{"id":242008,"date":"2020-09-08T17:00:00","date_gmt":"2020-09-08T15:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/innovationorigins.com\/?p=242008"},"modified":"2020-09-08T17:00:00","modified_gmt":"2020-09-08T15:00:00","slug":"tum-ausgrundung-isar-aerospace-fliegt-in-den-weltraum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/tum-ausgrundung-isar-aerospace-fliegt-in-den-weltraum\/","title":{"rendered":"TUM-Ausgr\u00fcndung Isar Aerospace fliegt in den Weltraum"},"content":{"rendered":"\n<p>In den kommenden Jahren sollen weltweit zehntausende Kleinsatelliten ins All geschossen werden. Dazu hat <a href=\"https:\/\/www.isaraerospace.com\/\" target=\"_blank\" aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\">Isar Aerospace<\/a>, ein Start-up, das an der <a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.tum.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen<\/a> (TUM) gegr\u00fcndet wurde, eine kleine und preiswerte Tr\u00e4gerrakete entwickelt, die genau darauf zugeschnitten ist. Die Produktion der ersten Rakete startet in diesen Tagen in Ottobrunn bei M\u00fcnchen, unmittelbar in der N\u00e4he des Ludwig-B\u00f6lkow-Campus der Fakult\u00e4t f\u00fcr Luftfahrt, Raumfahrt und Geod\u00e4sie der TUM.<br><br>Anders als die tonnenschweren, traditionellen Satelliten, wiegen diese Kleinsatelliten gerade mal noch rund 500 Kilogramm und werden in etwa 500 Kilometern H\u00f6he in der Erdumlaufbahn ausgesetzt. So kann eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl eine schnellere Daten\u00fcbermittlung m\u00f6glich machen, um beispielsweise eine bessere Internetverbindung zu gew\u00e4hrleisten oder Erdbeobachtungsdaten zu generieren. Trotzdem bleibt die Frage, wie Zehntausende von Kleinsatelliten m\u00f6glichst effizient, kostensparend und sauber in den Weltraum bringt. \u201eF\u00fcr diese Aufgabe sind die meisten Tr\u00e4gerraketen nicht geeignet\u201c, sagt Daniel Metzler, Mitgr\u00fcnder des Start-ups Isar Aerospace.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kleine Rakete f\u00fcr kleine Satelliten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Idee einer solchen Rakete ist laut Metzler 2017 in den Werkst\u00e4tten der TUM-Studierendengruppe WARR (Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Raketentechnik und Raumfahrt) entstanden. Damals hatten er und sein Team ein kleines Triebwerk f\u00fcr eine Forschungsrakete entwickelt. Nachdem die Studenten einen Film \u00fcber das Projekt im Internet ver\u00f6ffentlicht hatten, bekamen sie reihenweise Anfragen aus der Industrie. &nbsp;<br><br>\u201eDa wussten wir, dass wir auf eine Marktl\u00fccke gesto\u00dfen waren und haben beschlossen, eine eigene Rakete \u2013 ma\u00dfgeschneidert f\u00fcr den Transport von kleinen Satelliten \u2013 zu bauen\u201c, erinnert sich der Ingenieur. \u201eDie Idee war es, unsere Antriebstechnik weiterzuentwickeln: Bisher werden die erste und die zweite Stufe von Tr\u00e4gerraketen in Europa mit unterschiedlichen Triebwerken ausgestattet. Wir dagegen wollten Cluster von identischen Triebwerken einsetzen: Dadurch lassen sich erhebliche Entwicklungs- und Produktionskosten einsparen.\u201c<br><br>Die jetzt geplante Rakete soll 27 Meter lang sein und einen Durchmesser von zwei Metern haben. Und auch daran bestehe bereits \u201eKundeninteresse im Wert von mehreren Hundert Millionen Euro\u201c, so Metzler. \u201eHaupts\u00e4chlich aus dem europ\u00e4ischen Raum.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zwei Jahre Entwicklungszeit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Anfang 2018 gr\u00fcndeten die ehemaligen Luft- und Raumfahrtstudenten Josef Fleischmann, Markus Brandl und Daniel, mit Unterst\u00fctzung der TUM, ihr Start-up Isar Aerospace. Weitere Unterst\u00fctzung \u2013 auch finanzielle \u2013 kam von Unternehmen, privaten Investoren und dem Business Incubation Center der ESA in Oberpfaffenhofen. In der High-Tech-Werkstatt MakerSpace in Garching entstanden dann die ersten Prototypen der Triebwerkskomponenten.<br><br>Nach zwei Jahren Entwicklungszeit beginnt nun der Bau der ersten Rakete auf den 4.500 Quadratmetern der am Montag er\u00f6ffneten Produktionshallen. 2021 soll dann die erste Transport-Rakete den ersten Kleinsatelliten, in den Orbit bringen. Angetrieben wird die Rakete durch mehrere kleine Triebwerke. Diese werden durch 3D-Druck kosteng\u00fcnstig und vollautomatisiert gefertigt. Betrieben w\u00fcrden diese mit \u201eneuartigen, leichten Kraftstoffen, die in den Brennkammern unter hohem Druck sehr sauber und effizient verbrennen\u201c, so Metzler. \u201eWir erzielen auf diese Weise einen sehr hohen Wirkungsgrad.\u201c Wenn alles nach Plan verl\u00e4uft will Isar Aerospace in Zukunft 20 Raketen pro Jahr bauen.<br><br>Am gestrigen Montag wurden die Produktionshallen in Anwesenheit des bayerischen Ministerpr\u00e4sidenten Dr. Markus S\u00f6der und des TUM-Pr\u00e4sidenten Prof. Dr. Thomas F. Hofmann er\u00f6ffnet.<br><br><em><strong>Titelbild<\/strong>: Die Gr\u00fcnder von Isar Aerospace (v. li): Josef Fleischmann, Markus Brandl und Daniel Metzler. \u00a9 Isar Aerospace Technologies GmbH<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den kommenden Jahren sollen weltweit zehntausende Kleinsatelliten ins All geschossen werden. Dazu hat Isar Aerospace, ein Start-up, das an der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM) gegr\u00fcndet wurde, eine kleine und preiswerte Tr\u00e4gerrakete entwickelt, die genau darauf zugeschnitten ist. 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