{"id":243238,"date":"2020-10-05T11:00:00","date_gmt":"2020-10-05T09:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/innovationorigins.com\/?p=243238"},"modified":"2020-10-05T11:00:00","modified_gmt":"2020-10-05T09:00:00","slug":"neues-bausystem-soll-das-leben-der-slumbewohner-in-nairobi-verbessern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/neues-bausystem-soll-das-leben-der-slumbewohner-in-nairobi-verbessern\/","title":{"rendered":"Neues Bausystem soll das Leben der Slumbewohner in Nairobi verbessern"},"content":{"rendered":"\n<p>Der deutsche Architekt Oliver von Malm entwickelte ein Bausystem das die Bewohner des nairobischen Slums Kibera zum lego-artigen Auf- und Abbau ihrer H\u00e4user bef\u00e4higt.  <\/p>\n\n\n\n<p>Bis zu 50 Grad Hitze in den Innenr\u00e4umen und mangelhafte hygienische Verh\u00e4ltnisse \u2013 das ist die Architektur, die Oliver von Malm im Slum Kibera in Nairobi kennenlernte. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kibera\" target=\"_blank\" aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\">Kibera<\/a> ist einer der gr\u00f6\u00dften Slums weltweit. Gesch\u00e4tzt 500.000 bis 1 Million Menschen leben hier auf engem Raum &#8211; ohne Kanalisation und flie\u00dfendes Wasser. Von Malm war noch Architekturstudent, als er in Kibera 2011 zwei ehrenamtliche Lehrer kennenlernte, die in einem fensterlosen Geb\u00e4ude achtzig Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen unterrichteten. Dieses Engagement beeindruckte ihn und er beschloss zu helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck an der <em><a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/index.html.de\" target=\"_blank\">Universit\u00e4t Innsbruck<\/a><\/em>, sammelte er Schulmaterial und startete <em>Spendenveranstaltungen f\u00fcr einen guten Zweck<\/em>. In einem <em><a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.ted.com\/talks\/oliver_von_malm_improving_life_in_slums_from_the_inside\" target=\"_blank\">Tedx Talk<\/a><\/em> sagt er sp\u00e4ter: \u201eZu der Zeit kannte ich nur Studenten und das einzige wof\u00fcr sie Geld ausgaben, war Bier\u201c. Mit den Erl\u00f6sen unterst\u00fctzte er die <em><a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.globalonefoundation.org\/\" target=\"_blank\">Global One Primary School<\/a> und das Oloo&#8217;s Children Centre <\/em>in Kibera. Im Lauf der Zeit entwickelte sich aus den Spendenveranstaltunge<em>n<\/em> der gemeinn\u00fctzige Verein <em><a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.startsomewhere.eu\/\" target=\"_blank\">Start Somewhere<\/a><\/em>, der das Leben von Sch\u00fclern und Lehrern wesentlich verbessert hat. Mit den Spendengeldern werden t\u00e4glich zwei Mahlzeiten in der Schule, medizinische Versorgung und die Ausstattung der Schulen finanziert. Nebeneffekt des Engagements: Innerhalb von zehn Jahren wurden aus achtzig Sch\u00fclern 800!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large advgb-dyn-4fb9a826\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/03_food-programme-of-Global-One-Kibera-School-1004x565.jpg\" alt=\"Bausystem, Slum, soziale Architektur, gemeinn\u00fctzig, Kibera, Oliver von Malm,\" class=\"wp-image-243267\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00dcber den gemeinn\u00fctzigen Verein Start Somewhere erhalten die Schulkinder zwei Mahlzeiten t\u00e4glich. (c) Start Somewhere<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Traditionelles Bausystem<\/h3>\n\n\n\n<p>2015 baten ihn die Schulgr\u00fcnder ein neues Schulgeb\u00e4ude zu entwerfen. Von Malm freute sich, endlich auch sein professionelles Wissen einbringen zu k\u00f6nnen. Das traditionelle Bausystem in den Slums ist \u201eaus klimatischer Sicht eine Katastrophe\u201c, wie er anmerkt. Die H\u00fctten geben teilweise bis zu 50 Grad W\u00e4rme ab. Innen wird auf offenem Feuer gekocht und es passiert \u00f6fters, dass ein Herd umf\u00e4llt. Das entstehende Feuer breitet sich durch die Holzbauweise schnell im Slum aus. Deshalb weitete der Architekt die Aufgabenstellung aus und wollte ein Bausystem schaffen, das allen Slumbewohnern n\u00fctzlich sein w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>In Kibera gibt es zwei traditionelle Bauweisen: Eine basiert auf einem Holzger\u00fcst, nasser Erde und einem Dach aus Wellblech. Die nasse Erde wird auf das Holzger\u00fcst aufgeklatscht und wer es sich leisten kann, bringt noch eine Putzschicht an. Das verhindert, dass die Erde nicht durch die