{"id":279170,"date":"2021-03-17T17:00:51","date_gmt":"2021-03-17T16:00:51","guid":{"rendered":"http:\/\/innovationorigins.com\/?p=279170"},"modified":"2021-03-17T17:00:51","modified_gmt":"2021-03-17T16:00:51","slug":"im-berliner-regierungsviertel-wird-autonome-mobilitat-erlebbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/im-berliner-regierungsviertel-wird-autonome-mobilitat-erlebbar\/","title":{"rendered":"Im Berliner Regierungsviertel wird autonome Mobilit\u00e4t erlebbar"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach Expertenmeinung wird die Mobilit\u00e4t der Zukunft von K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) und Digitalisierung gepr\u00e4gt sein. Der Verkehr wird durch autonomes Fahren sowohl effizienter, sicherer und umweltfreundlicher als auch kosteng\u00fcnstiger. Damit die Menschen diese neue Mobilit\u00e4t auch akzeptieren, muss sie aber ausf\u00fchrlich in realer Testumgebung erprobt und auch demonstriert werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen des neuen Forschungsprojekts &#8220;BeIntelli\u201c wollen ein interdisziplin\u00e4res Team aus Wissenschaftlern der <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/institution52\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Technischen Universit\u00e4t Berlin<\/a> und Praxis-Partnern die M\u00f6glichkeiten von KI f\u00fcr die Mobilit\u00e4t der Zukunft auf der Basis von Plattform\u00f6konomie entwickeln und praktisch erproben. Dar\u00fcber hinaus wollen sie ein &#8220;Schaufenster&#8221; schaffen, das KI-Anwendungen in der Mobilit\u00e4t erlebbar werden l\u00e4sst. Geleitet wird das Konsortium von Prof. Dr. Sahin Albayrak, Leiter des Distributed Artificial Intelligence Laboratory (DAI-Labor) und des Fachgebiets Agententechnologien in betrieblichen Anwendungen und der Telekommunikation an der TU Berlin.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Autonome Mobilit\u00e4t vom \u00d6PNV bis zur Logistikbranche<\/h3>\n\n\n\n<p>Grundlage der neuen Forschung ist das Vorg\u00e4ngerprojekt DIGINET-PS. Hier richteten die TU Berlin und ihre Projektpartner u.a. ein digitales, urbanes Testfeld f\u00fcr automatisiertes und vernetztes Fahren auf der Stra\u00dfe des 17. Juni ein. &#8220;Mit BeIntelli verfolgen wir f\u00fcnf Kernziele\u201c, erl\u00e4utert Sahin Albayrak: \u201eZum einen geht es um die Schaffung technologischer Innovationen f\u00fcr den Alltag. Wir planen die Erforschung, Entwicklung und Erprobung neuer Ideen und KI-basierter Ans\u00e4tze im Rahmen eines ganzheitlichen Mobilit\u00e4tsansatzes, vom autonomen und vernetzten Fahren, \u00fcber autonomen \u00f6ffentlichen Personennahverkehr bis zu automatisierten Logistikl\u00f6sungen f\u00fcr die letzte Meile. Hierzu entwickeln wir an der TU Berlin einen auf K\u00fcnstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und verteilter Intelligenz basierenden Softwarestack, das KI-Mobilit\u00e4ts-Operating System.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verl\u00e4ngerung der bestehenden Infrastruktur bis zum Berliner Reichstag<\/h3>\n\n\n\n<p>Zum Einsatz der Software und f\u00fcr ein zweites Kernziel wird das bereits bestehende digitale Testfeld auf der Stra\u00dfe des 17. Juni in Richtung Kurf\u00fcrstendamm und Berliner Reichstag erweitert. An der Stra\u00dfe werde die entsprechende Sensorik installiert, eine Edge-Infrastruktur bereitgestellt und eine 5G-Kommunikationsinfrastruktur aufgebaut, erkl\u00e4ren die Forscher. Ziel Nummer drei des Projekts ist die Erprobung und Validierung autonomer Fahrzeuge auf dem Testfeld. Dabei wird aber nicht nur die Stra\u00dfe digitalisiert. Alle Fahrzeuge werden au\u00dferdem mit Funktionen f\u00fcr das autonome Fahren ausgestattet.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu werden drei Fahrzeuge mit den n\u00f6tigen Sensoren und Kameras ausger\u00fcstet, um ihre komplette Umgebung registrieren zu k\u00f6nnen. Die an der TU Berlin entwickelte Software wirkt auf die Steuerungstechnik der Fahrzeuge und erm\u00f6glicht so echtes autonomes Fahren. Neben Pkws w\u00fcrden auch ein Lieferfahrzeug und ein sogenannter Erkl\u00e4rbus mit dieser Technik ausger\u00fcstet, sagt Dr. Jan Keiser, Mitarbeiter von Sahin Albayrak und Teilprojektleiter. &#8220;Mit diesen Fahrzeugen k\u00f6nnen wir dann den Einsatz im Echtbetrieb testen und die realen Anforderungen kennenlernen.