{"id":222877,"date":"2020-05-11T17:36:37","date_gmt":"2020-05-11T15:36:37","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=222877"},"modified":"2020-05-11T17:36:37","modified_gmt":"2020-05-11T15:36:37","slug":"der-tourismussektor-in-spanien-befuerchtet-einen-crash","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/der-tourismussektor-in-spanien-befuerchtet-einen-crash\/","title":{"rendered":"Der Tourismussektor in Spanien bef\u00fcrchtet einen Crash"},"content":{"rendered":"<p>Eine Rekordserie findet in Spanien ein j\u00e4hes Ende. Es werden in absehbarer Zeit keine 83,5 Millionen Touristen in das s\u00fcdeurop\u00e4ische Land kommen. In vielerlei Hinsicht wird 2019 als &#8216;das Jahr vor der Corona-Krise&#8217; in Erinnerung bleiben. Als alles noch &#8216;normal&#8217; war. Nach Monaten der Unsicherheit ist nun klar, dass &#8216;die neue Normalit\u00e4t&#8217; v\u00f6llig anders aussehen wird. Noch wei\u00df niemand, wie. Aber man muss jetzt anfangen, dar\u00fcber nachzudenken: Mehr als 83,5 Millionen Touristen anzuziehen, das wird nicht m\u00f6glich sein. Wenn im n\u00e4chsten Jahr nur die H\u00e4lfte davon k\u00e4me, w\u00e4re bereits viel erreicht. Volle Flugzeuge, Hotels, Wohnungen, Boulevards, Terrassen und Str\u00e4nde k\u00f6nnen nicht mehr das erkl\u00e4rte Ziel sein. F\u00fcr Sonne, Strand und Tapas sind Erfindungsreichtum und\u00a0 Alternativen gefragt. Ganz gleich, wie schwierig und belastend das f\u00fcr Spanien sein wird. Das Land ist nunmal kein Vorreiter, wenn es um Innovation geht.<\/p>\n<h3>Die neue Realit\u00e4t<\/h3>\n<p>Resigniert haben die Spanier in den letzten Monaten miterlebt, wie Schritt f\u00fcr Schritt eine neue Realit\u00e4t entstanden ist. Nirgendwo auf der Welt war der Kontrast so gro\u00df wie hier. Die Bev\u00f6lkerung bereitete sich auf einen neuen, strahlenden Fr\u00fchling vor. Wie \u00fcblich in einer Jahreszeit, in der die Sonne eine immer wichtigere Rolle spielte, wechselte ein Fest das andere ab. Dann kam die Katastrophe. Tausende von Menschen starben. Alle blieben zu Hause. Alles wurde abgeblasen.<br \/>\nVon einem Tag auf den anderen gab es keinen Tourismus mehr. Er existierte einfach nicht mehr. Zuerst dachte man, dass das in wenigen Wochen vorbei sein w\u00fcrde. Mag der Fr\u00fchling aus allen Rahmen fallen. Aber der gute, alte Sommer w\u00fcrde vieles wieder ins Lot bringen. Bis langsam aber sicher die Erkenntnis kam, dass volle Str\u00e4nde, \u00fcberf\u00fcllte Campingpl\u00e4tze und Menschenmassen in den Innenst\u00e4dten vorerst nicht in Frage kommen. Etwas bet\u00e4ubt von dieser pl\u00f6tzlich nachfolgenden, unerwarteten Krise h\u00e4ngen die Spanier groggy in den Seilen.<\/p>\n<h3>Land noch weitgehend gesperrt<\/h3>\n<p>Die Frage ist, wann der Tourismus wieder einen signifikanten Anteil des Bruttosozialprodukts ausmachen wird. Die Spanier selber d\u00fcrfen das Land fr\u00fchestens Ende Juni wieder bereisen. Gegenw\u00e4rtig ist das Virus so weit verbreitet, dass die H\u00e4lfte des Landes f\u00fcr die n\u00e4chste Woche weitgehend unter Verschluss bleiben wird. Im anderen Teil sind Hotels, Restaurants und Terrassen ab Montag, dem 11. Mai, teilweise wieder ge\u00f6ffnet. Die Angst vor dem Virus ist l\u00e4ngst der viel gr\u00f6\u00dferen Angst gewichen, alles zu verlieren. Man ist begierig darauf, wieder an die Arbeit zu gehen. Falls erforderlich wird das Personal mit Mundschutz die G\u00e4ste bedienen, die an plastisch abgeschirmten Tischen sitzen. Gem\u00fctlich und lukrativ geht anders.<\/p>\n<h3>Innovation im Tourismus ist nicht so einfach<\/h3>\n<p>So hat sich beispielsweise der Kampf gegen COVID-19 von einem Kampf f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit zu einem wahren Disaster f\u00fcr die Wirtschaft gewandelt. Das Virus hat bisher mehr als 26.000 Menschen get\u00f6tet. Aber nebenbei vernichtete es etwa eine Million Arbeitspl\u00e4tze in Spanien. Die Arbeitslosigkeit schoss schon nach der Immobilien-Krise 2010 wie eine Rakete in die H\u00f6he. Auf beiden Seiten sind die Verluste um ein Vielfaches gr\u00f6\u00dfer, als man im Januar w\u00e4hrend der gro\u00dfen Ferienmesse in Madrid bef\u00fcrchtet h\u00e4tte. Praktisch niemand sprach \u00fcber innovativen Tourismus. Warum sollte jemand das Huhn schlachten, das goldene Eier legt ? Aber vernichtet das Coronavirus nun das Huhn oder das Ei? Das ist immer noch die Frage. Innovation im Tourismus ist nicht so einfach. Die einzigartige Kombination aus Sonne, Meer und der besten K\u00fcche der Welt hat sich in einem Prozess von vierzig Jahren entwickelt. &#8220;Tourismus ist eine sehr komplexe Welt&#8221;, sagt ein Freund aus Barcelona. &#8220;Alles kann auf einen Schlag weg sein. Und dann geht es nicht darum, einen Tesla zu entwerfen, um die Dinge wieder zum Laufen zu bringen&#8221;.<\/p>\n<h3>Innovative Entw\u00fcrfe<\/h3>\n<p>Es liegt zum Beispiel an der Hotellerie, mit innovativen Designs einen ganz anderen Kundentypus anzusprechen. Als Gr\u00fcnder des Design-Instituts DIOS versucht Juan Mellen auf seine Weise den Grundstein f\u00fcr eine neue Art von Tourismus zu legen, bei dem G\u00e4ste hohe Qualit\u00e4t auf moderne Art und Weise genie\u00dfen k\u00f6nnen, in Kombination mit Sonne, Strand oder Tapas.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/author\/koen-greven\/\"><strong><em>Lesen Sie hier die \u00e4ltere Kolumnen von Koen Greven.<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Rekordserie findet in Spanien ein j\u00e4hes Ende. Es werden in absehbarer Zeit keine 83,5 Millionen Touristen in das s\u00fcdeurop\u00e4ische Land kommen. 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