Regenf\u00e4lle abgetragen wird. In der zweiten Bauweise wird das ganze Holzger\u00fcst mit Wellblech ummantelt. Wellblech ist eines der billigsten Baumaterialien. Aber es isoliert schlecht, ist nach zwei Jahren durchgerostet und muss dann erneuert werden, erkl\u00e4rt der Architekt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large advgb-dyn-4ebbdf26\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/08_current-way-of-building-in-Kibera-1004x565.jpg\" alt=\"Bausystem, Slum, soziale Architektur, gemeinn\u00fctzig, \" class=\"wp-image-243259\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die traditionelle Bauweise in Kibera (c) Start Somewhere<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">G\u00fcnstiger und hochwertiger<\/h3>\n\n\n\n<p>Von Malm widmete dem Projekt seine Masterarbeit. Forschungsziel war es, ein Bausystem zu entwickeln, das g\u00fcnstigeres und doch hochwertigeres Bauen erm\u00f6glicht; eine Technologie, die gemeinsam mit den Slumbewohnern \u2013 und mit den Materialien vor Ort \u2013 umgesetzt werden kann. So wollte er ihnen erm\u00f6glichen, Das Leben im Slum von innen heraus zu verbessern \u2013 unabh\u00e4ngig von den Industrienationen. Zur Finanzierung des Projekts startete er die Fundraising-Kampagne \u201aLet\u2019s start somewhere\u2019 und konnte so die <em><a href=\"https:\/\/www.peri.com\/de\" target=\"_blank\" aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\">PERI GmbH<\/a><\/em> als Technologiepartner gewinnen. Das deutsche Unternehmen ist eines der weltweit f\u00fchrenden im Bereich Schalungs- und Ger\u00fcsttechnik.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie Lego<\/h3>\n\n\n\n<p>2019 pr\u00e4sentierte er \u201edas erste m\u00f6rtellose Bausystem aus Betonhohlsteinen, das darauf ausgelegt ist, H\u00e4user in gro\u00dfer Zahl zu erm\u00f6glichen,\u201c so von Malm. Die Bauelemente k\u00f6nnen im Stecksystem von Hand auf- und wieder abgebaut werden \u2013 wie Lego. Das ist insofern von Vorteil, als die Bewohner von Slums zwar ihre H\u00e4user, aber nicht den Grund, besitzen. Slums sind informelle Siedlungen. Wenn der Grund umgewidmet wird, zum Beispiel in Stra\u00dfenbaufl\u00e4che, m\u00fcssen die Bewohner den Grund \u2013 und ihre H\u00e4user &#8211; verlassen. Durch das neue Bausystem k\u00f6nnten sie ihre H\u00e4user einfach mitnehmen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nat\u00fcrliche Klimaanlage<\/h3>\n\n\n\n<p>Die W\u00e4nde der Hohlbausteine messen nur zwei bis vier Zentimeter und der Hohlraum wird mit Erde gef\u00fcllt. Dadurch kann Beton gespart werden. Gleichzeitig wird das Geb\u00e4ude winddicht. Die Erde f\u00fcllt alle Fugen, durch die der Wind eindringen k\u00f6nnte. Ankn\u00fcpfend an die traditionelle Bauweise, dient die Erde auch als nat\u00fcrliche Klimaanlage. \u201eDas ist eine jahrtausendealte Idee\u201c, sagt von Malm. Je schwerer die Wand ist, desto l\u00e4nger braucht sie, um sich zu erw\u00e4rmen. In einer Klimazone mit hohem Tag-\/Nacht-Temperaturgef\u00e4lle ist das sinnvoll. In Nairobi steigt das Thermometer tags\u00fcber auf \u00fcber 30 Grad und nachts k\u00fchlt es auf 15 Grad ab.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large advgb-dyn-7f7439ff\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/19_Start-Somewhere-blocks-in-Kibera-workshop_03-1-1004x564.jpg\" alt=\"Bausystem, Slum, soziale Architektur, gemeinn\u00fctzig\" class=\"wp-image-243261\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Stecksystem der Betonhohlsteine (c) Start Somewhere<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Flexibler Grundriss<\/h3>\n\n\n\n<p>Neuartig am Stecksystem ist, dass es erstmals einen Grundriss mit stufenlosen Winkeln erm\u00f6glicht. Es basiert auf einem Standardstein, dessen Stecksystem mit der \u00c4nderung der Legerichtung flexibel wird. Werden die Steine in die stets gleiche Richtung geschichtet, entsteht eine stabile Mauer. Wird die Legerichtung hingegen Lage f\u00fcr Lage abwechselnd um 180 Grad gedreht, entsteht eine Mauer, die stufenlos anwinkelbar ist. Die Grundst\u00fccke in den dicht besiedelten Slums sind meist ungerade. Durch das Stecksystem kann der Grundriss flexibel geplant werden und die Grundst\u00fccke optimal ausgenutzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier finden Sie ein <a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/vimeo.com\/392903576#at=2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">e<\/a><em><a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/vimeo.com\/392903576#at=2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">rkl\u00e4rendes Video<\/a> zum Bausystem.