{"id":204628,"date":"2020-01-23T07:00:01","date_gmt":"2020-01-23T06:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=204628"},"modified":"2020-01-23T07:00:01","modified_gmt":"2020-01-23T06:00:01","slug":"computer-auf-raedern-kosten-fuer-elektronik-im-auto-steigen-bis-2025-um-mehr-als-100","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/computer-auf-raedern-kosten-fuer-elektronik-im-auto-steigen-bis-2025-um-mehr-als-100\/","title":{"rendered":"Computer auf R\u00e4dern: Kosten f\u00fcr Elektronik im Auto steigen bis 2025 um mehr als 100%"},"content":{"rendered":"<p>Seit der \u201eBenz Patent-Motorwagen Nummer 1\u201c von Carl Benz im Jahr 1886 als offiziell erstes Automobil mit Verbrennungsmotor \u00fcber die Stra\u00dfen rollte, hat sich das Auto zwar entscheidend weiterentwickelt, eines hatten die vierr\u00e4drigen Fortbewegungsmittel aber gemeinsam: Sie waren ein mechanisches Fortbewegungsmittel, denn zentraler Punkt der Motor war. In der j\u00fcngsten Vergangenheit ist die Mechanik aber immer mehr in den Hintergrund ger\u00fcckt und die Elektronik und auch Software \u00fcbernehmen bei modernen E-Autos immer mehr Aufgaben.<\/p>\n<p>Autos haben schon jetzt nicht mehr nur Park- oder Bremsassistenten und \u00e4hnliche Sicherheitsausstattungen. Sie sind \u201eonline\u201c und es dauert wohl nicht mehr lange, bis es allt\u00e4glich wird, dass sie untereinander und \u2013 die n\u00f6tige Infrastruktur vorausgesetzt \u2013 mit ihrer Umgebung kommunizieren k\u00f6nnen. In nicht allzu ferner Zukunft werden Autos Teil des Internet der Dinge und Updates und Upgrades werden, wie bei unseren heimischen Computern, problemlos vonstatten gehen k\u00f6nnen. Kurz gesagt: Das Auto wird immer mehr zu einer Au\u00dfenstelle des Zuhauses. All das hat aber nat\u00fcrlich auch seinen Preis.<\/p>\n<p>Der elektrische Antriebsstrang, aber auch die vollst\u00e4ndige Vernetzung und autonomes Fahren f\u00fchrt laut der M\u00fcnchner <a href=\"https:\/\/www.rolandberger.com\/de\/\">Strategieberatung Roland Berger<\/a> dazu, dass elektronische Komponenten und Software auch k\u00fcnftig immer mehr an Bedeutung gewinnen. Was zur Folge hat, dass die Kosten weiter steigen. \u201eDie Einf\u00fchrung des softwaregesteuerten Autos f\u00fchrt zu deutlichen Ver\u00e4nderungen entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette\u201c, sagt Falk Meissner, Partner bei Roland Berger und Mit-Autor der Studie. \u201eAlle Akteure in der Industrie sind davon betroffen: W\u00e4hrend OEMs beispielsweise k\u00fcnftig erhebliche Ressourcen f\u00fcr die Modulintegration aufwenden m\u00fcssen, werden Halbleiterhersteller zunehmend auch zum Softwareanbieter.&#8221;<\/p>\n<figure id=\"attachment_204626\" aria-describedby=\"caption-attachment-204626\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-204626\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Roland_Berger_STU_603_Computer_on_Wheels_02_10_image_caption_none-600x363.png\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"363\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-204626\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Roland Berger GmbH<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Antriebsstrang als Kostentreiber<\/h3>\n<p>Laut der der Studie \u201eComputer on Wheels \u2013 Disruption in Automotive Electronics and Semiconductors\u201c wird der Kostenanteil elektronischer Komponenten im Verh\u00e4ltnis zu allen Bauteilen bis zum Jahr 2025 voraussichtlich von aktuell ca. 16 Prozent auf rund 35 Prozent wachsen. Das hei\u00dft, alleine die Kosten f\u00fcr die Elektronik bei einem elektrisch angetriebenen und halbautonom fahrenden Auto werden auf 7.030 US-Dollar steigen. Pro Fahrzeug. Aktuell liegen die Kosten f\u00fcr elektronische Module bei einem Oberklassenauto mit Verbrennungsmotor bei 3.145 US-Dollar.<\/p>\n<p>Etwa ein Viertel der Kosten (725 US-Dollar) lie\u00dfen sich im Allgemeinen auf die Digitalisierung zur\u00fcckf\u00fchren, mehr als die H\u00e4lfte der Mehrkosten (2.235 US-Dollar) auf die Elektrifizierung des Antriebsstrangs. Somit werde die Elektromobilit\u00e4t zum zentralen Kostentreiber.<\/p>\n<p>Beim autonomen Fahren entf\u00e4llt der L\u00f6wenanteil der Kosten f\u00fcr die Elektronik (925 Dollar) auf die Punkte Rechenleistung und Sensorik. \u201eAutonomes Fahren erfordert nicht nur einen Wechsel von der menschlichen Entscheidungsfindung zur k\u00fcnstlichen Intelligenz, vom Ged\u00e4chtnis zur Karte und von den Sinnen zu den Sensoren, sondern auch Investitionen in daf\u00fcr ben\u00f6tigte Technologien&#8221;, sagt Meissner. Rund die H\u00e4lfte der zus\u00e4tzlichen Kosten m\u00fcsse f\u00fcr Kameras, LIDAR-, Radar- und Ultraschallsensoren aufgewendet werden, der Rest f\u00fcr die KI-gesteuerte zentrale Recheneinheit, die die von den Sensoren gesammelten Daten analysiert und die Aktionen des Fahrzeugs bestimmt.<\/p>\n<p>\u201eNur ganz wenige Unternehmen werden es schaffen, alleine die komplette Elektronik- und Software-Lieferkette abzubilden und die entsprechenden Investitionen zu tragen&#8221;, kommentiert Meissner. Und genau deshalb tun sich auch immer mehr Hersteller mit bisherigen Konkurrenten in Partnerschaften zusammen oder gehen Kooperationen mit Halbleiterspezialisten ein. Bevor Firmen solche Schritte unternehmen, sollten sie aber erst ihre Position in der Wertsch\u00f6pfungskette neu definieren, meint Meisner. \u201eErst dann k\u00f6nnen Hersteller wie Zulieferer entscheiden, welches Know-how in den Bereichen Elektronik, Halbleiter und Software sie aufbauen m\u00fcssen und welche Kooperationen Vorteile bringen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rolandberger.com\/publications\/publication_pdf\/roland_berger_computer_on_wheels.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hier geht es zur kompletten Studie<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit der \u201eBenz Patent-Motorwagen Nummer 1\u201c von Carl Benz im Jahr 1886 als offiziell erstes Automobil mit Verbrennungsmotor \u00fcber die Stra\u00dfen rollte, hat sich das Auto zwar entscheidend weiterentwickelt, eines hatten die vierr\u00e4drigen Fortbewegungsmittel aber gemeinsam: Sie waren ein mechanisches Fortbewegungsmittel, denn zentraler Punkt der Motor war. 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