{"id":309690,"date":"2021-09-25T23:35:45","date_gmt":"2021-09-25T21:35:45","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=309690"},"modified":"2021-09-25T23:35:45","modified_gmt":"2021-09-25T21:35:45","slug":"vom-lebensmittelanbau-bis-zur-paketzustellung-das-nachbarschaftszentrum-als-schnittstelle-in-der-stadt-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/vom-lebensmittelanbau-bis-zur-paketzustellung-das-nachbarschaftszentrum-als-schnittstelle-in-der-stadt-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Vom Lebensmittelanbau bis zur Paketzustellung: Das &#8220;Nachbarschaftszentrum&#8221; als Schnittstelle in der Stadt der Zukunft"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine der wichtigsten Ver\u00e4nderungen, die unser Verh\u00e4ltnis zur Technologie bestimmen, ist die Rolle, die die K\u00fcnstliche Intelligenz in der st\u00e4dtischen Gemeinschaft spielen wird. Diese Intelligenz verspricht, einen Beitrag zu sozialen Beziehungen, Effizienz und Nachhaltigkeit zu leisten. Sie beeinflusst aber auch die Form der Mobilit\u00e4t, die Art und Weise, wie wir G\u00fcter verteilen und wie wir Lebensmittel produzieren. Wird es eigentlich mehr Spa\u00df machen, dieses neue Zusammenleben? Die Frage ist: Wie gestalten wir Dienstleistungen, die von allen Menschen in einer Stadt genutzt werden k\u00f6nnen, und welche Auswirkungen hat das auf die sozialen Strukturen?<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Fragen inspirieren die Forschung des Field Lab Cities of Things, das Teil des mehrj\u00e4hrigen Programms Creative Embassy Amsterdam-M\u00fcnchen ist. Der Spitzensektor Kreativwirtschaft arbeitet bereits seit mehreren Jahren an der Bildung einer niederl\u00e4ndisch-deutschen Kooperation. Das erste Field Lab wird am 11. Oktober in M\u00fcnchen mit der Unterzeichnung einer Absichtserkl\u00e4rung durch die Stadtverwaltungen von Amsterdam und M\u00fcnchen (Stadtrat Everhardt aus Amsterdam und Referent Baumgartner aus M\u00fcnchen) unter Teilname verschiedener deutscher und niederl\u00e4ndischer Partner starten. Dies ist der Auftakt f\u00fcr dieses l\u00e4nder\u00fcbergreifende Field Lab Programm mit deutsch-niederl\u00e4ndischen Partnern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zukunftskonzepte f\u00fcr das Leben in der Stadt<\/h2>\n\n\n\n<p>Gemeinsam werden Zukunftskonzepte f\u00fcr das st\u00e4dtische Leben betrachtet. Es wird untersucht, wie sich L\u00f6sungen in einem M\u00fcnchner oder in einem Amsterdamer Kontext unterscheiden k\u00f6nnten. Man denke zum Beispiel an die Frage nach dem rechtlichen Status eines autonomen Lieferdienstes. Wird es den jemals geben? Man glaubt daran.<\/p>\n\n\n\n<p>Fragen sind gut. Nach den Antworten muss gemeinsam gesucht werden. Wenn die Beteiligten in Amsterdam und M\u00fcnchen dies tun, k\u00f6nnen L\u00f6sungen gefunden werden, die auch f\u00fcr andere europ\u00e4ische St\u00e4dte praktikabel sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Fragen, die zu Beginn des Field Lab zu kl\u00e4ren sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wie wirkt sich die Idee der gemeinsamen Nutzung von Autos, aber auch die Menge der Kleintransporter auf die Dynamik in einem Wohngebiet einer Stadt aus?<\/li><li>K\u00f6nnte man die lokale Lebensmittelproduktion in vertikalen &#8220;Farmen&#8221; organisieren, als Teil des \u00d6kosystems der Nachbarschaft?<\/li><li>Wie k\u00f6nnen Stadtbewohner &#8211; ob jung oder alt &#8211; von Diensten profitieren, bei denen sie sich zum Beispiel gegenseitig Werkzeuge oder B\u00fccher ausleihen?<\/li><li>Und wie k\u00f6nnen solche Dienste wirklich den Gemeinschaftssinn f\u00f6rdern?