{"id":218689,"date":"2020-04-17T17:00:38","date_gmt":"2020-04-17T15:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=218689"},"modified":"2020-04-17T17:00:38","modified_gmt":"2020-04-17T15:00:38","slug":"kipster-huehner-legen-die-nachhaltigsten-eier-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/kipster-huehner-legen-die-nachhaltigsten-eier-der-welt\/","title":{"rendered":"Kipster-H\u00fchner legen die nachhaltigsten Eier der Welt"},"content":{"rendered":"<p>Die H\u00fchner des in Limburg ans\u00e4ssigen Eierproduzenten <a href=\"http:\/\/www.kipster.nl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kipster<\/a> haben ein sehr gutes Leben. Und auch die Umwelt profitiert davon. Die Eier, die u.a. den Weg von den Bauernh\u00f6fen in Oirlo und Beuningen zur Einzelhandelskette Lidl finden, sind CO2-neutral. \u201eDie nachhaltigsten Eier der Welt&#8221;, sagt Gr\u00fcnder Ruud Zanders, der sein ganzes Leben in der Gefl\u00fcgelzucht gearbeitet hat, stolz. Doch er will noch einen Schritt weiter gehen: \u201eMein Endziel ist es, dass wir keine Tiere mehr kommerziell in unserem Lebensmittelsystem einsetzen.\u201c<\/p>\n<h3>Wie sind Sie auf die Idee f\u00fcr Ihr Start-up gekommen?<\/h3>\n<p>Vor ein paar Jahren zeigte ich einer Gruppe von Afrikanern, die mehr \u00fcber die Gefl\u00fcgelhaltung wissen wollten, die Niederlanden. Ich habe ihnen alles M\u00f6gliche gezeigt, von einem Betrieb mit Legebatterie-H\u00fchnern \u00fcber Freilandh\u00fchner bis hin zu \u00f6kologischen, nachhaltigen Gefl\u00fcgelfarmen. Ich erkl\u00e4rte ihnen, wie wir versuchen, alles so weit wie m\u00f6glich zu optimieren. Einschlie\u00dflich des Futters. Dann sagten sie: \u201aRuud, wenn wir so gutes Getreide und Mais h\u00e4tten, w\u00fcrden wir das selbst essen!\u2018<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hatten wir hier nie nachgedacht. Ein Kilo Getreide kann bis zu 10 Menschen ern\u00e4hren. Wenn man es aber f\u00fcr ein Huhn verwendet, dann ern\u00e4hrt es nur 4 Personen. Die Niederl\u00e4nder sind die besten Landwirte der Welt. Aber Sie fragen sich vielleicht, ob das System \u00fcberhaupt gut ist. Ich habe dann angefangen, dar\u00fcber nachzudenken, ob man es nicht anders machen k\u00f6nnte. Dann kamen wir zusammen mit meinen Partnern auf die Idee des heutigen Kipster.<\/p>\n<figure id=\"attachment_218574\" aria-describedby=\"caption-attachment-218574\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-218574 size-medium\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/kipster-600x344.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"344\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-218574\" class=\"wp-caption-text\">(c) Kipster<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Was unterscheidet Ihr Unternehmen von anderen in Ihrer Branche?<\/h3>\n<p>Wir sind das einzige kommerzielle Gefl\u00fcgelunternehmen der Welt, in dem die H\u00fchner ausschlie\u00dflich mit Resten aus der Nahrungskette gef\u00fcttert werden. Wir begannen urspr\u00fcnglich damit, die Rolle der Tiere im Lebensmittelsystem zu hinterfragen. Die <a href=\"http:\/\/wur.nl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Universit\u00e4t Wageningen<\/a> hat dar\u00fcber geforscht. Wir haben eine Menge daraus gelernt.<\/p>\n<p>Die Grundidee ist, dass fruchtbarer Boden f\u00fcr den Anbau von Feldfr\u00fcchten genutzt werden sollte. Dann bleibt etwas Land \u00fcbrig, das nur als Weide geeignet ist. In diesem Fall kann man darauf eine Kuh oder eine Ziege halten. Aber man kann Schweine und H\u00fchner mit Essensresten f\u00fcttern. Das ist etwas, das wir im wohlhabenden Westen aus den Augen verloren haben. Das ist \u00fcberhaupt nichts Neues. Die Menschheit macht das schon seit Jahrhunderten.