{"id":208246,"date":"2020-02-11T17:00:00","date_gmt":"2020-02-11T16:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=208246"},"modified":"2020-02-11T17:00:00","modified_gmt":"2020-02-11T16:00:00","slug":"start-up-of-the-day-rephil-entlastet-die-umwelt-durch-wiederverwendbare-take-away-verpackungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/start-up-of-the-day-rephil-entlastet-die-umwelt-durch-wiederverwendbare-take-away-verpackungen\/","title":{"rendered":"Start-up of the Day: RePhil entlastet die Umwelt durch wiederverwendbare Take Away Verpackungen"},"content":{"rendered":"<p>Hannah Wundsam und Cornelia Sochor waren in einem Masterprogramm an der <a href=\"https:\/\/www.wu.ac.at\/\"><em>Wirtschaftsuniversit\u00e4t Wien<\/em><\/a>, als ihnen auffiel, dass am Campus viele Take Away Verpackungen achtlos zur\u00fcckgelassen werden. Das wollten sie mit <em>RePhil<\/em>, einem Kreislaufsystem f\u00fcr wiederverwendbare <em>Take Away Verpackungen<\/em> \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Bei ihren Recherchen fanden die Studentinnen heraus, dass eine neue <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/environment\/efe\/news\/european-parliament-votes-single-use-plastics-ban-2019-01-18_de\">EU-Richtlinie<\/a> ab 2021 die Nutzung von Einwegverpackungen dramatisch reduzieren wird. Unternehmen werden auf Innovationen angewiesen sein, um eine neue L\u00f6sung zu finden. Das ermutigte die Beiden eine umweltfreundlichere Alternative zu entwickeln: <a href=\"https:\/\/www.wu.ac.at\/gruenden\/unipreneurship\/entrepreneurship-avenue\">RePhil<\/a>, ein Kreislaufsystem f\u00fcr wiederverwendbare <em>Take Away Verpackungen<\/em>.<\/p>\n<p>Nach Abschluss des Masters beschlossen sie, das Projekt weiterzuverfolgen und leiteten einen ersten Piloten mit der Kantine des \u00f6sterreichischen Kommunikationsanbieters <a href=\"https:\/\/www.a1.net\/?gclid=CjwKCAiAvonyBRB7EiwAadauqcNw-R25cH6UdKOTKrTYKedUIVbofX5wBvm9B2dsULQB2Jw4zsOtZRoCRbsQAvD_BwE\">A1<\/a> ein. Der Pilot zeigte, dass es einen Bedarf an wiederverwendbaren Take Away-Verpackungen gibt. Das Kreislaufsystem funktioniert mit Pfand und ein digitales Modell f\u00fcr das Pfandsystem wird gerade entwickelt. RePhil ist noch in der Pr\u00e4-Gr\u00fcndungsphase und mit Validierung und Piloten besch\u00e4ftigt. Der Launch ist f\u00fcr Juni 2020 geplant.<\/p>\n<p><em>Hannah Wundsam, RePhil Head of Communications, im Interview:<\/em><\/p>\n<h4>Was ist eure Motivation? Welches Problem l\u00f6st ihr?<\/h4>\n<p>In \u00d6sterreich werden j\u00e4hrlich 28.000 Tonnen an Take Away Verpackungen weggeworfen. Damit k\u00f6nnte man die Fl\u00e4che von Wien (414,6 Quadratkilometer) bedecken. In der Produktion von Take Away Verpackungen entstehen hohe CO2-Emissionen und nach Verwendung landen sie oft in Natur und Gew\u00e4ssern und verschmutzen die Umwelt. Das wollen wir mit der Einf\u00fchrung eines Kreislaufsystems vermeiden.<\/p>\n<h4>Aus welchem Material sind eure wiederverwertbaren Take Away Verpackungen?<\/h4>\n<p>Derzeit arbeiten wir mit <em>Polypropylen <\/em>und <em>Pure Plastic Technology<\/em> (PPT), einem Kunststoff. Wir forschen auch noch an anderen Materialien aus nachwachsenden Ressourcen. Aber momentan ist Polypropylen die nachhaltigste Variante. Es kann recycelt werden und \u2013 abh\u00e4ngig vom Gegenstand \u2013 300- bis 500mal wiederverwendet werden. Zum Beispiel spart man im Lebenszyklus einer Sch\u00fcssel 48 Kilogramm an CO2-Emissionen &#8211; verglichen mit Einwegbeh\u00e4ltern.