{"id":219543,"date":"2020-04-24T17:00:20","date_gmt":"2020-04-24T15:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=219543"},"modified":"2020-04-24T17:00:20","modified_gmt":"2020-04-24T15:00:20","slug":"gastronomie-software-errechnet-allergene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/gastronomie-software-errechnet-allergene\/","title":{"rendered":"Food Notify&#8217;s Gastronomie Software spart Zeit und Personal"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Ich w\u00fcnsche mir, dass wir die geplanten Ums\u00e4tze erreichen. Aber das wird schwer, weil die Gastronomie extrem vom Lockdown betroffen ist, so Thomas Primus, Gr\u00fcnder von Food Notify, ein Warenwirtschaftssystem f\u00fcr die Gastronomie. &#8220;Der Vorteil ist, dass sich gro\u00dfe Unternehmen jetzt mit der Digitalisierung und Gastronomie Software besch\u00e4ftigen. Jetzt haben sie Zeit und versuchen, sich besser aufzustellen. Auch wir verbessern momentan unser System und machen Dinge, f\u00fcr die zuvor keine Zeit war. Wir entwickeln gerade ein Analyse- und ein Cateringtool; letzteres zur Planung von Events.&#8221;<\/p>\n<p>Es war 2014, als sich der Investmentbanker Thomas Primus auf die Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen begab \u2013 das Jahr der Allergenverordnung. Er und seine Frau sind begeisterte Hobbyk\u00f6che und sie diskutierten die Probleme der Umsetzung. Dabei entwickelten sie die Idee einer Gastronomie Software. Eine Datenbank, in der alle Allergene und Zusatzstoffe erfasst sind.<\/p>\n<p>In der Datenbank sollte das System die Allergene errechnen. Voraussetzung war allerdings, dass die Lieferanten die Zusatzstoffe zu ihren Produkten angaben und die Gastronomen die Zutaten zu den Rezepten erfassten. Das war die Geburtsstunde von <em><a href=\"https:\/\/www.foodnotify.com\/de\/produkt\/?utm_source=adwords&amp;utm_campaign=GSN-RL-IM+%7C+Warenwirtschaft&amp;utm_medium=ppc&amp;utm_term=foodnotify&amp;hsa_ver=3&amp;hsa_grp=91941292757&amp;hsa_acc=8805348255&amp;hsa_ad=414053564586&amp;hsa_src=g&amp;hsa_tgt=kwd-417008339682&amp;hsa_kw=foodnotify&amp;hsa_cam=9098028869&amp;hsa_mt=e&amp;hsa_net=adwords&amp;gclid=Cj0KCQjws_r0BRCwARIsAMxfDRiq5xko9ZPRW_C-o-o5OWEfVfLFJOpmI760kUxo5nvrSURFveW_378aAjM1EALw_wcB\">Food Notify<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Im November 2014 als die Allergenverordnung in Kraft trat, erwirtschafteten sie einen Umsatz von 7000 Euro. Nach ein paar Monaten war der Hype vorbei. Die Gastronomie stellte fest, dass die Allergenkennzeichnung nicht kontrolliert wird. Da musste das Start-up sein System verbessern und herausfinden, was die wirklichen Bed\u00fcrfnisse und Probleme sind. Food Notify CEO Thomas Primus im Interview mit <em>Innovation Origins<\/em>:<\/p>\n<figure id=\"attachment_219548\" aria-describedby=\"caption-attachment-219548\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-219548\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/foodnotify-Alexander-Gotter-_DSC3478-600x400.jpg\" alt=\"Gastronomie-Software, Food Notify\" width=\"600\" height=\"400\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-219548\" class=\"wp-caption-text\">Die Food Notify Gr\u00fcnder (c) Food Notify<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: center\"><em><strong>Foto<\/strong>: (von links nach rechts): Adnan Hanic, Mirza Muharemagic, Christina Primus, Thomas Primus;<\/em><\/p>\n<h3>Wie hat sich ihre Idee der Gastronomie Software dann weiter entwickelt?