{"id":357829,"date":"2022-03-04T16:00:00","date_gmt":"2022-03-04T15:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=357829"},"modified":"2022-03-04T16:00:00","modified_gmt":"2022-03-04T15:00:00","slug":"start-up-baut-die-digitale-infrastruktur-fuer-die-waermenetze-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/start-up-baut-die-digitale-infrastruktur-fuer-die-waermenetze-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Start-up baut die digitale Infrastruktur f\u00fcr die W\u00e4rmenetze der Zukunft"},"content":{"rendered":"\n<p>In einem dezentralisierten Energiemarkt produzieren die B\u00fcrger selber die Energie, die sie ben\u00f6tigen. Eine Entwicklung, die das Start-up <em><a href=\"http:\/\/www.arteria.at\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Arteria Technologies<\/a><\/em> vorantreiben will, indem es die digitale Infrastruktur f\u00fcr die W\u00e4rmenetze der Zukunft liefert. Gr\u00fcnder Dr. Stefano Coss hat in Energietechnik promoviert und f\u00fcr einen Energieanbieter gearbeitet, bevor er sich vor 1 \u00bd Jahren selbstst\u00e4ndig machte. Er will zeigen, dass die Nutzung von Daten ein Teil der L\u00f6sung ist und nicht ein Teil des Problems, wie es oftmals dargestellt werde. Coss im Interview mit <em>Innovation Origins<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Arteria-Technologies-1004x669.jpg\" alt=\"W\u00e4rmenetze, Arteria Technologies, erneuerbar Energien, Digitale Infrastrukturen f\u00fcr die Energiewende\" class=\"wp-image-357837\"\/><figcaption>Das Team Arteria (von links): Sebastian Dorfer, Catalina Gaona, Stefano Coss (c) Arteria Technologies <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie k\u00f6nnen wir uns die Arbeit von <em>Arteria Technologies<\/em> vorstellen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Wir sind ein Software-Unternehmen im Hochtechnologiebereich und entwickeln Softwareprodukte f\u00fcr die Digitalisierung des Energiesystems. Eines der ersten Services, die wir auf unserer Plattform anbieten, ist ein Softwaretool, mit dem wir W\u00e4rmetze planen und optimieren k\u00f6nnen. Es eignet sich, um Fernw\u00e4rme oder Nahw\u00e4rmenetze zu digitalisieren und sp\u00e4ter zu verbessern. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir digitalisieren die W\u00e4rmenetze, indem wir auf Basis von Screenshots oder Zeichnungen ein Datenmodell erstellen und auf unsere Plattform laden. dort kann es dann von dem jeweiligen Kunden gemeinsam mit Datenmanagement-Tools genutzt werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Viel komplexer sind die Echtzeit-Simulationen, die wir von gesamten Energiesystemen erstellen, wie etwa W\u00e4rmenetzen. Dabei lesen wir mittels Sensoren Daten ein und machen dann Analysen und\/oder Vorschl\u00e4ge zur Betriebsoptimierung. Wobei wir hier noch in der Entwicklungsphase sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Neben diesen Beratungstools gibt es dann noch die reine Software in Form von Planungs- und Digitalisierungstool.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was motiviert Sie?<\/h3>\n\n\n\n<p>Viele Probleme die wir im Energiesystem sehen, sind auf eine mangelnde Datenqualit\u00e4t und Datennutzung zur\u00fcckzuf\u00fchren. Dadurch wird sehr viel an Effizienz eingeb\u00fc\u00dft &#8211; vor allem wenn es um W\u00e4rmenetze geht, weil hier noch nicht so viele Optimierungsschritte gesetzt wurden wie bei Stromnetzen. Wenn wir die Ziele der Energiewende erreichen wollen, dann braucht es mehr Optionen vorhandene Daten zu nutzen. Ich habe das fr\u00fch erkannt und deshalb eine Technologie entwickelt, die das erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welches war das gr\u00f6\u00dfte Hindernis, das Sie \u00fcberwinden mussten?<\/h3>\n\n\n\n<p>Meine Frau \u00fcberzeugen (lacht). Also ein Hindernis technischer Natur gab es nicht. Was man beim Gr\u00fcnden \u00fcberwinden muss, ist die eigene Angst &#8211; das ist die gr\u00f6\u00dfte Barriere.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Angst wovor?