<\/p>\n<p>Alternative Materialien wie Glas und Metall scheiden aus, weil sie extrem energieintensiv in der Herstellung sind. W\u00e4hrend man eine Sch\u00fcssel aus <em>Polypropylen<\/em> nur siebenmal wiederverwenden muss, um CO2-neutral mit einem Einwegbeh\u00e4lter zu sein, m\u00fcsste man eine Metallsch\u00fcssel drei\u00dfigmal wiederverwenden und eine Glassch\u00fcssel hundertmal. Au\u00dferdem ist <em>Polypropylen<\/em> im Vergleich zu Glas und Metall bruchfest und mikrowellentauglich.<\/p>\n<h4>Was war das bisher gr\u00f6\u00dfte Hindernis, das ihr mit RePhil \u00fcberwinden musstet?<\/h4>\n<p>Es gibt immer Hochs und Tiefs wenn man etwas Neuartiges aufbaut. Aber es ist auch spannend. Man muss dranbleiben und Durchhalteverm\u00f6gen zeigen. Kein Hindernis, aber eine Herausforderung ist es gerade, einen technischen Co-Founder zu finden. Wir suchen schon seit einem Monat. Das ist etwas, das viele Start-ups erleben, die keinen technischen Hintergrund haben. Es gibt nicht viele Leute am Markt.<\/p>\n<h4>Was waren die bisher sch\u00f6nsten Momente?<\/h4>\n<p>Als wir im Juni 2019 den Wettbewerb <a href=\"https:\/\/www.wu.ac.at\/gruenden\/unipreneurship\/entrepreneurship-avenue\"><em>Entrepreneurship Avenue<\/em><\/a> gewonnen haben, der von der <em>Wirtschaftsuniversit\u00e4t Wien<\/em> ausgeschrieben wird und Studenten aller Universit\u00e4ten offen steht.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter hat es uns stolz gemacht, das Kreislaufsystem f\u00fcr wiederverwendbare <em>Take Away Verpackungen<\/em> erstmals bei A1 testen zu k\u00f6nnen und zu sehen, dass es so funktioniert, wie wir uns das vorstellen.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n war es auch, Alexander, unseren dritten Co-Founder ins Team zu bekommen.<\/p>\n<h4>Was k\u00f6nnen wir uns von euch in einem Jahr erwarten?<\/h4>\n<p>Im ersten Halbjahr werden wir unsere Hypothesen validieren, die Produkte f\u00fcr den Launch vorbereiten und weitere Piloten durchf\u00fchren. Im zweiten Halbjahr werden wir unser Kreislaufsystem f\u00fcr wiederverwendbare <em>Take Away Verpackungen<\/em> dann erstmals \u00f6sterreichweit in Kantinen von Unternehmen sowie an Schulen, Universit\u00e4ten, Spit\u00e4lern, etcetera anbieten. Im ersten Schritt werden wir uns auf geschlossene Kreisl\u00e4ufe konzentrieren, langfristig streben wir ein offenes Kreislaufsystem an. Das klappt aber erst, wenn wir zumindest regional fl\u00e4chendeckend pr\u00e4sent sind, da wir dann den zus\u00e4tzlichen logistischen Aufwand minimieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4>Wo m\u00f6chtet ihr mit RePhil in f\u00fcnf Jahren sein?<\/h4>\n<p>Bis dahin m\u00f6chten wir vor allem \u00d6sterreich fl\u00e4chendeckend mit dem Kreislaufsystem f\u00fcr wiederverwertbare Take Away-Verpackungen besetzt haben \u2013 und europ\u00e4ischer Marktf\u00fchrer sein.<\/p>\n<h4>Was macht eure Innovation besser als existierende Dinge?<\/h4>\n<p>Wir bieten Unternehmen die M\u00f6glichkeit, ein Kreislaufsystem f\u00fcr Take Away-Verpackungen einzuf\u00fchren und k\u00f6nnen quantifizieren, wie viel M\u00fcll und CO2-Emissionen sie dadurch einsparen. Mit einem integrierten Benefit-System setzen wir zus\u00e4tzliche Anreize, das Kreislaufsystem zu verwenden und das Verhalten nachhaltig zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<h4>Danke f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/category\/startups\/\">Sie interessieren sich f\u00fcr Start-ups? Lesen Sie hier alle Artikel aus unserer Serie: <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannah Wundsam und Cornelia Sochor waren in einem Masterprogramm an der Wirtschaftsuniversit\u00e4t Wien, als ihnen auffiel, dass am Campus viele Take Away Verpackungen achtlos zur\u00fcckgelassen werden. Das wollten sie mit RePhil, einem Kreislaufsystem f\u00fcr wiederverwendbare Take Away Verpackungen \u00e4ndern. 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