{"id":223077,"date":"2020-05-16T16:15:26","date_gmt":"2020-05-16T14:15:26","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=223077"},"modified":"2020-05-16T16:15:26","modified_gmt":"2020-05-16T14:15:26","slug":"nicht-klm-sondern-start-ups-im-bereich-online-lernen-und-homeoffice-retten-die-wirtschaft-in-den-niederlanden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/nicht-klm-sondern-start-ups-im-bereich-online-lernen-und-homeoffice-retten-die-wirtschaft-in-den-niederlanden\/","title":{"rendered":"Nicht KLM, sondern Start-ups im Bereich Online-Lernen und Homeoffice retten die Wirtschaft in den Niederlanden"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Koronakrise hat der Entwicklung von Start-ups, die sich auf Online-Bildung und Home Office konzentrieren, einen enormen Impuls verliehen. <\/strong><strong>Diese Woche wird Innovation Origins daher den Start-ups in diesem Bereich der Edtech-Branche besondere Aufmerksamkeit widmen. Heute der letzte Beitrag dieser Serie.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Kein Unternehmer, der es wagt, das laut auszusprechen: Aber die Ausbreitung des Coronavirus war wirklich ein Erfolgsticket f\u00fcr Start-ups, die schon vorher Produkte f\u00fcr das Online-Lernen oder das Arbeiten im Homeoffice anboten. In Unternehmerkreisen bezeichnet man diese M\u00e4rkte als &#8220;Edtech&#8221;, eine Verbindung der Bildungstechnologie und der Technologie f\u00fcr Homeoffice.<\/p>\n<p>Scham \u00fcber den Erfolg in Corona-Zeiten ist nicht n\u00f6tig. Schlie\u00dflich haben die Start-ups, denen es jetzt gut geht, oft schon einige Jahre damit zugebracht, um Finanzierung zu k\u00e4mpfen, das Produkt zu entwickeln und Kunden zu gewinnen. Genau aus diesem Grund geht es ihnen jetzt gut. Nun, da Kinder zu Hause lernen und B\u00fcroangestellte von zu Hause aus arbeiten m\u00fcssen, um die Verbreitung von COVID-19 einzud\u00e4mmen, erwiesen sich ihre innovativen, gut durchdachten Produkte als sehr n\u00fctzlich.<\/p>\n<h3>Zu Hause arbeiten, im B\u00fcro ausdrucken<\/h3>\n<p>Ohne Probleme konnten Mitarbeiter aus aller Welt nach dem kostenlosen Download der <a href=\"https:\/\/anydesk.com\/de?gclid=EAIaIQobChMIwsnn2K6x6QIVCp53Ch3X3wd9EAAYASAAEgLLm_D_BwE&amp;path=de%2F\">AnyDesk<\/a>-Software von zu Hause aus etwas im B\u00fcro ausdrucken. Dabei handelt es sich um ein deutsches Start-up, das ein integriertes Software-Framework bereitstellt, \u00fcber das alle Systeme auf allen drahtlosen und mobilen Ger\u00e4ten mit anderen Systemen \u00fcberall auf der Welt kommunizieren k\u00f6nnen. Die Anfangsschwierigkeiten waren schon vor Ausbruch der Krise \u00fcberstanden. Die Benutzer konnten sich auf das Produkt verlassen. Welch ein Gl\u00fccksfall!<\/p>\n<p>Dasselbe gilt f\u00fcr die Online-Lehrpakete des Utrechter Start-ups Faqta: Sie sind quasi \u00fcberrannt worden, jetzt, wo die Grundschulen den Kindern den Unterricht zu Hause geben m\u00fcssen. Zuerst z\u00f6gerten viele Lehrerinnen und Lehrer, die Online-Lektionen von Faqta zu kaufen, weil sie den Unterricht selbst vorbereiten wollten. Doch sie stellten sich bald um und machen nun gerne von Faqta&#8217;s kostenlosem Angebot Gebrauch.