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Art von &#8220;Gemeinschafts-Ideen&#8221; passt gut in ein neu gebautes Viertel oder einen neuen Stadtteil. Aber was ist in schon dicht besiedelten Gebieten m\u00f6glich, wo der Platz knapp ist? Die St\u00e4dte M\u00fcnchen und Amsterdam wollen voneinander lernen und Erfahrungen austauschen. Schlie\u00dflich sind zwar die Infrastruktur und das \u00d6kosystem in beiden St\u00e4dten unterschiedlich, der Ma\u00dfstab &#8216;Mensch&#8217; ist jedoch derselbe.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nachbarschaftszentrum als Schnittstelle <\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt verschiedene Ebenen: die st\u00e4dtische Infrastruktur, die Ebene der Einwohner und die politische Ebene. Ein &#8220;Nachbarschaftszentrum&#8221; in einem Stadtteil k\u00f6nnte eine Schnittstelle f\u00fcr verschiedene Bereiche sein. Von Lebensmitteln \u00fcber die Paketannahme bis hin zu einer L\u00f6sung f\u00fcr die &#8220;the last mile delivery&#8221;, die letzte Etappe der Warenzustellung. Denn wie viele verschiedene Zusteller fahren an einem Tag durch ein und dieselbe Stra\u00dfe? Sollte es daf\u00fcr keine L\u00f6sung geben? Auch Effizienz und Verantwortung k\u00f6nnen genauer betrachtet werden. Im ersten Workshop des Field Lab City of Things, der am Nachmittag des 11. Oktober in M\u00fcnchen stattfinden wird, soll es auch um die Auswirkungen der zuk\u00fcnftigen Entwicklungen gehen. Verschiedene Akteure besch\u00e4ftigen sich mit diesem Thema. Von Anbietern von Mobilit\u00e4tsl\u00f6sungen bis zu Finanzinstituten, von Logistikunternehmen bis zu Energieversorgern und der Wohnungswirtschaft. Und vor allem \u2026 Die Bewohner eines Viertels selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zusammenarbeit zwischen Amsterdam und M\u00fcnchen bietet die M\u00f6glichkeit nachhaltiger Innovationen f\u00fcr eine zukunftssichere Stadt. Damit es nicht bei sch\u00f6nen Worten bleibt, beginnen die Gespr\u00e4che im Cities of Things Field Lab gleich mit einer Absichtserkl\u00e4rung zwischen Amsterdam und M\u00fcnchen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gemeinsam Prototypen bauen<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Field Lab erforscht die M\u00f6glichkeiten zuk\u00fcnftiger St\u00e4dte, in denen wir mit intelligenten &#8220;Dingen&#8221; zusammenleben. Das schafft neue M\u00f6glichkeiten, hat aber auch Auswirkungen auf das Leben in der Stadt und darauf, wie man die Gesellschaft als B\u00fcrger erlebt. Hoffentlich ist es wirklich m\u00f6glich, dass Deutsche und Niederl\u00e4nder gemeinsam Prototypen f\u00fcr bestimmte technische und infrastrukturelle Herausforderungen der Zukunftsst\u00e4dte entwerfen. Die Partner von Creative Embassy machen sich gemeinsam im Field Lab Cities of Things daran, Innovationen in St\u00e4dten zu untersuchen. Schlie\u00dflich ist ein Field Lab ein gutes Medium f\u00fcr diese Art von Auseinandersetzung. Die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit und das gegenseitige Kennenlernen der deutschen und niederl\u00e4ndischen Besonderheiten ist bei einem solchen Thema wichtig. Schlie\u00dflich gibt es sehr viele verschiedene Standpunkte. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden St\u00e4dten, ihre gemeinsame Forschung und ihr Dialog k\u00f6nnten so zu relevanten L\u00f6sungen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Mit Dank f\u00fcr die Zusammenarbeit an Iskander Smit (Cities of Things, TUDelft) und Frieke Meijer-Schepman (Stadtverwaltung M\u00fcnchen)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine der wichtigsten Ver\u00e4nderungen, die unser Verh\u00e4ltnis zur Technologie bestimmen, ist die Rolle, die die K\u00fcnstliche Intelligenz in der st\u00e4dtischen Gemeinschaft spielen wird. Diese Intelligenz verspricht, einen Beitrag zu sozialen Beziehungen, Effizienz und Nachhaltigkeit zu leisten. 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