{"id":287287,"date":"2021-05-04T10:00:00","date_gmt":"2021-05-04T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=287287"},"modified":"2021-05-04T10:00:00","modified_gmt":"2021-05-04T08:00:00","slug":"dies-sind-die-finalisten-des-europaeischen-erfinderpreises-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/dies-sind-die-finalisten-des-europaeischen-erfinderpreises-2021\/","title":{"rendered":"Dies sind die Finalisten des Europ\u00e4ischen Erfinderpreises 2021"},"content":{"rendered":"\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.epo.org\/index_de.html\">Europ\u00e4ische Patentamt <\/a>(EPA) hat heute die 15 Erfinder und Erfinderteams bekanntgegeben, die f\u00fcr den Europ\u00e4ischen Erfinderpreis 2021 nominiert sind. Der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/events\/european-inventor_de.html\">Europ\u00e4ische Erfinderpreis<\/a>\u00a0ist einer der renommiertesten Innovationspreise Europas. Er wurde 2006 vom EPA ins Leben gerufen und ehrt einzelne Erfinder und Erfinderteams, deren wegweisende Innovationen Antworten auf einige der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen unserer Zeit geben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">400 Erfinder und Erfinderteams<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Finalisten des Jahres 2021 kommen aus \u00d6sterreich, China, D\u00e4nemark, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Serbien, Spanien, der Schweiz, Schweden, Vereinigtes K\u00f6nigreich und den Vereinigten Staaten. Sie wurden von einer unabh\u00e4ngigen, internationalen&nbsp;Jury&nbsp;aus einem Pool von nahezu 400 Erfindern und Erfinder- Teams ausgew\u00e4hlt, die von der \u00d6ffentlichkeit, Vertretern der nationalen Patent\u00e4mter in ganz Europa und Mitarbeitern des EPA vorgeschlagen worden sind.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas vergangene Jahr hat mehr denn je gezeigt, wie wichtig Erfinderinnen und Erfinder f\u00fcr den technischen Fortschritt und die Verbesserung unseres Lebens sind,\u201c sagte EPA- Pr\u00e4sident Ant\u00f3nio Campinos.&nbsp;\u201eDie diesj\u00e4hrigen Finalisten&nbsp;des Europ\u00e4ischen Erfinderpreises sind eindr\u00fcckliche Beispiele f\u00fcr den Einfallsreichtum und die Kreativit\u00e4t, die den technischen Fortschritt unterst\u00fctzen und den Weg f\u00fcr die Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen und Wirtschaftswachstum ebnen. Jeder der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Finalisten ist Vorreiter auf seinem Gebiet und hat einen ganz konkreten Beitrag dazu geleistet, einige der dr\u00e4ngendsten Herausforderungen unserer Gesellschaft zu \u00fcberwinden&nbsp;\u2013&nbsp;von der Umwandlung von Kohlenstoffemissionen in eine wiederverwertbare Ressource bis hin zum Ausbau der verf\u00fcgbaren Antibiotika und vielem&nbsp;mehr.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die 15 Finalisten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Industrie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/press\/european-inventor-award\/2021\/djupesland_de.html\">Per Gisle Djupesland (Norwegen)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bessere Medikamentengabe durch die Nase<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das medizinische Ger\u00e4t des norwegischen Erfinders nutzt die nat\u00fcrliche Form und Funktion der Nase, um Medikamente besser nasal zu verabreichen und verschiedene Erkrankungen<\/p>\n\n\n\n<p>zu lindern. Die Erfindung f\u00fchrte zum Aufbau eines Unternehmens, das inzwischen b\u00f6rsennotiert ist und weitere innovative medizinische L\u00f6sungen entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/press\/european-inventor-award\/2021\/guertler_de.html\">Christoph G\u00fcrtler, Walter Leitner und Team (Deutschland)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mit Kohlendioxidabf\u00e4llen zu gr\u00fcnerem Kunststoff<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dem deutschen Team ist ein wichtiger Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft gelungen, indem es ein marktf\u00e4higes Verfahren zur Nutzung von CO2&nbsp;f\u00fcr die Kunststoffherstellung entwickelt hat. Mit der Erfindung wird aus einem Abfallstoff ein Rohstoff f\u00fcr Kleidung, Bodenbel\u00e4ge, Waschmittel und andere Produkte des Alltags.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/press\/european-inventor-award\/2021\/van-der-tempel_de.html\">Jan van der Tempel (Niederlande)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sicherer Transfer von und zu Offshore-Plattformen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Transfer von Arbeitern und Fracht von und zu Offshore-Plattformen kann riskant, teuer und zeitaufwendig sein. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Forschung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/press\/european-inventor-award\/2021\/donolato_de.html\">Marco Donolato und Team (Italien\/D\u00e4nemark)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Magnetische Nanopartikel f\u00fcr die Diagnose von Krankheiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das internationale Forscherteam hat durch die Kombination von Lasertechnik und magnetischen Nanopartikeln eine Vorrichtung entwickelt, die Dengue-Fieber und andere Infektionskrankheiten nachweisen kann. Der Test ist pr\u00e4zise, kosteng\u00fcnstig und erfordert geringen Schulungsaufwand f\u00fcr das medizinische Personal&nbsp;\u2013&nbsp;entscheidende Faktoren, wenn es um seine Verwendung in vielen Entwicklungsl\u00e4ndern geht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/press\/european-inventor-award\/2021\/grass_de.html\">Robert Grass und Wendelin Stark (\u00d6sterreich\/Schweiz)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>DNA-basierte Datenspeicherung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das zuverl\u00e4ssige Datenspeicherungsverfahren des \u00f6sterreichischen und Schweizer Erfinderduos basiert auf dem Einschluss von DNA in winzigen Glaskugeln. Wenn diese robusten K\u00fcgelchen auf Produkten angebracht werden, sorgen sie f\u00fcr die Verfolgbarkeit spezifischer Kenndaten&nbsp;\u2013&nbsp;wie Arbeitsbedingungen oder Herkunft&nbsp;\u2013&nbsp;\u00fcber die gesamte Lieferkette hinweg.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/press\/european-inventor-award\/2021\/fink_de.html\">Mathias Fink und Mickael Tanter (Frankreich)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ultraschall-Bildgebungsverfahren mittels Scherwellen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die franz\u00f6sischen Forscher haben ein neues medizinisches Bildgebungsverfahren erfunden. Urspr\u00fcnglich entwickelt, um die H\u00e4rte von K\u00e4se zu testen, erkannten die Erfinder, dass die Technologie sich auch f\u00fcr menschliches Gewebe eignet. Der Ultraschall ist nicht-invasiv und erm\u00f6glicht medizinische Untersuchungen ohne schmerzhafte Biopsien f\u00fcr Patienten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nicht-EPO-Staaten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/press\/european-inventor-award\/2021\/pi_de.htm\">Bo Pi und Yi He (China)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fingerabdrucksensoren mit Lebenderkennung f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Sicherheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher konnten die Fingerabdruckscanner von Smartphones durch gef\u00e4lschte Fingerabdr\u00fccke oder Spoofing-Angriffe get\u00e4uscht werden. Die chinesischen Erfinder haben das weltweit erste System entwickelt, das Fingerabdruckmuster verifizieren kann und die Durchblutung der Fingerkuppe erkennt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/press\/european-inventor-award\/2021\/lewis_de.html\">Kim Lewis und Slava Epstein (USA)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Toolkit zur Z\u00fcchtung von Mikroben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da 99 Prozent der Mikroben nicht im Labor gez\u00fcchtet werden k\u00f6nnen, gab es seit \u00fcber einem Jahrzehnt keine Entdeckung neuer Antibiotika-Klassen. Die Erfinder entwickelten eine Vorrichtung, die Mikrobenwachstum anregt und es Forschern erm\u00f6glicht, fast 80 000 Str\u00e4nge von bisher nicht kultivierbaren Organismen zu z\u00fcchten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/press\/european-inventor-award\/2021\/mitra_de.html\">Sumita Mitra (Indien\/USA)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nanomaterialien f\u00fcr ein neues L\u00e4cheln<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Forscherin hat entdeckt, dass Nanocluster in der Zahnmedizin f\u00fcr robuste, langlebige und \u00e4sthetisch ansprechende F\u00fcllungen verwendet werden k\u00f6nnen. Die winzigen Cluster wurden bereits weltweit f\u00fcr eine Milliarde Zahnbehandlungen genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/press\/european-inventor-award\/2021\/hijosa_de.html\">Carmen Hijosa (Spanien)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gewinnung einer nachhaltigen Lederalternative aus Bl\u00e4ttern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem Hijosa die negativen Auswirkungen der Lederproduktion mit eigenen Augen gesehen hatte, entwickelte die Unternehmerin ein Verfahren, mit dem aus Ananasbl\u00e4ttern ein weiches, langlebiges und vielseitiges