<\/h3>\n<p>Die Restaurantbesitzer fanden sie gut. Aber sie sagten, es w\u00e4re doch viel besser, wenn sie damit auch den Deckungsbeitrag errechnen k\u00f6nnten; zum Beispiel wenn der Preis einer Zutat um 30 Prozent steigt. Also haben wir unser Rezeptmanagement-Tool sukzessive erweitert. Heute haben wir ein warenwirtschaftliches System, das alles erfasst, was im Restaurant passiert: Die Ware wird angeliefert, wird von einem Mitarbeiter \u00fcbernommen, die Rechnung geht an die Buchhaltung, &#8230; all diese Prozesse digitalisieren wir &#8211; bis hin zum Gast, der das Gericht bestellt. Und das funktioniert auch. Vorausgesetzt, der Koch h\u00e4lt sich an das Rezept. Es muss ein Kreislauf sein. Wenn wir das Rezept mit der Kasse verbinden, dann haben wir den Lagerbestand in Echtzeit \u2013 und k\u00f6nnen die Neubestellung automatisch ausl\u00f6sen. Wir haben in dem Prozess so viel Zeit gespart, dass zwei bis drei Mitarbeiter eingespart werden k\u00f6nnen. Wobei wir uns auf gro\u00dfe Betriebe ab zwei Filialen konzentrieren.<\/p>\n<h3>Im R\u00fcckblick: Was war wirklich schwierig?<\/h3>\n<p>Man kann es nicht jedem Kunden recht machen. Aber wenn man ein erfolgreiches Produkt entwickeln will, muss man den Kunden zuh\u00f6ren. Wenn wir das nicht gemacht h\u00e4tten, w\u00e4ren wir heute noch beim Rezeptmanagement-Tool. Au\u00dferdem haben wir gelernt, die eigene Pers\u00f6nlichkeit vom Unternehmen zu trennen. Die eigene Meinung ist nicht wichtig. Wichtig ist der proof-of-concept. Erst dann wei\u00df man, dass man am richtigen Weg ist. Ehrlich gesagt, haben wir das richtige Modell erst vor einem Jahr gefunden.<\/p>\n<h3>Was macht Sie wirklich stolz?<\/h3>\n<p>Tolles Feedback. Zur Zeit f\u00fchre ich gro\u00dfe Unternehmen im Webcast durch Schulungen. Und wenn sie sagen, \u201aDas ist richtig geil\u2019, dann ist das wie ein Ritterschlag f\u00fcr uns. Das Feedback gebe ich auch an die Mitarbeiter weiter und das sind Momente, die Spa\u00df machen. Auch ist es sch\u00f6n zu sehen, dass unser Level an Professionalit\u00e4t steigt; zum Beispiel wenn wir die Bewerbungen lesen und sehen, dass wir Talente anziehen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_219549\" aria-describedby=\"caption-attachment-219549\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-219549 size-medium\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/FN_TABLET_Dashboard_deutsch-600x446.png\" alt=\"Gastronomie Software, Food Notify\" width=\"600\" height=\"446\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-219549\" class=\"wp-caption-text\">Gastronomie Software (c) Food Notify<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Wie schwer war es, eine Finanzierung f\u00fcr Ihre Gastronomie Software zu bekommen?<\/h3>\n<p>Finanzierung ist immer noch eine Herausforderung. Aber ich habe ein starkes Grundvertrauen. Die ersten drei Jahre hatten wir gar keine Finanzierung. Erst stellte INITS 30.000 Euro zur Verf\u00fcgung, die aber r\u00fcckzahlbar waren. Sp\u00e4ter haben wir vom AWS 100.000 Euro bekommen, die nicht r\u00fcckzahlbar waren. Damit sind wir durch die ersten drei Jahre gekommen. Dann haben wir einen Investor gefunden, der gleichzeitig Sparringspartner ist und wir sind sehr gl\u00fccklich mit ihm.