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Dach besteht derzeit noch aus konventionellem Wellblech &#8211; aus Kostengr\u00fcnden. Wobei Trapezblech verwendet wird, das nicht rostet. Damit es die Sonnenstrahlen reflektiert, erh\u00e4lt es einen hellen Anstrich. Als zus\u00e4tzlicher Hitzeschutz wurde eine Gipskartondecke eingezogen; laut von Malm ergibt diese eine gef\u00fchlte K\u00fchlung von 10 bis 15 Prozent. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Durch dieses Bausystem k\u00f6nnte ein Einfamilienhaus schon um 1000 bis 2000 Euro verf\u00fcgbar werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large advgb-dyn-0eab3e36\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/07_vision-of-better-housing-in-Kibera-slum-1004x564.jpg\" alt=\"Bausystem, Slum, soziale Archtiktur, gemeinn\u00fctzig, Kibera, Oliver von Malm\" class=\"wp-image-243263\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Oliver von Malms Vision besserer Geb\u00e4ude im Slum von Kibera (c) Start Somewhere <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erdbebensicher?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/h3>\n\n\n\n<p>Inwiefern das Bausystem erdbebensicher ist, muss noch getestet werden. Erdbebensimulationen im Labor seien aufw\u00e4ndig und teuer und es brauche dazu noch Spendengelder, so von Malm. Zun\u00e4chst geht er aber davon aus, dass sein m\u00f6rtelloses Bausystem einer komplett verm\u00f6rtelten steifen Wand \u00fcberlegen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cDie aufeinandergelegten Bausteine haben einen kleinen Spielraum und k\u00f6nnen zwei bis drei Millimeter nach rechts und links verschoben werden. Ein Erdbeben ist eine horizontale Kraft und wir sch\u00e4tzen, dass diese Verschiebbarkeit von Vorteil ist.\u201c Dennoch gibt es Baunormen, die f\u00fcr die Erdbebenzone Geb\u00e4udeaussteifungen vorschreibt. Bis der Beweis erbracht ist, werden diese durch Ausbetonieren einzelner Hohlkammern und eines Ringbalkens mit Stahlbeton erzielt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Prototyp<\/h3>\n\n\n\n<p>Im August 2019 wurde schlie\u00dflich die Betonhohlstein-Manufaktur in Kibera errichtet und ein Team eingeschult. Mittlerweile hat die Manufaktur eine Kapazit\u00e4t von 75 Steinen am Tag. Im November 2019 war von Malm dort, um die erste Testwand vor dem Bau des Schulgeb\u00e4udes zu errichten \u2013 ein 350 Meter langes Geb\u00e4ude mit zwei St\u00f6cken und zw\u00f6lf Klassenzimmern. Als Reisen durch den Shutdown nicht mehr m\u00f6glich war, koordinierte er den weiteren Bauverlauf mit einer Ikea-\u00e4hnlichen Bauanleitung \u00fcber <em>WhatsApp<\/em> und Video Call. \u201eIch musste nie ein Ma\u00df \u00fcberpr\u00fcfen. Die 50 Zentimeter langen Steine sind meine Ma\u00dfeinheit und ich musste sie einfach nur abz\u00e4hlen. Das ist fast wie 3D-Druck,\u201c erkl\u00e4rt er. Inzwischen sind die letzten Bausteine f\u00fcr das Schulgeb\u00e4ude verbaut und auch das Dach konnte noch im September 2020 fertiggestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large advgb-dyn-a98a9ee7\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/School_Construction_Birds-Eye_02-1004x564.png\" alt=\"Bausystem, Slums, soziale Architektur, gemeinn\u00fctzig, Kibera\" class=\"wp-image-243260\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Konstruktion des Schulgeb\u00e4udes in Kibera (c) Start Somewhere<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Industrie vor Ort<\/h3>\n\n\n\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt geht es darum, eine Industrie vor Ort zu schaffen. Dazu m\u00fcssen neue Kunden gewonnen werden. Gemeinn\u00fctzige Organisationen haben die Bausteine schon genutzt. Von Malm: \u201cSie sind von unserem Bausystem angetan, weil man vier bis f\u00fcnfmal schneller bauen kann, als konventionell. Au\u00dferdem m\u00f6gen sie die geschwungene Architektur, die \u00e4sthetisch ansprechend ist. Das gab es bislang noch nicht und das macht etwas mit den Menschen.