{"id":223199,"date":"2020-05-29T09:33:25","date_gmt":"2020-05-29T07:33:25","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=223199"},"modified":"2020-05-29T09:33:25","modified_gmt":"2020-05-29T07:33:25","slug":"inoqo-eine-app-macht-nachhaltig-konsumieren-ganz-einfach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/inoqo-eine-app-macht-nachhaltig-konsumieren-ganz-einfach\/","title":{"rendered":"inoqo &#8211; eine App macht nachhaltig konsumieren ganz einfach"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWir sind alle verantwortlich f\u00fcr das was am Markt passiert. Wenn wir Dinge nicht kaufen, werden sie nicht produziert. Aber das System ist intransparent. Es ist zeitaufw\u00e4ndig herauszufinden, wie man nachhaltig konsumieren kann\u201c, sagt Markus Linder, Gr\u00fcnder des Start-up <em>inoqo<\/em>. Er entwickelt eine App, die es den Konsumenten einfach macht, ihr Konsumverhalten mit ihren Werten in Einklang zu bringen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Linder ist es schon das zweite Start-up. Sein erstes gr\u00fcndete er noch im Studium. Dabei entstand <em>Zoovu<\/em>, ein smarter Assistent, der Konsumenten bei der Kaufentscheidung ber\u00e4t. Heute gilt <em>Zoovu<\/em> als eines der erfolgreichsten Start-ups \u00d6sterreichs &#8211; mit Venture Capital von mehr als 25 Millionen US-Dollar, Headquarter in London und knapp 200 Mitarbeitern. In seinem neuen Projekt<a href=\"https:\/\/www.inoqo.com\/\"><em> inoqo<\/em><\/a> steht er noch ganz am Anfang. Linder im Interview mit <em>Innovation Origins<\/em>:<\/p>\n<h3>Warum hast du dich von deinem ersten Start-up <em>Zoovu <\/em>zur\u00fcckgezogen?<\/h3>\n<p>Ich hatte zunehmend mit Dingen zu tun, die mir eigentlich keinen allzu gro\u00dfen Spa\u00df machten. Daher habe ich die F\u00fchrung des Unternehmen bei dreistelligem Wachstum an einen sehr erfolgreichen Scale-up CEO \u00fcbergeben. Ich habe mich aus dem operativen Gesch\u00e4ft zur\u00fcckgezogen, bin aber immer noch der gr\u00f6\u00dfte Teilhaber. Was ich wirklich spannend finde, ist die fr\u00fche Phase eines Start-ups: eine Vision haben, ein Team zusammentrommeln, erste Kunden finden, et cetera.<\/p>\n<h3>Wie ist dann die Idee zu deinem aktuellen Projekt <em>inoqo<\/em> gekommen?<\/h3>\n<p>Als ich mich von <a href=\"https:\/\/zoovu.com\/de?utm_term=zoovu&amp;utm_campaign=DACH&amp;utm_source=google&amp;utm_medium=cpc&amp;hsa_acc=2097131133&amp;hsa_cam=10007703296&amp;hsa_grp=100886805517&amp;hsa_ad=434238306695&amp;hsa_src=g&amp;hsa_tgt=kwd-608889007593&amp;hsa_kw=zoovu&amp;hsa_mt=e&amp;hsa_net=adwords&amp;hsa_ver=3&amp;gclid=Cj0KCQjw2PP1BRCiARIsAEqv-pRgXZPF6On_Q4hhbWIc3HbjObo_giXbfKg2IVjc-UiI4-9ssR9bik0aAun0EALw_wcB\"><em>Zoovu<\/em> <\/a>zur\u00fcckgezogen habe, nahm ich mir zun\u00e4chst eine Auszeit. Ich bin mit meiner Familie drei Monate lang durch Nordeuropa gereist. Wir waren viel in der freien Natur und mir wurden dabei die Umweltprobleme bewusst, die auf die Menschheit zukommen. Damals habe ich beschlossen mich als Angel-Investor und Entrepreneur auf global skalierbare Gesch\u00e4ftsmodelle zu fokussieren, die eine positive Auswirkung auf die Klima- und Biodiversit\u00e4tskrise haben. Insekten best\u00e4uben Obst- und Gem\u00fcsepflanzen und ern\u00e4hren Tiere, die wichtige Aufgaben erf\u00fcllen. Wenn wir ihnen den Lebensraum entziehen, gef\u00e4hrden wir das gesamte \u00d6kosystem und die Ern\u00e4hrungssicherheit.<\/p>\n<h3>Wie wollt ihr diese positiven Auswirkungen auf die Umwelt erreichen?<\/h3>\n<p>Wir sind alle verantwortlich f\u00fcr das was am Markt passiert. Wenn wir Dinge nicht kaufen, werden sie nicht produziert. Aber das System ist intransparent. Es ist zeitaufw\u00e4ndig, herauszufinden, wie man nachhaltig konsumieren kann. Umgekehrt ist es auch f\u00fcr nachhaltig produzierende Unternehmen nicht einfach, f\u00fcr Konsumenten wahrnehmbar zu werden. Deshalb m\u00f6chten wir eine internationale Plattform aufbauen, die nachhaltig produzierende Unternehmen und umweltbewusste Konsumenten verbindet. Das tun wir, indem wir eine App entwickeln, die den Konsumenten hilft, ihre Priorit\u00e4ten und Werte zu definieren. Hier k\u00f6nnen sie ein Profil erstellen und festlegen, was ihnen wichtig ist. Zum Beispiel, dass sie keine K\u00e4figeier, weniger Fleisch oder nur zertifiziertes Palm\u00f6l kaufen wollen.