{"id":254999,"date":"2020-11-04T17:00:49","date_gmt":"2020-11-04T16:00:49","guid":{"rendered":"http:\/\/innovationorigins.com\/?p=254999"},"modified":"2020-11-04T17:00:49","modified_gmt":"2020-11-04T16:00:49","slug":"eine-app-als-schweizer-taschenmesser-fur-kunftige-multimodale-mobilitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/eine-app-als-schweizer-taschenmesser-fur-kunftige-multimodale-mobilitat\/","title":{"rendered":"Eine App als \u201eSchweizer Taschenmesser\u201c f\u00fcr k\u00fcnftige multimodale Mobilit\u00e4t?"},"content":{"rendered":"\n<p>Noch kann niemand mit Bestimmtheit sagen, wie unsere Mobilit\u00e4t in Zukunft aussehen wird. Es zeigen sich aber Tendenzen, dass die Vielfalt an Formen und Angeboten gr\u00f6\u00dfer wird. Egal, welche Antriebsformen sich durchsetzen werden, auf alle F\u00e4lle wird digitale Technik eine gro\u00dfe Rolle spielen. Das Projekt \u201e<a href=\"https:\/\/fit.uni-tuebingen.de\/Activity\/Details?id=7914\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Multimodal Mobility T\u00fcbingen 2025 (MOMENT<\/a>)\u201c erforscht, \u201ewie eine sogenannte multimodale App zum Schl\u00fcssel f\u00fcr vernetzte Mobilit\u00e4tsnutzung werden und den Weg zu weniger Individualverkehr \u00f6ffnen kann\u201c.<br><br>Das Projekt ist eine Zusammenarbeit der Arbeitsgruppe Stadt- und Regionalentwicklung des Fachbereichs Geowissenschaften\/Forschungsbereichs Geografie der <a href=\"https:\/\/uni-tuebingen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Universit\u00e4t T\u00fcbingen<\/a> und der <a href=\"https:\/\/www.tuebingen.de\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Stadtverwaltung<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.swtue.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Stadtwerke T\u00fcbingen<\/a> als Auftraggeber. Die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Erhebung in den Monaten Februar und M\u00e4rz 2020 liegen nun vor. Befragt wurden 325 Personen, deren vollst\u00e4ndige Frageb\u00f6gen in die Auswertung kamen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Einfache, flexible und zuverl\u00e4ssige Mobilit\u00e4t<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse zeigten, dass eine multimodale App Ver\u00e4nderungsprozesse im Mobilit\u00e4tsverhalten ansto\u00dfen k\u00f6nnte. 84 Prozent der Befragten sehen die Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel und Mobilit\u00e4tsangebote als positiv. Gleichzeitig w\u00fcnschen sie sich, dass die Infrastrukturen und der Mobilit\u00e4tsangebote ausgebaut werden. In erster Linie bei Bussen (75,5 Prozent) und bei Sharing-Angeboten. 62,7 Prozent bei Carsharing, 57,3 Prozent bei E-Autos, 55,2 Prozent bei Leihr\u00e4dern. Au\u00dferdem w\u00fcnschen sich 47,1 Prozent der Befragten mehr E-Roller, 35,4 Prozent mehr E-Kick-Scooter.<br><br>Au\u00dferdem zeigten die Ergebnisse, dass es weniger auf das Verkehrsmittel ankommen wird, sondern vielmehr darauf, dass man p\u00fcnktlich, zuverl\u00e4ssig, flexibel und komfortabel von A nach B kommt. Egal, mit welchem Fahrzeug. \u201eUm die f\u00fcr den Klimaschutz essenziellen Fortschritte im Mobilit\u00e4ts- und Verkehrssektor zu erzielen und CO2-Emissionen zu senken, soll der Individualverkehr verringert werden\u201c, stellen die Forscher fest. Und: Weniger Individualverkehr in den Innenst\u00e4dten bei uneingeschr\u00e4nkten und optimal austarierten Mobilit\u00e4tsoptionen, k\u00f6nnte zuk\u00fcnftig urbane R\u00e4ume mit hoher Lebensqualit\u00e4t auszeichnen.