{"id":210357,"date":"2020-02-24T17:01:07","date_gmt":"2020-02-24T16:01:07","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=210357"},"modified":"2020-02-24T17:01:07","modified_gmt":"2020-02-24T16:01:07","slug":"start-up-of-the-day-rebel-meat-will-den-fleischkonsum-nachhaltig-reduzieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/start-up-of-the-day-rebel-meat-will-den-fleischkonsum-nachhaltig-reduzieren\/","title":{"rendered":"Start-up of the Day: Rebel Meat will den Fleischkonsum nachhaltig reduzieren"},"content":{"rendered":"<p>Die Arbeit am Start-up <em>Rebel Meat <\/em>begann mit Skype-Meetings zwischen Basel und Wien. Die Biochemikerin <a href=\"https:\/\/www.rebelmeat.com\/team\">Cornelia Habacher<\/a> war Postdoc an der <a href=\"https:\/\/www.biozentrum.unibas.ch\/de\/studium\/studiengaenge\/bsc-in-biologie\/\">Uni Basel<\/a> und hatte die Idee, den Fleischgenuss nachhaltiger und regionaler zu gestalten. In <a href=\"https:\/\/www.rebelmeat.com\/team\">Philipp Stangl<\/a> in Wien, hatte sie einen start-up-erfahrenen Partner gefunden, der die Suche nach Investoren \u00fcbernahm. Sp\u00e4ter kam noch der gastronomie-erfahrene Betriebswirt <a href=\"https:\/\/www.rebelmeat.com\/team\">Wolfgang Haidinger<\/a> dazu.<\/p>\n<p>In der Rinderzucht sind 25 Kilogramm Futter f\u00fcr ein Kilogramm Fleisch notwendig. Das ist ressourcenintensiv und verschwenderisch, erkl\u00e4rt Cornelia. \u201eWir haben \u00fcberlegt, wie wir die Welt 2050 ern\u00e4hren k\u00f6nnen und das Problem des Fleischkonsums und des damit verbundenen Ressourcenverbrauchs sehr objektiv betrachtet. Es gab rein pflanzliche L\u00f6sungen und auch <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/In-vitro-Fleisch\">In-vitro-Fleisch<\/a>. Beide L\u00f6sungen brauchen zu viel Zeit und Geld in der Entwicklung. Deshalb wollten wir etwas entwickeln, das gleich einen Unterschied macht: einen Hybrid, der den Fleischkonsum reduziert.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_210982\" aria-describedby=\"caption-attachment-210982\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-210982\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Gru\u0308nder-Rebel-Meat-600x400.jpg\" alt=\"Rebel Meat, Fleischkonsum\" width=\"600\" height=\"400\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-210982\" class=\"wp-caption-text\">Die Rebel Meat Gr\u00fcnder: Von links: Wolfgang Haidinger, Cornelia Habacher, Philipp Stangl (c) Rebel Meat<\/figcaption><\/figure>\n<h4>Wie soll das funktionieren?<\/h4>\n<p>Unsere Produkte sind zu 50 Prozent aus Fleisch und zu 50 Prozent aus Kr\u00e4uterseitlingen, Hirse und Gew\u00fcrzen. Diese Mischung ist n\u00e4hrstoffreicher als pures Fleisch und hat 50 Prozent weniger Cholesterin und Fett.<\/p>\n<p>Viele Menschen nehmen sich zwar vor, ihren Fleischkonsum zu reduzieren, sind aber mit veganen Alternativen nicht zufrieden. Bei <em>Rebel Meat<\/em> entscheiden sie sich f\u00fcr einen nachhaltigen Fleischkonsum bei hundert Prozent Genuss.<\/p>\n<p>Ein Veggie-Burger mag zwar umweltfreundlicher sein, aber wir erreichen mit <em>Rebel Meat<\/em> eine gr\u00f6\u00dfere Zielgruppe und deshalb werden unsere Burger einen gr\u00f6\u00dferen Effekt auf die Umwelt haben.<\/p>\n<p>Die Burgereinlage ist unser erstes Produkt. Aber wir arbeiten laufend an Weiterentwicklungen und m\u00f6chten mit dem Hybrid einen neuen Standard schaffen \u2013 neben Fleisch und pflanzlichem Fleischersatz.<\/p>\n<h4>Ihr habt schon kurz nach der Gr\u00fcndung den ersten Burger ausgeliefert. Das klingt so, als w\u00e4re alles sehr einfach gewesen?<\/h4>\n<p>(Lacht) Es gab viele Hindernisse, so dass es schwer ist das gr\u00f6\u00dfte herauszufiltern.<\/p>\n<p>Die Suche nach einem Produzenten war langwierig. Aber die zwei Fleischhauer, mit denen wir jetzt produzieren, sind innovativ und haben Freude daran, neue Produkte herzustellen.