<\/p>\n<p>Die Frage ist nun: Wird von den Ums\u00e4tzen dieser Start-ups etwas \u00fcbrig bleiben, wenn die Krise vorbei ist? Oder werden Schulen, Lehrer, Unternehmen, Manager und Angestellte die Anwendung der neuen Technologie so schnell wie m\u00f6glich wieder aufgeben?<\/p>\n<h3>Was bleibt vom Online-Lernen und -Arbeiten?<\/h3>\n<p>Die meisten Unternehmer glauben das nicht. Zum Beispiel Martin Meulenkamp von <a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/2daysmood-online-umfrage-misst-wie-zufrieden-die-mitarbeiter-sind\/\">2DAYSMOOD<\/a>. Dieses Start-up hat ein Tool entwickelt, mit dem die Stimmung der Mitarbeiter bez\u00fcglich ihrer Arbeit auf t\u00e4glicher oder w\u00f6chentlicher Basis mit einer einfach zu bedienenden App gemessen werden kann. Seiner Meinung nach haben die Mitarbeiter keine Lust mehr, an f\u00fcnf Tagen in der Woche im Stau zu stehen. Er selbst h\u00e4tte einen stundenlangen Arbeitsweg, wenn er das Auto nehmen w\u00fcrde. Eine Zeitverschwendung, sagt er. Er war schon vorher dieser Meinung. Aber jetzt, da klar ist, dass man viele Arbeiten von zu Hause aus erledigen kann, ist er ganz sicher, dass dies &#8220;die neue Normalit\u00e4t&#8221; werden wird. In der Zeit, die man sonst im Auto verbringen w\u00fcrde, kann man jetzt mit den Kindern spielen, Sport treiben, ausgiebig kochen und essen oder sich mit Freunden treffen. Einfach ausgedr\u00fcckt, es macht einen zu einem entspannteren Menschen. Und man kann weiterhin seine Arbeit tun.<\/p>\n<p>Der Arbeitgeber profitiert auch, weil er weniger Reisekosten erstatten muss. In Zeiten \u00fcberf\u00fcllter Z\u00fcge und U-Bahnen und \u00fcberlasteter Stra\u00dfen besteht f\u00fcr die Regierung auch ein Interesse daran, Homeoffice zu f\u00f6rdern. Das Vermeiden von Staus ist kompliziert und teuer. Es m\u00fcssen mehr Stra\u00dfen und Br\u00fccken gebaut werden, und das kostet Milliarden. Der Ausbau der Zugkapazit\u00e4ten und der U-Bahnnetze kostet ebenfalls Milliarden. Wenn man diese Ausgaben begrenzen kann, indem man von zu Hause aus arbeitet, erspart das dem Finanzminister &#8211; dessen Kasse sich infolge der gerade Krise leert &#8211; viel Geld.<\/p>\n<h3>Eingefahrene Muster in Schulen<\/h3>\n<p>Was das Online-Lernen anbelangt, ist das wahrscheinlich schwieriger. Sobald die Kinder in die Schule gehen, \u00fcbernehmen die Lehrer wieder den Unterricht und sie nehmen ihre alten, eingefahrenen Methoden wieder auf. Es k\u00f6nnte f\u00fcr Lehrerinnen und Lehrer jedoch weiterhin interessant sein, dass sie Lektionen aus dem Internet &#8211; zum Beispiel von der LessonUp-Website &#8211; abrufen k\u00f6nnen. Dadurch sparen sie Zeit und erhalten sofort neues Lehrmaterial, das sie nichts kostet. Nur wenn eine Schule die Lizenz erwerben will, Tests online durchzuf\u00fchren und bei den Hausaufgaben zu helfen, muss sie daf\u00fcr bezahlen.<\/p>\n<p>Wenn sich herausstellt, dass der Online-Unterricht zu besseren Ergebnissen f\u00fchrt und die Ergebnisse der Schule Geld einbringen, wie es der Gr\u00fcnder Klaas Lameijer von <a href=\"https:\/\/learningpaths.symbaloo.com\/?