<\/p>\n<h3>Wie geht es Ihnen in der COVID-19 Krise?<\/h3>\n<p>Ich w\u00fcnsche mir, dass wir die geplanten Ums\u00e4tze erreichen. Aber das wird schwer, weil die Gastronomie extrem vom Lockdown betroffen ist. Der Vorteil ist, dass sich gro\u00dfe Unternehmen jetzt mit der Digitalisierung und Gastronomie Software besch\u00e4ftigen. Jetzt haben sie Zeit und versuchen, sich besser aufzustellen.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<h3>Welche mittelfristigen Pl\u00e4ne haben Sie f\u00fcr Food Notify?<\/h3>\n<p>Unser gro\u00dfer Traum ist es, ein internationales Unternehmen zu werden. Aber das ist nicht so einfach, weil jeder Markt eigene Herausforderungen bringt. Wir h\u00e4tten diesen Sommer am Programm <a href=\"https:\/\/www.advantageaustria.org\/dk\/oesterreich-in-denmark\/news\/local\/20120503-Go-Silicon-Valley-2012.en.html\"><em>Advantage Austria<\/em><\/a> im Silicon Valley teilnehmen sollen. Dabei h\u00e4tten wir uns auf den amerikanischen Markt einstimmen k\u00f6nnen. Durch die <em>COVID-19<\/em> Krise wurde das leider verschoben.<\/p>\n<h3>Welchen Vorteil hat ihre Gastronomie Software gegen\u00fcber anderen Systemen?<\/h3>\n<p>Bei einem System wie <em>SAP<\/em> (Anmerkung: Das drittgr\u00f6\u00dfte europ\u00e4ische Softwareunternehmen) muss ich den Prozess lernen. Bei <em>Food Notify<\/em> setze ich mich hin, sehe mir die Maske an und kann damit umgehen. Wir wollten es so verst\u00e4ndlich machen, dass jeder damit umgehen kann. Das war ein Muss und es ist uns gelungen.<\/p>\n<p>Unsere Konkurrenz sind Warenwirtschaftssysteme, die 30 Jahre alt sind. Eine alte Software-Umgebung kann man schwer in eine neue Phase \u00fcberleiten. Damals hat man in der Unternehmenssteuerung mit Daten aus der Vergangenheit gearbeitet. Heute haben wir durch die Vernetzung mit anderen Systemen \u00fcber APIs (Schnittstellen) ganz andere M\u00f6glichkeiten. Wir k\u00f6nnen Daten in Echtzeit darstellen und sofort reagieren, wenn es Abweichungen in den KPIs (Leistungskennzahlen) gibt.<\/p>\n<p>Ein Hotel besteht aus Bar, Restaurant, Spa, &#8230; das sind verschiedene Abteilungen mit unterschiedlichen Anforderungen. Wir machen nicht alles, sondern konzentrieren uns auf den Bereich <em>Food &amp; Beverage<\/em>. Da sind wir Spezialisten &#8211; und arbeiten mit allen gro\u00dfen und kleinen Schnittstellen zusammen. Wir sind sozusagen eine Insell\u00f6sung.<\/p>\n<h3>Hiring?<\/h3>\n<p>Derzeit nicht. Wir sind durch die <em>COVID-19<\/em> Krise in Kurzarbeit und warten, bis sich die Situation wieder beruhigt.<\/p>\n<h3>Danke f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/category\/startups\/\">Sie interessieren sich f\u00fcr Start-ups? Lesen Sie hier alle Artikel aus unserer Serie: <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Ich w\u00fcnsche mir, dass wir die geplanten Ums\u00e4tze erreichen. Aber das wird schwer, weil die Gastronomie extrem vom Lockdown betroffen ist, so Thomas Primus, Gr\u00fcnder von Food Notify, ein Warenwirtschaftssystem f\u00fcr die Gastronomie. &#8220;Der Vorteil ist, dass sich gro\u00dfe Unternehmen jetzt mit der Digitalisierung und Gastronomie Software besch\u00e4ftigen. 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