{"id":215523,"date":"2020-03-30T17:00:08","date_gmt":"2020-03-30T15:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=215523"},"modified":"2020-03-30T17:00:08","modified_gmt":"2020-03-30T15:00:08","slug":"hyper-poland-erhoeht-das-tempo-im-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/hyper-poland-erhoeht-das-tempo-im-land\/","title":{"rendered":"Hyper Poland dr\u00fcckt aufs Tempo"},"content":{"rendered":"<p>Wie kann ein \u00a0Zug in weniger als einer<strong> Stunde 600 Kilometer<\/strong> zur\u00fccklegen? Fr\u00fcher dachten wir, das sei unm\u00f6glich. Aber heute sind wir dem n\u00e4her denn je. <a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/\">Innovation Origins<\/a> hat bereits viel \u00fcber das <strong>Hyperloop-Konzept<\/strong> geschrieben. Erst k\u00fcrzlich haben wir von der Delfter Firma <a href=\"https:\/\/www.eu-startups.com\/2019\/10\/delft-based-hardt-hyperloop-raises-multi-million-euro-investment-to-develop-high-speed-zero-emissions-transportation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hardt Hyperloop<\/a> und ihren neuesten Pl\u00e4nen berichtet. Inzwischen verbreitet sich dieselbe Idee auch in Polen. Die Firma Hyper Poland arbeitet derzeit an einer Technologie, die uns erm\u00f6glicht, innerhalb von nur 30 Minuten von Danzig nach Krakau zu fahren.<\/p>\n<h2>Passive Magnetschwebebahn<\/h2>\n<p><strong>Hyper Poland<\/strong> will Z\u00fcge schneller machen, indem das Unternehmen auf die <strong>Magrail-Technologi<\/strong>e setzt. Das System besteht aus einer\u00a0passiven Magnetschwebebahn, die auf bestehende konventionelle Eisenbahnschienen aufsetzt.\u00a0Der Prototyp des Hyperloop-Fahrzeugs wurde von einem Studententeam gebaut und sp\u00e4ter f\u00fcr einen SpaceX Hyperloop-Pod-Wettbewerb II nach Kalifornien geschickt. Seitdem hat das Unternehmen mehrere prestigetr\u00e4chtige Preise gewonnen und ein internationales Team aus innovativen Vordenkern zusammengestellt. Ihre Hauptpartner sind unter anderem Microsoft, Transfer Multisort Elektronik, die Technische Universit\u00e4t Warschau und das Eisenbahnforschungsinstitut. Die Entwicklung von Hyper Poland ist ziemlich beeindruckend. Die Mitbegr\u00fcnderin &amp; CBO von Hyper Poland, Katarzyna Foljanty, aber ist sich sicher, dass sie noch weitere ehrgeizige, innovative Ideen f\u00fcr die Zukunft entwickeln werden. Innovation Origins hat nachgefragt, wie die Idee zu Hyper Poland entstanden ist.<\/p>\n<h3>Wie entstand die Idee f\u00fcr Hyper Poland?<\/h3>\n<p>Hyper Poland wurde 2015 ins Leben gerufen. Urspr\u00fcnglich war es ein akademischer Think-Tank, der sowohl aus Studenten als auch aus Wissenschaftlern und Alumni von der Technischen Universit\u00e4t Warschau bestand. Zwischen 2015 und 2017 hat dieses Team an verschiedenen Hyperloop-Wettbewerben teilgenommen. Sie waren die Finalisten von zwei SpaceX-Hyperloop-Pod-Wettbewerben, die von Elon Musk organisiert wurden. Im Jahr 2016 gingen \u0141ukasz Mielczarek, der derzeitiger Leiter der Infrastruktur und ich zu Hyper Poland. Danach hat Hyper Poland den Innovationspreis beim Build Earth Live-Wettbewerb in Dubai gewonnen. Als Przemek Paczek, der aktuelle CEO, Ende 2016 zu Hyper Poland kam, wurde aus diesem akademischen Think Tank ein Unternehmen. Gleichzeitig hat unser Team einen einzigartigen dreistufigen Ansatz f\u00fcr die Entwicklung der Hyperlooop-Technologie entwickelt.<\/p>\n<h3>Wie reagieren die Kunden?