{"id":234270,"date":"2020-07-22T16:35:00","date_gmt":"2020-07-22T14:35:00","guid":{"rendered":"http:\/\/innovationorigins.com\/?p=234270"},"modified":"2020-07-22T16:35:00","modified_gmt":"2020-07-22T14:35:00","slug":"tu-munchen-baut-hyperloop-testrohre-und-prototyp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/tu-munchen-baut-hyperloop-testrohre-und-prototyp\/","title":{"rendered":"TU M\u00fcnchen baut Hyperloop-Testr\u00f6hre und Prototyp"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Juli vergangenen Jahres hat das <a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/tumhyperloop.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hyperloop-Team<\/a>&nbsp;der&nbsp;<a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.tum.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen<\/a>&nbsp;(TUM) zum vierten Mal in Folge den weltweit ausgeschriebenen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.spacex.com\/hyperloop\">Hyperloop-Wettbewerb in Los Angeles<\/a>&nbsp;gewonnen. Der Pod des Teams hatte in der 1.200 Meter langen Testr\u00f6hre auf dem Firmengel\u00e4nde von&nbsp;<a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.spacex.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">SpaceX<\/a>&nbsp;eine Rekordgeschwindigkeit von 482 Stundenkilometern erreicht (<a aria-label=\"undefined (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/tum-team-gewinnt-hyperloop-wettbewerb-zum-vierten-mal\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">IO berichtete<\/a>). Mit dieser Geschwindigkeit haben die Studenten Ziel \u2013 schneller als der Schall zu sein \u2013 allerdings noch lange nicht erreicht. Deshalb wollen die Forscher nun gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern eine 24 Meter lange Testr\u00f6hre und einen Prototypen der Passagierkapsel im Originalma\u00dfstab bauen.<br><br>F\u00fcr die Gruppe steht aber nicht nur die Geschwindigkeit im Mittelpunkt. Sie wollen auch untersuchen, wie der Hyperloop ein sicheres, bezahlbares und nachhaltiges Transportmittel der Zukunft werden kann. Daf\u00fcr haben sie unter anderem ein Schwebesystem f\u00fcr den Pod (Kabinenkapsel, in der Passagiere durch die R\u00f6hre transportiert werden sollen) entwickelt und auch einen Prototyp einer Testr\u00f6hre aus ultrahochfestem Beton.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Prototyp in Originalgr\u00f6\u00dfe<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die erste Phase ist auf zwei Jahre ausgelegt. Dabei werden zun\u00e4chst Systemanalysen durchgef\u00fchrt, \u201eum die Machbarkeit und das Potential des Konzepts in Europa zu untersuchen, sowie Hyperloop-relevante Technologien entwickelt und erprobt\u201c, sagen die Forscher. Zudem sollen auf dem Gel\u00e4nde des Ludwig B\u00f6lkow Campus in Taufkirchen \/ Ottobrunn eine 24 Meter lange Testr\u00f6hre und eine Prototyp-Kapsel im Ma\u00dfstab 1:1 gebaut werden. Dabei werde auch die Expertise verschiedener Fachbereiche der TUM, etwa aus der Materialwissenschaft, dem Bauingenieurwesen und der Antriebssysteme, ins Programm einflie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Agnes Jocher, die seit Anfang Juli die Professur f\u00fcr Sustainable Future Mobility innehat, leitet das Programm. \u201eDer Hyperloop hat das Potential, eine schnelle, elektrische Alternative auf mittellangen Strecken zu bieten und somit nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Transport zu erm\u00f6glichen\u201c, erkl\u00e4rt sie. \u201eEs ist aber noch weitere Forschung n\u00f6tig, um diese Annahme zu pr\u00fcfen. Zum Beispiel m\u00fcssen auch die Produktion und der Aufbau des Systems miteinbezogen werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Skalierbares Gesamtsystem<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Gabriele Semino ist als wissenschaftlichen Mitarbeiter am Programm beteiligt und bereits seit 2017 im TUM-Hyperloop-Team. Er war schon drei Mal in Los Angeles dabei. \u201eBeim Wettbewerb handelte es sich um Prototypen, die haupts\u00e4chlich auf ihre Geschwindigkeit ausgelegt worden sind\u201c, erkl\u00e4rt er. \u201eIn diesem Programm verfolgen wir nun ein skalierbares Gesamtsystem, das von s\u00e4mtlichen Aspekten wie der Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Sicherheit beeinflusst wird. Das \u00fcber die Jahre hinweg gesammelte Wissen in der Hyperloop-Materie sowie im Prototypenbau wird uns jedoch auf jeden Fall unabdingbar sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u201eDemonstrator\u201c soll, anders als die bisherigen Prototypen, genauso gro\u00df wie eine \u201eechte\u201c zuk\u00fcnftige Passagierkapsel.&nbsp;\u201eUnser letzter Prototyp hat unter 70 Kilogramm gewogen, jetzt sind wir bei mehreren Tonnen\u201c, erkl\u00e4rt Semino. Die Testr\u00f6hre soll inklusive Fundament etwa vier Meter hoch werden. Als erstes soll das Konzept aber mithilfe des Demonstrators validiert werden. Sp\u00e4ter soll eine l\u00e4ngere Teststrecke f\u00fcr weitere Versuche gebaut werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Hyperloop-Konzept<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Beim Hyperloop soll sich ein Hochgeschwindigkeitszug mit ann\u00e4hernd Schallgeschwindigkeit in einer R\u00f6hre mit Teilvakuum fortbewegen. Vater des Konzepts ist SpaceX-Gr\u00fcnder Elon Musk. Bei der \u201eSpaceX Hyperloop Pod Competition\u201c traten Studententeams aus der ganzen Welt mit ihren selbstgebauten Pods gegeneinander an.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcnftig werden die Studenten noch mehr Unterst\u00fctzung bekommen. An der Fakult\u00e4t f\u00fcr Luftfahrt, Raumfahrt und Geod\u00e4sie der TUM wurde das Hyperloop-Forschungsprogramm ins Leben gerufen. Die Hightech Agenda Bayern der Bayerischen Staatsregierung f\u00f6rdert das Projekt finanziell.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Juli vergangenen Jahres hat das Hyperloop-Team&nbsp;der&nbsp;Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen&nbsp;(TUM) zum vierten Mal in Folge den weltweit ausgeschriebenen&nbsp;Hyperloop-Wettbewerb in Los Angeles&nbsp;gewonnen. Der Pod des Teams hatte in der 1.200 Meter langen Testr\u00f6hre auf dem Firmengel\u00e4nde von&nbsp;SpaceX&nbsp;eine Rekordgeschwindigkeit von 482 Stundenkilometern erreicht (IO berichtete). 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