<\/p>\n<p>Dann haben wir lang nur mit F\u00f6rderungen gearbeitet. Die erste Finanzierung bekamen wir erst im Dezember 2019. Wobei man die \u00f6ffentlichen F\u00f6rderungen und Unterst\u00fctzungen nicht untersch\u00e4tzen darf. Wir haben schon ganz am Anfang eine <em><a href=\"https:\/\/www.climate-kic.org\/\">Climate-Kic<\/a> F\u00f6rderung<\/em> bekommen \u2013 und damit die Best\u00e4tigung, dass unser Problem relevant ist. Ohne Best\u00e4tigung verl\u00e4uft man sich relativ bald.<\/p>\n<h4>Was waren die belohnendsten Momente?<\/h4>\n<p>Es gibt fast jeden Tag einen sch\u00f6nen Moment. Der erste entscheidende Moment war, einen Burger in einem Restaurant zu bestellen &#8211; ein Produkt, das man selber kreiert hat.<\/p>\n<p>Der Teamaufbau war auch sehr sch\u00f6n. Wenn man merkt, dass es eine richtige Firma wird und man nicht mehr alles selber machen muss.<\/p>\n<p>Wir waren auch schon f\u00fcr einen Test in der Schweiz. Es ist sehr cool, schon im Jahr der Gr\u00fcndung an der Auslandsexpansion zu arbeiten. Es hat uns fast drei Wochen gekostet, das Fleisch in die Schweiz zu bekommen. Aber die Verkostung war erfolgreich. Das war auch Best\u00e4tigung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_210978\" aria-describedby=\"caption-attachment-210978\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-210978\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Nur-Burgerlaibchen-600x408.jpg\" alt=\"Rebel Meat, Fleischkonsum\" width=\"600\" height=\"408\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-210978\" class=\"wp-caption-text\">Fleischreduzierte Burgereinlage (c) Rebel Meat<\/figcaption><\/figure>\n<h4>Was k\u00f6nnen wir uns in einem Jahr von euch erwarten?<\/h4>\n<p>Dieses Jahr ist das Jahr der Testm\u00e4rkte. Wir wollen ausloten, welche Kan\u00e4le am besten funktionieren. Derzeit arbeiten wir \u00fcber den Gro\u00dfhandel und den Direktvertrieb, wollen aber auch in den Einzelhandel. Gleichzeitig wollen wir Verbindungen nach Deutschland kn\u00fcpfen und ein Netzwerk in der DACH-Region aufbauen. Wir wollen auch im Ausland Produzenten finden und regional produzieren. Aber bevor wir hinausgehen, wollen wir \u00d6sterreich abdecken.<\/p>\n<h4>Wo wollt ihr mit Rebel Meat in f\u00fcnf Jahren sein?<\/h4>\n<p>Langfristig wollen wir mit Produkten aus In-vitro-Fleisch arbeiten. Das ist aus Muskelfleisch gez\u00fcchtetes Fleisch, f\u00fcr das keine Tiere mehr sterben m\u00fcssen. Wir wollen es nicht selbst entwickeln, sondern zukaufen. Es gibt 25 Start-ups weltweit, die an der industriellen Fertigung von In-vitro-Fleisch arbeiten. Wobei wir weiterhin bei unserer pflanzlichen Mischung bleiben wollen, aber den Fleischanteil von 50 Prozent auf 25 Prozent reduzieren &#8211; bei 100 Prozent Fleischgenuss.<\/p>\n<p>Mit dem Hybrid bauen wir eine Community auf, die jetzt schon mit einer Mischung aus Fleisch und Pflanzen in Ber\u00fchrung kommt. Mit graduellen \u00c4nderungen ist es leichter, einen Markt aufzumachen. Der Gro\u00dfteil der Menschen kann nicht mit abrupten \u00c4nderungen in der Ern\u00e4hrung umgehen.<\/p>\n<h4>Was macht eure Innovation besser\/anders als existierende Dinge?<\/h4>\n<p>Gemischte Fleischprodukte gibt es in \u00d6sterreich noch gar nicht. Die Idee, Fleisch zu mischen, ist noch neu und es gibt erst wenige Anbieter. Wir sind vom Geschmack unserer Burgereinlagen \u00fcberzeugt. Die Kr\u00e4uterseitlinge, die wir verwenden, sind nicht nur gesund, sondern haben auch einen guten Biss. Vor allem aber produzieren wir nachhaltig. Mit <em>Rebel Meat<\/em> kann man auch als Fleischesser etwas f\u00fcr die Umwelt tun.<\/p>\n<h4>Hiring?<\/h4>\n<p>Ja, wir suchen einen Head of Marketing.<\/p>\n<h4>Danke f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/category\/startups\/\">Sie interessieren sich f\u00fcr Start-ups? Lesen Sie hier alle Artikel aus unserer Serie: <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Arbeit am Start-up Rebel Meat begann mit Skype-Meetings zwischen Basel und Wien. Die Biochemikerin Cornelia Habacher war Postdoc an der Uni Basel und hatte die Idee, den Fleischgenuss nachhaltiger und regionaler zu gestalten. In Philipp Stangl in Wien, hatte sie einen start-up-erfahrenen Partner gefunden, der die Suche nach Investoren \u00fcbernahm. 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