{"id":277898,"date":"2021-03-09T17:00:23","date_gmt":"2021-03-09T16:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/innovationorigins.com\/?p=277898"},"modified":"2021-03-09T17:00:23","modified_gmt":"2021-03-09T16:00:23","slug":"277898","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/277898\/","title":{"rendered":"Karlsruhe als Vorreiter &#8211; G\u00fctertransport in Stra\u00dfen- und Stadtbahnwagen"},"content":{"rendered":"\n<p>Die beste L\u00f6sung, die Klimabilanz des G\u00fcterverkehrs zu verbessern ist, ihn mehr auf die Schiene zu verlagern. Momentan bewegt sich dieser &#8220;kombinierte Verkehr&#8221; auf der Schiene aber haupts\u00e4chlich nur zwischen den gro\u00dfen G\u00fcterterminals oder von und zu den Seeh\u00e4fen. In St\u00e4dten und im Umland ist Schieneng\u00fcterverkehr bisher eher zweit- oder drittrangig. <\/p>\n\n\n\n<p>Um f\u00fcr die Zukunft bessere L\u00f6sungen zu finden, startete deshalb am 1. M\u00e4rz 2021 das auf drei Jahre angelegte Projekt LogIKTram. Als elementares Teilprojekt der Gesamtinitiative regioKArgo wollen Forscher hierf\u00fcr neue Formen des Verkehrstr\u00e4ger-\u00fcbergreifenden Warenladungs- und Lieferverkehrs erforschen und umsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen von regioKArgo soll mehr Verkehr von der Stra\u00dfe auf die Schiene verlagert und au\u00dferdem die letzte Meile der Belieferung emissionsfrei gestaltet werden. &#8220;Die vorhandene Infrastruktur des &#8216;Karlsruher Modells\u2018 bietet optimale Voraussetzungen, um neue Formen des G\u00fctertransports zu entwickeln und in der Praxis zu erproben\u201c, sagt Ascan Egerer, technischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der <a href=\"https:\/\/www.avg.info\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG)<\/a>. Dieses &#8220;Karlsruher Modell&#8221; kombiniert Stra\u00dfenbahnstrecken in der Stadt und Eisenbahnstrecken im Umland bereits seit fast 30 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Forscher wollen im Rahmen von LogIKTram nun einen Schritt weitergehen und ein Logistikkonzept und eine Informations- und Kommunikationstechnik (IKT)-Plattform f\u00fcr einen k\u00fcnftigen G\u00fctertransport in Stra\u00dfenbahn- und Stadtbahnwagen entwickeln. Dabei w\u00fcrden die bestehende Stra\u00dfenbahn- und Eisenbahninfrastruktur genutzt, erkl\u00e4rt Dr. Michael Frey, stellvertretender Institutsleiter am Institut f\u00fcr Fahrzeugsystemtechnik (FAST), Institutsteil Fahrzeugtechnik, des <a href=\"https:\/\/www.fast.kit.edu\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">KIT<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ziel: Realbetrieb auch in der Region<\/h3>\n\n\n\n<p>LogIKTram hat sich dabei verschiedene Ziele gesetzt. So wird ein technisches Konzept f\u00fcr eine &#8220;G\u00fctertram\u201c auf Basis einer Zweisystem-Stadtbahn nach dem &#8220;Karlsruher Modell&#8221; entwickelt, f\u00fcr das die AVG ein \u00e4lteres Fahrzeug zur Verf\u00fcgung stellt. Dieses wird speziell f\u00fcr die Anforderungen des Transports von G\u00fctern angepasst und soll als erstes Demonstrationsobjekt getestet werden. <\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Ein weiteres Teilprojekt namens regioKArgoTramTrain soll es darauf aufbauend erm\u00f6glichen, die neue Bahn nicht nur testweise auf dem Betriebshof, sondern im Realbetrieb auch in der Region einzusetzen&#8221;, so Egerer. &#8220;Wir haben uns dazu um eine F\u00f6rderung beim Landeswettbewerb RegioWIN beworben.\u201c Vor einem Realbetrieb seien &#8220;weitere Aufgabenstellungen in den Themenfeldern verkehrliches Konzept, Bahnbetrieb, Gestaltung der Umschlagvorg\u00e4nge und rechtliche Grundlagen zu bearbeiten&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit die Tram aber nicht nur G\u00fcter sondern auch Personen bef\u00f6rdern kann, muss der Innenraum variabel gestaltet werden k\u00f6nnen. Au\u00dferdem sollen die Transportbeh\u00e4lter automatisiert ein- und entladen sowie \u00fcber Vorrichtungen wie Haken und Riegel gesichert werden. Um die Transportbeh\u00e4lter zentimetergenau zu bewegen und die normalen Fahrgastwechselzeiten im Personenverkehr einzuhalten, sei eine pr\u00e4zise Positionierung der Bahnen