<\/h3>\n<p>Die Menschen in Polen stehen polnischen Erfindungen eher skeptisch gegen\u00fcber. Nicht so sehr wegen der mangelnden F\u00e4higkeiten der polnischen Erfinder, sondern wegen des Mangels an angemessener finanzieller und politischer Unterst\u00fctzung f\u00fcr solche Projekte. Deshalb waren die Leute entweder von unserem Projekt begeistert oder sie sagten, dass es in Polen nicht funktionieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das Konzept des Hyperloops ist f\u00fcr viele Menschen noch immer Science-Fiction. Bei Hyper Poland haben wir uns jedoch auf einzigartige Weise an die europ\u00e4ische Realit\u00e4t angepasst. Das f\u00e4ngt mit der Umsetzung der ersten Stufe, der Magrail, an. Sie startet in den kommenden Jahren. Das macht unseren Ansatz einzigartig und bodenst\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Magrail ist eine passive Magnetschwebebahn, die auf bestehenden konventionellen Eisenbahnstrecken mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 km\/h und 415 km\/h auf HSR-Strecken (Anmerk. d.Red. High Speed Rail) f\u00e4hrt. Diese Hybridl\u00f6sung erm\u00f6glicht den Betrieb sowohl des Magrail-Systems als auch konventioneller Z\u00fcge auf denselben Strecken. Das kann sp\u00e4ter in ein Vakuumsystem &#8211; Hyperrail &#8211; umgewandelt werden, mit einer H\u00f6chstgeschwindigkeit von 600 km\/h (373 mph) auf bestehenden konventionellen Gleisen. Bis zu 1.000 km\/h k\u00f6nnten auf auf HSR-Strecken m\u00f6glich sein. Unser letzter Schritt wird neue, spezielle Strecken erfordern. Diese neuen Korridore werden es dem Hyperloop erm\u00f6glichen, mit bis zu 1.200 km\/h zu fahren. Er wird Subsysteme verwenden, die in den ersten beiden Generationen getestet wurden.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"From MagRail to hyperloop | Nevomo\" width=\"1290\" height=\"726\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/G1-a3wFNq98?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h3>Was war das gr\u00f6\u00dfte Hindernis, das Sie bisher \u00fcberwinden mussten?<\/h3>\n<p>Am Anfang gab es viele Hindernisse. Es mangelte an Vertrauen, Geld und an Unterst\u00fctzung von bekannten Partnern. Wir brauchten buchst\u00e4blich alles. Wir mussten beweisen, dass unsere Technologie kein Papiertiger ist. Anfang 2019 glaubten die ersten Partnerunternehmen an uns. Wir wurden unterst\u00fctzt von Transfer Multisort Elektronik, Microsoft und dem Nationalen Polnischen Zentrum f\u00fcr Forschung und Entwicklung, das uns mit 3,8 Millionen Euro bezuschusste. Au\u00dferdem haben wir im Herbst 2019 auf der Magrail-Demo in Warschau einen schwebenden Prototyp gezeigt. Das war ein Wendepunkt, an dem viele Menschen begannen, an das zu glauben.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"First test of magnetic rail in Europe | MagRail Demo | Nevomo\" width=\"1290\" height=\"968\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/vZdLG7YxowA?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h3>Wo wird Hyper Poland in f\u00fcnf Jahren sein?<\/h3>\n<p>Im Moment konzentrieren wir uns auf die zweite Runde der Kampagne zur Finanzierung von Eigenkapital auf der britischen Plattform <a href=\"https:\/\/www.seedrs.com\/hyper-poland1\">Seedrs<\/a>. Die Einnahmen aus dieser Kampagne werden wir dazu verwenden, die Forschung und Entwicklung von Schl\u00fcsselelementen von Magrail fortzusetzen. F\u00fcr jeden Euro aus dieser Runde gibt es weitere vier Euro aus dem EU-Zuschuss. Diese werden dann in den Bau einer 1:1-Teststrecke f\u00fcr das Magrail-System investiert. Zwischen 2021 und 2022 wollen wir die ersten Tests durchf\u00fchren. In f\u00fcnf Jahren m\u00f6chten wir die ersten Pilotprojekte abschlie\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kann ein \u00a0Zug in weniger als einer Stunde 600 Kilometer zur\u00fccklegen? Fr\u00fcher dachten wir, das sei unm\u00f6glich. Aber heute sind wir dem n\u00e4her denn je. Innovation Origins hat bereits viel \u00fcber das Hyperloop-Konzept geschrieben. Erst k\u00fcrzlich haben wir von der Delfter Firma Hardt Hyperloop und ihren neuesten Pl\u00e4nen berichtet. 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