<\/p>\n<p>Wir entwickeln eine Technologie, die es unseren Usern erm\u00f6glicht ihr in-store und online Konsumverhalten \u2013 ohne ihr Zutun, zu tracken. Die App gibt Feedback, wenn eines der Produkte nicht mit den Werten des Nutzers einhergeht \u2013 weil es zum Beispiel Palm\u00f6l enth\u00e4lt. Zus\u00e4tzlich analysiert sie das Konsumverhalten des Nutzers, um ihm zu sagen, was er damit erreicht hat: Wenn er zum Beispiel viele Bio-Produkte kauft, unterst\u00fctzt er damit Lebensraum von 30 Bienen &#8230; Wir nutzen auch spielerische Ans\u00e4tze. Zum Beispiel kann der Nutzer die Herausforderung annehmen, seinen Fleischkonsum auf drei Mal die Woche zu reduzieren. Dar\u00fcberhinaus liefern wir unseren Nutzern auch Zugang zu umweltrelevantem Content.<\/p>\n<figure id=\"attachment_223205\" aria-describedby=\"caption-attachment-223205\" style=\"width: 333px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-223205 size-medium\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/inoqo-333x600.png\" alt=\"Konsumverhalten, nachhaltig konsumieren, inoqo, Zoovu\" width=\"333\" height=\"600\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-223205\" class=\"wp-caption-text\">inoqo (c) inoqo<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Was treibt dich an?<\/h3>\n<p>Die Menschheit hat nicht mehr viel Zeit um die Klima- und Biodiversit\u00e4tskrise einzud\u00e4mmen und das Schlimmste abzuwenden. Mit unserem Unternehmen m\u00f6chten wir zuk\u00fcnftigen Generationen ein lebenswertes Umfeld erm\u00f6glichen. Ich habe mit <em>Zoovu<\/em> erlebt, dass es m\u00f6glich ist, eine global f\u00fchrende Rolle zu \u00fcbernehmen. Auch <em>Inoqo<\/em> basiert auf einem Gesch\u00e4ftsmodell, das es uns erm\u00f6glichen wird, stark zu wachsen und global zu skalieren. Au\u00dferdem m\u00f6chte ich andere erfolgreiche Entrepreneure dazu motivieren, nicht die 20. Dating-Plattform zu gr\u00fcnden, sondern ihre F\u00e4higkeiten dazu einzusetzen ein Unternehmen aufzubauen, dass f\u00fcr sie selbst einen hohen Wert generiert und gleichzeitig einen positiven Effekt auf den Planeten hat.<\/p>\n<h3>Gab es schon ein Hindernis, das ihr \u00fcberwinden musstet?<\/h3>\n<p>Die Coronakrise hat uns vor spannende Herausforderungen gestellt. Wir waren Anfang M\u00e4rz gerade dabei erste Testnutzer zu finden, die nachhaltig konsumieren wollen. Das hat ein j\u00e4hes Ende gefunden, weil es nicht mehr m\u00f6glich war, Leute vor Ort anzusprechen. Wir haben unsere Aktivit\u00e4ten dann auf online verlagert und hier sind wir auf einem guten Weg. Mittlerweile habe ich Mitgr\u00fcnder im Team, die ich noch nie pers\u00f6nlich getroffen habe. Es ist sch\u00f6n zu erleben, dass man auch gest\u00e4rkt aus einer Krise hervorgehen kann.<\/p>\n<h3>Was sind eure n\u00e4chsten Ziele?<\/h3>\n<p>Bis zum Sommer wollen wir einen Co-Founder und <em>Chief Technology Officer (CTO) <\/em>gefunden haben und die formale Gr\u00fcndung \u00fcber die B\u00fchne bringen. Dann wollen wir den ersten Testmarkt \u00d6sterreich starten und anschlie\u00dfend den internationalen Markt ausrollen.<\/p>\n<h3>Hiring?<\/h3>\n<p>Wir suchen gerade nach einem <em>Chief\u00a0Technology Officer<\/em> (CTO). Durch die Coronakrise scheint das Bewusstsein von vielen gesch\u00e4rft. Das sehen wir am gro\u00dfen Interesse von guten Kandidaten. Aber der Bewerbungsprozess l\u00e4uft noch und wir freuen uns \u00fcber weitere Bewerbungen. Details dazu findet ihr auf unserer <a href=\"https:\/\/www.inoqo.com\/inoqo-jobs-cto\">Website<\/a>.<\/p>\n<h3>Danke f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/category\/startups\/\">Sie interessieren sich f\u00fcr Start-ups? Lesen Sie hier alle Artikel aus unserer Serie!<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWir sind alle verantwortlich f\u00fcr das was am Markt passiert. Wenn wir Dinge nicht kaufen, werden sie nicht produziert. Aber das System ist intransparent. Es ist zeitaufw\u00e4ndig herauszufinden, wie man nachhaltig konsumieren kann\u201c, sagt Markus Linder, Gr\u00fcnder des Start-up inoqo. 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