an den Stationen wichtig, betont Fey. Denn, &#8220;die bestehenden Fahrpl\u00e4ne sollen beibehalten werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Simulation von Personen- und G\u00fctertransport in der Region<\/h3>\n\n\n\n<p>Wissenschaftler des IfV des KIT untersuchen die Auswirkungen des Konzepts auf den Stra\u00dfen- und Schienenverkehr. dazu bauen sie auf Basis des am IfV entwickelten Verkehrsnachfragemodells mobiTopp eine Simulationsumgebung f\u00fcr den Personen- und G\u00fctertransport in der Modellregion Karlsruhe auf. Auf dieser Grundlage untersuchen sie dann verschiedene Betriebsszenarien der LogIKTram und deren verkehrliche Wirkungen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Ziel des Projekts ist, die Schienenverkehrskapazit\u00e4t zeitabh\u00e4ngig sinnvoll auszusch\u00f6pfen. Dabei ist es wichtig, die Anforderungen sowohl des Personenverkehrs als auch des G\u00fcterverkehrs zu ber\u00fccksichtigen und beide zu kombinieren&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. Martin Kagerbauer, Mitglied der Institutsleitung am IfV. &#8220;Mit dem im Projekt zu erstellenden kombinierten Personen- und G\u00fcterverkehrsmodell wird es erstmals m\u00f6glich, Szenarien zu bewerten, die die Auslastungen der Schienenfahrzeuge mit Personen- und G\u00fcterverkehr optimieren, um nachhaltige, umweltfreundliche und den Stra\u00dfenverkehr entlastende Konzepte zu entwickeln.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">F\u00f6rderung vom Bund<\/h3>\n\n\n\n<p>Beteiligt am Projekt sind die <a href=\"https:\/\/www.avg.info\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG)<\/a> als Federf\u00fchrerin, das <a href=\"https:\/\/www.fast.kit.edu\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT)<\/a>, die <a href=\"https:\/\/www.hs-offenburg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hochschule Offenburg<\/a>, das <a href=\"https:\/\/www.fzi.de\/startseite\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">FZI Forschungszentrum Informatik<\/a> sowie die Unternehmen <a href=\"http:\/\/www.marlo.no\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">MARLO Consultants<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.simplan.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">SimPlan<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.initse.com\/dede\/home\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">INIT<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.thalesgroup.com\/de\/europe\/deutschland\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Thales Deutschland<\/a>. Die <a href=\"https:\/\/db-engineering-consulting.com\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DB Engineering &amp; Consulting<\/a> ist mit Experten aus Karlsruhe und Berlin zum Thema Logistik und Betreiberkonzepte sowie bei der Konzeption des G\u00fctertramsystems mit ihrer Bahntechnik- und Logistikkompetenz vertreten. Als assoziierte Partner sind verschiedene Logistikunternehmen sowie die <a href=\"https:\/\/www.e-mobilbw.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">e-mobil BW<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.e-mobilbw.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Landesagentur f\u00fcr neue Mobilit\u00e4tsl\u00f6sungen und Automotive Baden-W\u00fcrttemberg <\/a>eingebunden. Gef\u00f6rdert wird das Projekt vom <a href=\"https:\/\/www.bmwi.de\/Navigation\/DE\/Home\/home.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi)<\/a> eine F\u00f6rderung von insgesamt rund 2,75 Millionen Euro.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auch interessant:<\/strong><br><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/neues-konzept-fuer-guetertransport\/\">Fitness in der Fahrerkabine \u2013 neues Konzept f\u00fcr den G\u00fctertransport<\/a><br><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/erster-automatisierter-lkw-konvoi-auf-oeffentlicher-strasse\/\">Erster automatisierter Lkw-Konvoi auf \u00f6ffentlicher Stra\u00dfe<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die beste L\u00f6sung, die Klimabilanz des G\u00fcterverkehrs zu verbessern ist, ihn mehr auf die Schiene zu verlagern. 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