\u201c Weitere NGOs haben bereits angefragt und auch Angeh\u00f6rige der Mittelklasse zeigen Interesse. F\u00fcr von Malm ein wichtiges Signal, weil es kein Haus zweiter Klasse sein soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Betonhaus ist bei den Bewohnern von Kibera ein Statussymbol. Viele w\u00fcnschen sich, eines Tages darin wohnen zu k\u00f6nnen. Derzeit sei allerdings noch fraglich, ob sie sich das Haus wirklich leisten k\u00f6nnen, oder ob es subventioniert werden muss, so von Malm. Durch den geringen Betonverbrauch konnte er die Kosten zwar unter dem Niveau der traditionellen Bauweise halten \u2013 allerdings nur kumuliert auf einen Zeitraum von zehn Jahren. \u201eEs k\u00f6nnte sein, dass die Anfangsinvestition nicht aufgebracht werden kann und das langfristige Denken nicht gegeben ist. Im Slum lebt man von einem Tag auf den anderen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large advgb-dyn-f040c9f5\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/School_Construction_walls_03-1004x590.png\" alt=\"Bausystem, Slum, soziale Architektur, gemeinn\u00fctzig, Kibera,\" class=\"wp-image-243262\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Schulbau in Kibera (c) Start Somewhere<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Potenzial zur Optimierung<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit diesen Fragestellungen besch\u00e4ftigt er sich derzeit in seiner Dissertation, die mit dem <em>DOC-Stipendium<\/em> der <a href=\"https:\/\/www.oeaw.ac.at\/\" target=\"_blank\" aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>\u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften<\/em> <\/a>(\u00d6AW) gef\u00f6rdert wird. \u201eDer technologische Aspekt funktioniert, aber der Baustein muss auch konkurrenzf\u00e4hig mit anderen Produkten am Markt sein. Dazu kommt der psychologische Effekt: sind die Menschen in Kibera gewillt, ihr Haus ab- und andernorts wieder aufzubauen, wenn der Bulldozer kommt? An diesen drei Schrauben m\u00fcssen wir drehen und es gibt noch viel Potenzial zur Optimierung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Handlungsbedarf besteht auch noch bei der Software zur Planung von Architektur und Kosten. Aktuell noch eine Tablet-Version, soll diese bald zur Smartphone-App werden. Dann k\u00f6nnen Hausbauer ihren Grundriss via Touchscreen an die Grundfl\u00e4che anpassen und gleichzeitig eine automatisierte Kostenberechnung erhalten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large advgb-dyn-4f69f34c\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/dfhhedmooidgpphl.png\" alt=\"Slums, Architektur, Nairobi, Oliver von Malm\" class=\"wp-image-248592\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Dach der Schule (c) Start somewhere<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Finanzierung<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Pilotprojekt umfasst den Bau einer Betonhohlstein-Manufaktur und eines Schulgeb\u00e4udes im Kibera-Slum in Nairobi bis Ende 2020. Die Umsetzung wurde von der <em><a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.deginvest.de\/Internationale-Finanzierung\/DEG\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH<\/a><\/em> (DEG), eine Tochter der <em><a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.kfw.de\/kfw.de.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">KfW-Bank<\/a><\/em>, gemeinsam mit der <em>PERI GmbH<\/em> gef\u00f6rdert. Kofinanziert wurde das Projekt im Rahmen eines <a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.deginvest.de\/Internationale-Finanzierung\/DEG\/Unsere-L%C3%B6sungen\/develoPPP.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>develoPPP<\/em>-Projekts der <em>DEG<\/em>&nbsp;<\/a> aus Mitteln des <a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.bmz.de\/de\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Bundesministeriums f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung<\/em> <\/a>(BMZ).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auch interessant:<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p><a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/start-up-of-the-day-endlich-effiziente-solarenergie-fuer-entwicklungslaender\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Start-up of the Day: endlich effiziente Solarenergie f\u00fcr Entwicklungsl\u00e4nder<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/tiny-house-zur-re-integration-von-obdachlosen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tiny House zur Re-Integration von Obdachlosen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der deutsche Architekt Oliver von Malm entwickelte ein Bausystem das die Bewohner des nairobischen Slums Kibera zum lego-artigen Auf- und Abbau ihrer H\u00e4user bef\u00e4higt. 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