{"id":254779,"date":"2020-11-04T09:00:00","date_gmt":"2020-11-04T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/innovationorigins.com\/?p=254779"},"modified":"2020-11-04T09:00:00","modified_gmt":"2020-11-04T08:00:00","slug":"umweltschaden-im-wald-mit-drohnen-und-sensoren-erkennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/umweltschaden-im-wald-mit-drohnen-und-sensoren-erkennen\/","title":{"rendered":"Umweltsch\u00e4den im Wald mit Drohnen und Sensoren erkennen"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Wald ist der Umwelt schutzlos ausgeliefert. Klimawandel, Luftverschmutzung, Insektenplage oder Wildverbiss, viele Faktoren l\u00f6sen an den B\u00e4umen Sch\u00e4den aus. Es gibt bereits heute Sensoren in W\u00e4ldern um Temperaturen, Luftqualit\u00e4t oder Feuchtigkeitsgehalt der St\u00e4mme zu messen. Au\u00dferdem l\u00e4sst sich mit diesen Sensoren auch das Verhalten von Waldtieren verfolgen, es k\u00f6nnen Waldbr\u00e4nde und Schadinsektenbefall erkannt werden, ebenso wie der Einfluss menschlicher Aktivit\u00e4ten auf den Wald. Derartige Sensoren an den B\u00e4umen anzubringen, ist allerdings sowohl aufw\u00e4ndig als auch riskant.<br><br>Forscher des<a href=\"https:\/\/www.imperial.ac.uk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Imperial College London<\/a> und der <a href=\"https:\/\/www.empa.ch\/web\/empa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Empa<\/a> haben nun Drohnen entwickelt, die diese Aufgabe erledigen. Sie k\u00f6nnen Sensoren pr\u00e4zise und auch in gro\u00dfer H\u00f6he an B\u00e4umen befestigen. \u201eDie Flugroboter k\u00f6nnen mit Sensoren best\u00fcckte Pfeile selbst bei dichtem Waldbestand platzieren\u201c, sagt Mirko Kovac, Leiter des Aerial Robotics Laboratory am Imperial College und des Materials and Technology Center of Robotics an der Empa in D\u00fcbendorf. Falls die Flugbahn f\u00fcr den Pfeil ungeeignet ist, k\u00f6nnten die Drohnen \u2013 wie ein Greifvogel \u2013 an St\u00e4mmen und \u00c4sten Halt finden und die Sensoren direkt anbringen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Smarte Materialien<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Mithilfe der Drohnen wollen die Wissenschaftler ein Netzwerk aus Sensoren aufbauen, um das empfindliche \u00d6kosystem Wald besser beobachten zu k\u00f6nnen. \u201eEinen besonderen Vorteil bieten die Drohnen, wenn es um schwer zug\u00e4ngliche Regionen, etwa das Amazonasgebiet, geht\u201c, betont der Forscher. \u201eMit Hilfe der Drohnen lassen sich gro\u00dfe Mengen sehr pr\u00e4ziser Daten von Umweltsch\u00e4den im Wald gewinnen. Ich sehe die Drohnen als k\u00fcnstliche Waldbewohner, die den Lebensraum kontrollieren, damit wir ihn auf Basis der gewonnenen Daten besser sch\u00fctzen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Unmanned Aerial Sensor Placement for Cluttered Environments (IEEE RAL 2020)\" width=\"1290\" height=\"726\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/duPRXCyo6cY?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Dazu sind die Drohnen mit einer Kamera und einer Startvorrichtung f\u00fcr die Sensorpfeile ausgestattet. Dank Shape-Memory-Metallen \u2013 \u201eintelligente\u201c Materialien, die auf Hitze reagieren und nach einer Verformung in ihre Ausgangsstruktur zur\u00fcckfinden \u2013 lie\u00dfe sich das Absetzen der Pfeile pr\u00e4zise steuern, erkl\u00e4ren die Wissenschaftler. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnten die Drohnen als mobile Sensoren eingesetzt werden, und selbst Daten sammeln, wenn sie sich auf \u00c4sten niederlassen. Die Wissenschaftler haben die F\u00e4higkeiten der Drohnen bei Flugexperimenten in der Indoor-Flugarena im NEST experimental robot testing space der Empa in D\u00fcbendorf\u00a0und dem Testgel\u00e4nde am Imperial bereits getestet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ziel: Autonome Drohnen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Noch werden die Drohnen von den Forschern gesteuert. Sie w\u00e4hlen \u00fcber das Kamerabild die geeigneten B\u00e4ume als Ziel aus und schie\u00dfen dann die Pfeile ab. K\u00fcnftig sollen die Flugroboter aber lernen, ihre Arbeit autonom auszuf\u00fchren. So k\u00f6nnten sie auch an den abgelegensten Orten der Welt, wie im Regenwald, eingesetzt werden. Bis es soweit ist, und derartige Eins\u00e4tze in der Natur stattfinden k\u00f6nnen, m\u00fcsse jedoch \u201edie Verkn\u00fcpfung von menschlicher Kontrolle und autonomer Roboterarbeit solide ausbalanciert sein, damit die Drohnen auch mit den Unw\u00e4gbarkeiten einer lebenden Umwelt zurechtk\u00e4men\u201c, so die Forscher.<br><br>Unterst\u00fctzung bekommen die Forscherbei ihrer Arbeit vom Engineering and Physical Sciences Research Council (EPSRC), Offshore Robotics for Certification of Assets Hub (ORCA), EU&#8217;s Horizon 2020 und der britischen Akademie der Wissenschaften The Royal Society.<br><br><strong><em>Titelbild<\/em><\/strong><em>: <\/em><em>Die Flugroboter k\u00f6nnen mit Sensoren best\u00fcckte Pfeile selbst bei dichtem Waldbestand platzieren. <\/em><em>\u00a9 Imperial College London<\/em><em><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wald ist der Umwelt schutzlos ausgeliefert. 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