<\/p>\n<h3>Abf\u00e4lle und Reste<\/h3>\n<p>Das Futter f\u00fcr unsere H\u00fchner kommt aus Gro\u00dfb\u00e4ckereien. Missgl\u00fcckte Ware, Brot- und Geb\u00e4ckreste. So etwas in der Art. Diese Speisereste kommen in eine Futterm\u00fchle, wo sie auf ihren N\u00e4hrwert hin analysiert werden. Daraus wird dann das Futter hergestellt, das wir unseren H\u00fchnern geben. Dieses wird mit Restprodukten vom Land erg\u00e4nzt. Das Verh\u00e4ltnis betr\u00e4gt etwa 70 % aus B\u00e4ckereien und der Lebensmittelindustrie und 30 % aus landwirtschaftlichen Produkten. Abgesehen von einigen Vitaminen und \u00e4hnlichen Zusatzstoffen wird nichts anderes hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n<p>Unser ultimatives Ziel ist es, dass es \u00fcberhaupt keinen Abfall mehr gibt und dass wir alles, was wir produzieren, in Form von Nahrungsmitteln verzehren. Eine Gesellschaft ohne kommerzielle Nutzung von Tieren. Man kann viele schmackhafte Dinge herstellen, ohne auf Tiere angewiesen zu sein. Schlie\u00dflich kann man auch ohne Eier einen leckeren Kuchen backen.<\/p>\n<p>H\u00f6chstwahrscheinlich wird es immer Tiere im Nahrungsmittelsystem geben. Aber dann muss man sie tierfreundlich und umweltfreundlich behandeln. Das tun wir, so gut wir k\u00f6nnen. Und jeder darf sich ohne Voranmeldung selbst davon \u00fcberzeugen. Jetzt nat\u00fcrlich nicht, wegen Corona. Aber wenn das vorbei ist, dann ist jeder herzlich eingeladen, unseren Hof wieder zu besuchen.<\/p>\n<h3>Was war das Haupthindernis, das Sie \u00fcberwinden mussten?<\/h3>\n<p>Nun, die Hindernisse, auf die wir stie\u00dfen, waren gar nicht so gro\u00df. Das Schwierigste war, alles richtig zu koordinieren. Das war unter anderem meine Aufgabe. Und wir mussten einige Leute davon \u00fcberzeugen, Ihre Skepsis zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<h3>Worauf sind Sie am meisten stolz?<\/h3>\n<p>Wir sind wirklich stolz darauf, dass alles geklappt hat. Wir haben jetzt einen gut gef\u00fchrten Bauernhof in Oirlo. Anfang dieses Jahres haben wir einen zweiten Hof in Beuningen er\u00f6ffnet. Jetzt wollen wir auch in anderen L\u00e4ndern Unternehmen gr\u00fcnden. Wir sind in Belgien, Frankreich und den Vereinigten Staaten aktiv. Wir tun dies auf der Grundlage eines Franchise-Konzepts. Daf\u00fcr suchen wir Partner vor Ort. Wir stellen in erster Linie das Know-how zur Verf\u00fcgung, die gesch\u00e4ftliche Seite liegt bei den Partnern im jeweiligen Land.<\/p>\n<h3>Wo wird das Unternehmen in f\u00fcnf Jahren stehen?<\/h3>\n<p>Ich hoffe, dass wir innerhalb von f\u00fcnf Jahren zu einer internationalen Eiermarke geworden sind, wobei die Eier nat\u00fcrlich regional produziert werden. Noch wichtiger ist, dass wir so unsere Vision einer Welt mit einem nachhaltigen Ern\u00e4hrungssystem vermitteln k\u00f6nnen, in der unsere Eier nachhaltig, CO-2-neutral und tierfreundlich produziert werden.<\/p>\n<p><strong><em><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/category\/startups\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sie interessieren sich f\u00fcr Start-ups? Mehr Artikel finden Sie hier.<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die H\u00fchner des in Limburg ans\u00e4ssigen Eierproduzenten Kipster haben ein sehr gutes Leben. 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