\u00a0<br><br>\u201eM\u00f6glichst alle H\u00fcrden f\u00fcr eine uneingeschr\u00e4nkte, plattform- und angebots\u00fcbergreifende, flexible Mobilit\u00e4t m\u00fcssen fallen. Die kombinierte Nutzung von Mobilit\u00e4tsangeboten und \u00d6PNV m\u00fcssen vor allem in den St\u00e4dten eindeutige Vorteile gegen\u00fcber dem Individualverkehr haben\u201c, erkl\u00e4rt Ortwin Wiebecke, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Stadtwerke T\u00fcbingen. \u201eDann besteht eine gr\u00f6\u00dfere Chance, dass die Menschen sich \u00fcberzeugen lassen, anstatt auf das eigene Auto den multimodalen Mobilit\u00e4tsangeboten zu vertrauend sie dauerhaft zu nutzen.\u201c\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>App muss einfach zu bedienen sein<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Andererseits zeigte sich bei der Umfrage auch, dass f\u00fcr dieses Ziel noch viel \u00dcberzeugungsarbeit n\u00f6tig ist. Nur 34 Prozent der Befragten w\u00e4ren momentan bereit, mit Hilfe einer gut funktionierenden multimodalen App auf das eigene Auto zu verzichten. G\u00e4be es in der App auch eine M\u00f6glichkeit, Verkehrsmittel oder Mobilit\u00e4tsangebote direkt zu buchen, w\u00e4ren 41 Prozent dazu bereit. 39 Prozent w\u00fcrden keinesfalls auf ein eigenes Auto verzichten.<br><br>\u201eEine App muss einfach zu bedienen sein\u201c, sagt Prof. Dr. Dr. Olaf K\u00fchne, Projektleiter der Arbeitsgruppe an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen. \u201eUm auf dem Markt konkurrenzf\u00e4hig zu sein muss sie zudem in der Ermittlung von Echtzeit, Preisen und der genauen Zielangabe mindestens eine vergleichbare Leistung zu bereits vorhandenen Mobilit\u00e4tsapps aufweisen.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Digitale Vernetzung als Chance zuk\u00fcnftiger Mobilit\u00e4t<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Bereits heute haben so gut wie alle Mobilit\u00e4tsanbieter mindestens eine digitale Plattform. Mehrere haben eigene Apps, die jedoch nicht miteinanderverkn\u00fcpft sind. Will also jemand mehrere verschiedene Verkehrsmittel und Angebote flexibel im Wechsel nutzen, wird es kompliziert. \u201eDie Aussicht, nicht mehr verschiedene Anbieter-Apps mit jeweils eigenen Logins, Bedienkonzepten und Zahlungssystemen verwenden zu m\u00fcssen, verbessert die Bereitschaft f\u00fcr die kombinierte Nutzung verschiedener Mobilit\u00e4tsangebote\u201c, sagen die Wissenschaftler. Demnach sollte eine multimodale App verschiedene Dinge erm\u00f6glichen: eine genaue Navigation bis zum Ziel (93 Prozent), die (Gesamt-)Preisermittlung (93 Prozent), Ausk\u00fcnfte und Aktualisierungen in Echtzeit (92 Prozent) und eine In-App-Bezahlung (81 Prozent). Die M\u00f6glichkeit, ein Kombi-Ticket buchen zu k\u00f6nnen, w\u00fcrden 85 Prozent der Befragten begr\u00fc\u00dfen, 72 Prozent m\u00f6chten direkt \u00fcber die App bezahlen k\u00f6nnen. \u00a0<br><br>Eine multimodale App sollte idealweise \u201ewie ein Schweizer Taschenmesser\u201c alle verf\u00fcgbaren Mobilit\u00e4tsangebote in T\u00fcbingen und der Region b\u00fcndeln und mit nur einer App nahtlos zug\u00e4nglich machen. Nun wollen die Projektpartner bis mindestens M\u00e4rz 2021 an einer entsprechenden App arbeiten: Wie sie aussehen k\u00f6nnte, was sie leisten muss und wo die Chancen und Grenzen liegen.<br><br>Das Projekt wird durch das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Richtlinie zur F\u00f6rderung von Projekten zum Thema \u201eMobilit\u00e4tsWerkStadt 2025 zur F\u00f6rderung systemischer, transdisziplin\u00e4rer und umsetzungsorientierter Mobilit\u00e4tsforschung\u201c gef\u00f6rdert. Im Fr\u00fchjahr 2021 entscheidet sich, ob das Projekt in einer n\u00e4chsten Projektphase weitergef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch kann niemand mit Bestimmtheit sagen, wie unsere Mobilit\u00e4t in Zukunft aussehen wird. Es zeigen sich aber Tendenzen, dass die Vielfalt an Formen und Angeboten gr\u00f6\u00dfer wird. Egal, welche Antriebsformen sich durchsetzen werden, auf alle F\u00e4lle wird digitale Technik eine gro\u00dfe Rolle spielen. 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