische 15 Mio. werden), die uns in das\u00a0<em>energetische Utopia<\/em>\u00a0f\u00fchren. Dann n\u00e4mlich m\u00fcssten nahezu alle Elektroautos, auch die, die am Stra\u00dfenrand geparkt werden (der Fairness halber) f\u00fcr die Allgemeinheit Strom abgeben, wenn das Netz in Gefahr ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Die dazu n\u00f6tige digitale und netzarchitektonische Infrastruktur d\u00fcrfte gelinde gesagt nicht wirklich trivial werden. Schlie\u00dflich m\u00fcssen die Kosten f\u00fcr Stromabgabe und die Lade-\/Entladezyklen der Fahrzeuge auf irgend eine Weise realistisch abgebildet werden. Und mit jedem zus\u00e4tzlichen Ladezyklus degeneriert auch die sauteure Li-Ionen-Batterie etwas mehr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verpennt<\/h2>\n\n\n\n<p>Das k\u00f6nnte sich als schwierig erweisen in einem Land, das die digitale Revolution der letzten 40 Jahre grandios verpennt hat und nicht mehr in der Lage zu sein scheint, Gro\u00dfprojekte zu stemmen. Der Berliner Flughafen (BER), der Stuttgarter Bahnhof, \u00fcberhaupt die Bahninfrastruktur, der Zustand der Stra\u00dfen, Br\u00fccken und <em>last but not least<\/em> noch zu bauende Starkstrom-Nord-S\u00fcd-Verbindungen im Stromnetz \u2013 all das sind Dinge, die zeigen, wie dysfunktional Deutschland geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass wir uns richtig verstehen: die Idee hinter dem \u201eSchwarmspeicher\u201c ist bestechend. Der finanzielle, b\u00fcrokratische und politische Aufwand dahinter wird jedoch astronomisch werden. Chaos ist programmiert. Da w\u00e4re die n\u00e4chste \u201eZeitenwende\u201c gefragt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das macht wenig Hoffnung, denn die bisherigen deutschen \u201eZeitenwenden\u201c blieben den \u201e<em>Proof of the Pudding<\/em>\u201c bislang schuldig&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einschl\u00e4gigen Science-Fiction-Romanen schlagen oft \u201eSchwarmintelligenzen\u201c gef\u00fchrt wie ein Bienenvolk unerbittlich zu und versklaven die Menschheit (ironischerweise werden sie meistens von Individuen besiegt). \u201eSchwarmintelligenz\u201c bestimmt in der Realit\u00e4t den Duktus der \u00f6ffentlichen Diskussion und nun beschw\u00f6ren die \u00d6koritter den \u201eSchwarmspeicher\u201c um die Elektromobilit\u00e4t und deren Akkus einer Zweitverwendung f\u00fcr das Gute zuzuf\u00fchren. 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