{"id":290661,"date":"2021-05-23T07:39:00","date_gmt":"2021-05-23T05:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=290661"},"modified":"2021-05-23T07:39:00","modified_gmt":"2021-05-23T05:39:00","slug":"wie-ein-restart-gelingt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/wie-ein-restart-gelingt\/","title":{"rendered":"Wie ein Restart gelingt"},"content":{"rendered":"\n<p>Krisen geh\u00f6ren zu unserem Alltag. Jeder st\u00f6\u00dft irgendwann mal in seinem Leben, in seinem Alltag, an Grenzen, kommt nicht weiter, muss sich neu orientieren oder wird zum Aufgeben gezwungen. Je st\u00e4rker wir mit einer Idee, einem Projekt oder einem Unternehmen verbunden sind, desto schmerzhafter ist die Verlusterfahrung. Besonders in den letzten Monaten haben viele Unternehmer:innen und Gr\u00fcnder:innen erfahren m\u00fcssen, wie es sich anf\u00fchlt, wenn das eigene Lebenswerk oder die Herzensangelegenheit existentiell gef\u00e4hrdet ist und zu scheitern droht. Hilfsma\u00dfnahmen helfen, m\u00f6glichst viele Unternehmen am Leben zu erhalten. Nicht alle schaffen das.<br>In den letzten zwei Jahren hatte ich das Privileg mich im Rahmen eines EU-Projekts und eines Pilotprojekts f\u00fcr das Wirtschaftsministerium Baden-W\u00fcrttemberg mit sogenannten Restartern zu besch\u00e4ftigen. Zielgruppe waren Gr\u00fcnder:innen, Selbst\u00e4ndige und Unternehmer:innen, die nach einer schweren Krise oder Insolvenz eine zweite Chance wagen. Uns besch\u00e4ftigte die Frage, welche Herausforderungen diese hat und wie sie, analog zur Gr\u00fcndungsf\u00f6rderung, gezielt unterst\u00fctzt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vom Top-Anwalt bis zur Kioskbesitzerin<\/h2>\n\n\n\n<p>Was haben wir aus der Zusammenarbeit mit \u00fcber 160 Restarter:innen gelernt? Zun\u00e4chst, dass es jeden und jede treffen kann. Vom Top-Anwalt bis zur Kioskbesitzerin, vom Coach bis zum Ingenieurb\u00fcro, von Selbst\u00e4ndigen bis zum Inhaber eines Gro\u00dfunternehmens. Niemand ist vor dem Risiko einer schweren Krise oder eines Scheiterns gefeit. Dass es zwei wesentliche Grundbed\u00fcrfnisse in dieser Situation gibt: das Bed\u00fcrfnis nach finanzieller Stabilit\u00e4t und das Bed\u00fcrfnis nach Austausch. Geteiltes Leid sei halbes Leid, sagt der Volksmund, und das Gespr\u00e4ch ist immer noch die beste Therapie. Sich mit Menschen austauschen zu k\u00f6nnen, die \u00e4hnliche Erfahrungen gemacht haben, die \u00e4hnliche Emotionen wie \u00c4ngste, Zweifel und Schuldgef\u00fchle erlebt haben, war f\u00fcr viele Teilnehmer:innen eine befreiende Erfahrung. Die Best\u00e4tigung, nicht allein zu sein, dass es andere Menschen mit \u00e4hnlichen Erlebnissen gibt und der Austausch sowohl Stabilit\u00e4t wie auch neue Erkenntnisse, Tips und Anregungen vermittelt.<br>Dieser Austausch f\u00fchrte dazu, dass einige zum ersten Mal \u00fcber Ihre Erfahrungen vor fremden Menschen gesprochen haben. Damit wir \u00fcber etwas sprechen k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir unsere Gedanken ordnen, reflektieren und in eine Struktur bringen. Das ist besonders bei emotionalen Themen nicht immer einfach. Aber sehr hilfreich. Und oft der erste Schritt f\u00fcr einen sp\u00e4teren Restart.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zwei Faktoren<\/h2>\n\n\n\n<p>Was unterscheidet erfolgreiche von erfolglosen Restartern? Wir konnten zwei wesentliche Faktoren erkennen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Erfolgreiche Restarter sind bereit sich mit ihrer Erfahrung auseinander zu setzen. Sie fragen sich, welches Denk- und Verhaltensmuster, welche Entscheidungen oder Nicht-Entscheidungen, welche Emotionen, Blinde Flecke, Verweigerungshaltungen oder falsche Ratgeber dazu gef\u00fchrt haben, dass sie eine schwere Krise oder Insolvenz erleben mussten. Sie stellen sich ihrer Verantwortung.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Sie sind bereit sich auf Ver\u00e4nderungen einzulassen. Sei erwarten nicht, dass es mit einem Restart genauso weitergeht, wie davor. Sie sind bereit pers\u00f6nlich und beruflich neue Wege zu gehen und die Einladung zur Transformation anzunehmen. Was m\u00f6chte ich erreichen? Was sind meine kurzfristigen und existentiellen Bed\u00fcrfnisse, die gesichert werden m\u00fcssen? Was m\u00f6chte ich danach tun? Was ist meine Herzensangelegenheit und mit welchen Schritten werde ich diese erreichen k\u00f6nnen? Welche Denk- und Verhaltensmuster, welche Emotionen sind daf\u00fcr notwendig.<br><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Erfolgreiche Restarter haben uns gezeigt, dass sie in der Lage sind ihre Vergangenheit loszulassen, um heute Leben und die Zukunft gestalten zu k\u00f6nnen. Das braucht Zeit. Auch das haben wir gelernt. Erfolgreiche Restarter machen nicht einfach so weiter, wie es war. Sie wissen, dass es mit dem Restart nicht so weiter geht, wie vor. <\/p>\n\n\n\n<p>Manche Restarter \u00e4ndern ihre Berufung, weil es f\u00fcr ihren vorherigen Beruf keine Zukunft mehr gibt. Manche Restarter bleiben in ihrem Beruf, weil er ihre Berufung ist. Sie \u00e4ndern ihr Denken und Handeln, weil sie erkennen, dass sie auf diesem Weg ihre Berufung noch erf\u00fcllter leben k\u00f6nnen. Manche Restarter \u00e4ndern beides. Ihre pers\u00f6nliche Entwicklung aus einer Krise oder einer Scheiter-Erfahrung l\u00e4sst sie neue Wege gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Welches ist Ihr Weg?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krisen geh\u00f6ren zu unserem Alltag. Jeder st\u00f6\u00dft irgendwann mal in seinem Leben, in seinem Alltag, an Grenzen, kommt nicht weiter, muss sich neu orientieren oder wird zum Aufgeben gezwungen. Je st\u00e4rker wir mit einer Idee, einem Projekt oder einem Unternehmen verbunden sind, desto schmerzhafter ist die Verlusterfahrung. 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