_ga=2.182895589.216268187.1585324249-1380010768.1585234916\">Symbaloo<\/a> in den Vereinigten Staaten erwartet, werden sie sicher Kunden bleiben. Kinder in den USA erhalten ein Stipendium zum Studium, wenn sie sehr gut abschneiden. Und dort zu studieren ist sehr teuer. Das macht den amerikanischen Schulen zus\u00e4tzlichen Druck, die Kinder so gut wie m\u00f6glich abschneiden zu lassen.<\/p>\n<p>Aber vielleicht werden die niederl\u00e4ndischen Schulen, die vor der Corona-Krise die Faqta-Lehrpakete links liegen lie\u00dfen, nun weiterhin online unterrichteten. Schlie\u00dflich ist dieser Unterricht f\u00fcr Lehrerinnen und Lehrer gedacht, die keine Fachlehrerinnen und Fachlehrer in Bereichen wie Biologie, Kunstgeschichte oder Musik sind. Da die meisten Grundschulen keine Fachlehrer haben, m\u00fcssen die &#8220;normalen&#8221; Lehrer diesen Unterricht erteilen. Die Eltern der Kinder haben nat\u00fcrlich jetzt auch den Fachunterricht von Faqta erlebt. Vielleicht werden sie die Schulen darum bitten, auch weiterhin mit diesen Anwendungen zu arbeiten und so auf einen Wandel hinwirken.<\/p>\n<h3>Corona-Scham macht keinen Sinn<\/h3>\n<p>Was &#8220;die neue Normalit\u00e4t&#8221; sein wird, wei\u00df niemand. Aber es ist klar, dass diese Start-ups den Graben gef\u00fcllt haben, der durch die Corona-Krise entstanden ist. Einige Unternehmer sch\u00e4men sich sogar daf\u00fcr. Sie wollen nicht als Nutznie\u00dfer einer Krise dastehen und bieten ihre Dienste kostenlos an. Dabei konnte nur dank all dieser Unternehmer die Arbeit im Homeoffice funktionieren.<\/p>\n<p>Gro\u00dfen, alten Unternehmen wie dem Luftfahrtunternehmen KLM wurden Milliarden an staatlicher Unterst\u00fctzung versprochen. Start-ups bekommen nicht so viel. Es war schon immer eine Herausforderung f\u00fcr sie, Geld von Investoren zu bekommen, um ihre Produkte weiter zu entwickeln. Aber jetzt ist es wirklich schlimm. Klagen h\u00f6rt man sie allerdings nicht.<\/p>\n<h3>Die Start-ups von heute sind die Rettung von morgen<\/h3>\n<p>Nat\u00fcrlich h\u00e4lt der Staat gro\u00dfe Anteile an KLM. Es entst\u00fcnde Schaden, w\u00fcrde man sie nicht unterst\u00fctzen. Aber die Start-ups sind es, die die Wirtschaft jetzt am Laufen halten. Man h\u00f6rt kaum jemanden dar\u00fcber reden. Aber die Start-ups von heute sind die Rettung von morgen.<\/p>\n<p><strong>Lesen Sie auch:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/edtech-firmen-durch-die-corona-krise-voll-am-start\/\"><em><strong>EdTech-Firmen durch die Corona-Krise voll am Start<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/anydesk-sicheres-arbeiten-von-zu-hause-aus-in-jeder-digitalen-bueroumgebung\/\"><em><strong>AnyDesk &#8211; sicheres Arbeiten von zu Hause aus in jeder digitalen B\u00fcroumgebung<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Koronakrise hat der Entwicklung von Start-ups, die sich auf Online-Bildung und Home Office konzentrieren, einen enormen Impuls verliehen. Diese Woche wird Innovation Origins daher den Start-ups in diesem Bereich der Edtech-Branche besondere Aufmerksamkeit widmen. 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