Material hergestellt werden kann. Ihre<\/p>\n\n\n\n<p>Lederalternative unterst\u00fctzt nicht nur die lokale Landwirtschaft, sie ist auch bei gro\u00dfen internationalen Modemarken gefragt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/press\/european-inventor-award\/2021\/kibel_de.html\">Ben und Pete Kibel (Vereinigtes K\u00f6nigreich)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einfache L\u00f6sung gegen den Beifang von Seev\u00f6geln beim Fischfang<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Langleinenfischen hat verheerende Folgen f\u00fcr Seev\u00f6gel, von denen dabei jedes Jahr 300 000 quasi als Beifang get\u00f6tet werden. Die Br\u00fcder haben eine einfache L\u00f6sung erfunden: eine Kapsel mit K\u00f6derhaken, die sich&nbsp;erst ab einer Tiefe von 20 Metern unter&nbsp;Wasser \u00f6ffnet, also au\u00dfer Reichweite der meisten V\u00f6gel. Die Vorrichtung ist wirksam, preisg\u00fcnstig und gewinnt weltweit an Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/press\/european-inventor-award\/2021\/lindstrom_de.html\">Henrik Lindstr\u00f6m und Giovanni Fili (Schweden)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Flexible Solarzellen f\u00fcr Mobilger\u00e4te<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In ihrem Werk in Stockholm produzieren die Erfinder Farbstoffsolarzellen, die in fast jeder Form oder Farbe herstellbar sind und dank ihrer hohen Effizienz sogar in Innenr\u00e4umen Strom erzeugen k\u00f6nnen. Dank ihrer Vielseitigkeit k\u00f6nnen die Zellen in verschiedene elektronische Bauteile integriert werden, um selbstaufladende Produkte herzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lebenswerk<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/press\/european-inventor-award\/2021\/colpan_de.html\">Metin Colpan (Deutschland)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Effiziente Werkzeuge zur Analyse von Nukleins\u00e4uren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit fast vier Jahrzehnten entwickelt der Erfinder genomische Analyseinstrumente, die Wissenschaftlern bei ihrer Arbeit helfen&nbsp;\u2013&nbsp;von Krankheitsdiagnostik \u00fcber Forensik bis hin zu Lebensmittelsicherheit und Arzneimitteltherapien. Seine Erfindungen waren die treibende Kraft hinter einem erfolgreichen Unternehmen, das heute weltweit \u00fcber 5 300 Mitarbeiter besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/press\/european-inventor-award\/2021\/leo_de.html\">Karl Leo (Deutschland)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weiterentwicklung von organischen Halbleitern (Oled)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der deutsche Physiker hat organische Halbleiter weiterentwickelt, indem er ihre Leitf\u00e4higkeit mithilfe der sogenannten Dotierung verbesserte. Derzeit kommt seine Oled-Technologie in der H\u00e4lfte aller Smartphones weltweit und in vielen Arten von Solarzellen zum Einsatz. In seiner \u00fcber 30-j\u00e4hrigen Karriere hat er zudem mehrere Unternehmen gegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.epo.org\/news-events\/press\/european-inventor-award\/2021\/vunjak-novakovic_de.html\">Gordana Vunjak-Novakovic (Serbien\/USA)<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fortschritte auf dem Gebiet der Gewebez\u00fcchtung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Forscherin, Autorin und Unternehmerin hat ein neues Verfahren zur Z\u00fcchtung von Gewebe entwickelt. Sie schuf die spezifische Umgebung, die Zellen ben\u00f6tigen, um unterschiedliche Gewebetypen zu bilden. Diese Methode hat weitreichende Auswirkungen und erm\u00f6glicht Wissenschaftlern menschliches Knochen-, Herz- und Lungengewebe zu z\u00fcchten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die digitale Preisverleihung wird am 17. Juni 2021 ab 19:00 Uhr auf\u00a0<a href=\"http:\/\/www.inventoraward.org\/\">www.inventoraward.org<\/a>\u00a0\u00fcbertragen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Bild: Das bewegungsausgleichende Offshore-Zugangssystem des niederl\u00e4ndischen Ingenieurs Van der Tempel funktioniert wie ein umgekehrter Flugsimulator, der Sensoren, Datenverarbeitung und Hydraulik zusammenbringt, um in Echtzeit Wellenbewegungen zu kompensieren und so f\u00fcr einen sicheren \u00dcbergang zu sorgen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Europ\u00e4ische Patentamt (EPA) hat heute die 15 Erfinder und Erfinderteams bekanntgegeben, die f\u00fcr den Europ\u00e4ischen Erfinderpreis 2021 nominiert sind. Der\u00a0Europ\u00e4ische Erfinderpreis\u00a0ist einer der renommiertesten Innovationspreise Europas. 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