<\/h3>\n\n\n\n<p>Da gibt es viele Dinge: finanzielle Unsicherheit, Angst vorm Scheitern und nicht zu wissen, was auf einen zukommt. F\u00fcr mich war es eigentlich kein Problem, weil ich mich dem immer schon gestellt habe. Ich finde es langweilig immer das gleiche zu tun und empfand meine T\u00e4tigkeit f\u00fcr Unternehmen wenig herausfordernd und so hat es f\u00fcr mich gepasst. Aber trotzdem ist eine Gr\u00fcndung etwas, wo man sein Umfeld mitnehmen muss.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was waren die bisher gr\u00f6\u00dften Erfolge?<\/h3>\n\n\n\n<p>Die <em><a href=\"https:\/\/www.aws.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">AWS PreSeed F\u00f6rderung<\/a><\/em> zu bekommen war ein toller Erfolg &#8211; und auch die ersten Kunden zu akquirieren. Unser erster Kunde war ein Schweizer Stadtwerk.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auch interessant: <\/strong><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/selected\/kristallographie-hilft-bei-der-energiewende\/\">Kristallographie hilft bei der Energiewende<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Im Hinblick auf die aktuelle Auftragslage: Welche Rolle spielt \u00d6sterreich?<\/h3>\n\n\n\n<p>Wir decken die gesamte DACH-Region ab \u2013 wobei im Moment sicher Deutschland der Hauptmarkt ist. Auch weil die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Energiewende dort um ein Zehnfaches h\u00f6her sind. Vereinzelt bekommen wir auch Auftr\u00e4ge aus osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern, die einen gro\u00dfen Aufholbedarf im Bereich der Digitalisierung haben. \u00d6sterreich spielt aktuell eine untergeordnete Rolle. Unser Portfolio reicht von Hochtechnologie-Anwendungen bis hin zu ganz einfachem Digitalisieren und \u00d6sterreich bewegt sich im Mittelfeld. Das hei\u00dft, die Digitalisierung ist gro\u00dfteils schon vollzogen, aber zu den Hochtechnologie-Anwendungen kann sich noch keiner durchringen. Hier wird Ver\u00e4nderung oft als bedrohlich empfunden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie schwierig war die Finanzierung?<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Finanzierung ist immer ein Problem. Aber wir haben uns von Anfang an \u00fcber Kundenprojekte finanziert und sind bisher ohne Investoren ausgekommen. Derzeit sind unsere Auftr\u00e4ge stark auf Beratungsprojekte konzentriert. Aber in Zukunft m\u00f6chten wir mehr Ums\u00e4tze \u00fcber Software erzielen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wo m\u00f6chten Sie mit ihrem Start-up in f\u00fcnf Jahren stehen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Au\u00dfer ein paar AI-Start-ups und Software-Herstellern, die mit veralteter Software arbeiten, gibt es noch nicht so viele Mitbewerber. Der Markt muss erst aufbereitet werden. Derzeit glauben viele noch, dass die Energiewende automatisch passiert. Weil es die Politiker in ihren sch\u00f6nen Reden so prophezeien. Aber das ist nicht so. Es gibt Menschen, die daf\u00fcr arbeiten und ich bin einer von ihnen. Was ich mir w\u00fcnschen w\u00fcrde, ist wirklich ernst genommen zu werden. Im Sinne von \u201a<em>Ja, wir brauchen das und wir m\u00fcssen das jetzt machen\u2018<\/em>. Au\u00dferdem w\u00fcrde ich mir nat\u00fcrlich auch viele Kunden und gute Ums\u00e4tze w\u00fcnschen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was macht ihre Innovation besser als existierende Dinge?<\/h3>\n\n\n\n<p>Unser Wettbewerbsvorteil liegt in der Technologiekomponente, die wir auch kontinuierlich ausbauen. Ich habe viele Jahre an unserer propriet\u00e4ren Technologie geforscht &#8211; und eine eigene Methode entwickelt, dezentrale Energiesysteme zu simulieren. Jetzt kann ich sie einsetzen, um Energiesysteme schneller und pr\u00e4ziser zu simulieren und realistischere Prognosen zu erstellen.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>M\u00f6chten Sie mehr Beitr\u00e4ge \u00fcber Start-ups lesen? Weitere Folgen dieser Serie finden Sie&nbsp;<a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/?s=start+up\">hier<\/a>.<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem dezentralisierten Energiemarkt produzieren die B\u00fcrger selber die Energie, die sie ben\u00f6tigen. 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