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Erkl\u00e4rbus, ein mobiles Reallabor, informiert die \u00d6ffentlichkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Schritt vier wird die Etablierung einer Plattform\u00f6konomie f\u00fcr die neue Mobilit\u00e4t sein. &#8220;Die Daten aus der intelligenten Infrastruktur und den Fahrzeugen, die KI-Modelle und Services sollen so aufbereitet und bereitgestellt werden, dass sie die Etablierung neuer Gesch\u00e4ftsmodelle und \u00d6kosysteme beg\u00fcnstigen. Zu diesem Zweck werden wir entsprechende Events und Wettbewerbe veranstalten\u201c, erl\u00e4utert Marc Augusto, Teilprojektleiter f\u00fcr die Entwicklung von KI-Anwendungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als zentralen Fokus des Projektes sehen die Forscher die Einbindung der \u00d6ffentlichkeit, wozu die \u00f6ffentliche Pr\u00e4sentation der autonomen Mobilit\u00e4t in einer realen Umgebung entscheidend sei. &#8220;Wir wollen die \u00d6ffentlichkeit nicht nur informieren, sondern auch dazu animieren, diese neue Mobilit\u00e4t auszuprobieren. Der Nutzen und die Hintergr\u00fcnde der KI-basierten Mobilit\u00e4t sollen sich allen Verkehrsteilnehmer*innen unmittelbar auf der Teststrecke erschlie\u00dfen\u201c, beschreibt der Projektleiter. Der sogenannte Erkl\u00e4rbus, ein mobiles Reallabor, spielt dabei eine wichtige Rolle. In ihm werden gro\u00dfe Displays die Arbeit der Sensoren an der Stra\u00dfe und am Bus zeigen. Dar\u00fcber hinaus wird die Wirkung der Software auf die Steuerungstechnik f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste visualisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bus k\u00f6nne zum einen f\u00fcr \u00f6ffentliche Veranstaltungen genutzt werden, &#8220;zum anderen planen wir aber auch, den Bus zu bestimmten Zeiten wie ein regul\u00e4res Verkehrsmittel auf der Teststrecke einzusetzen&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. Axel He\u00dfler, Teilprojektleiter zur Entwicklung der KI-Plattform. &#8220;Vorbeikommende B\u00fcrger*innen sind dann eingeladen, diesen frei zu nutzen. Geschultes Personal im Bus steht f\u00fcr Erkl\u00e4rungen und Diskussionen mit der \u00d6ffentlichkeit bereit.&#8221; Parallel dazu soll das Projekt den Grundstein f\u00fcr die Errichtung eines Berliner Zentrums f\u00fcr erlebbare KI und Digitalisierung in der Mobilit\u00e4tsforschung legen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Autonome Fahrten unter Aufsicht<\/h3>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich werden alle Fahrten unter der Aufsicht von geschultem Sicherheitspersonal stattfinden, die jederzeit die Kontrolle \u00fcber die Fahrzeuge \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. F\u00fcr die Demonstration autonomer Fahrf\u00e4higkeiten werden au\u00dferdem Sonderzulassungen f\u00fcr die Versuchstr\u00e4ger notwendig sein. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Projektvolumen bel\u00e4uft sich auf rund 17 Millionen Euro, das Bundesministerium f\u00fcr Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) f\u00f6rdert es mit rund 13 Millionen. Der Rest des Projektvolumens wird von den Projektpartnern getragen: TU Berlin, GT-ARC, VMZ Berlin, ADAC BBR, IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Cheil Germany GmbH, DB Regio Bus Ost GmbH, Continental Automotive GmbH, T\u00dcV NORD Mobilit\u00e4t GmbH &amp; Co. KG, Berliner Verkehrsbetriebe, T-Systems International GmbH.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/?s=autonom\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Weitere Artikel zum Thema autonomes Fahren finden Sie hier.<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Expertenmeinung wird die Mobilit\u00e4t der Zukunft von K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) und Digitalisierung gepr\u00e4gt sein. Der Verkehr wird durch autonomes Fahren sowohl effizienter, sicherer und umweltfreundlicher als auch kosteng\u00fcnstiger. 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