{"id":192422,"date":"2019-10-24T07:00:19","date_gmt":"2019-10-24T05:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=192422"},"modified":"2019-10-24T07:00:19","modified_gmt":"2019-10-24T05:00:19","slug":"elektro-tourenwagen-e-racer-etcr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/elektro-tourenwagen-e-racer-etcr\/","title":{"rendered":"Elektro-Tourenwagen E-Racer beschleunigt in 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km\/h"},"content":{"rendered":"<p>Waren bis vor wenigen Jahren noch ohrenbet\u00e4ubend laut r\u00f6hrende Motoren und der Gestank von Benzin und verbrannten Reifen die Attraktionen, die Fans zu Tausenden an die Rennstrecken der Welt lockten, zeigt sich der allgegenw\u00e4rtige Gedanke des Umweltschutzes mittlerweile immer mehr auch im Motorsport.<\/p>\n<p>Seit 2014 zieht die Formel E jedes Jahr mehr Fans in ihren Bann, obwohl statt lauter Verbrennungsmotoren nur das leise Summen der Elektroaggregate zu h\u00f6ren ist und die Autos auch nur gerade mal halb so schnell sind wie ihre gro\u00dfen Br\u00fcder der Formel 1. Bei den Zweir\u00e4dern wurde in diesem Jahr die MotoE als Rahmenrennserie der MotoGP in Leben gerufen, eine Elektro-GT-Serie ist in Planung. Bereits beschlossene Sache ist die <a href=\"https:\/\/electric-tcr.com\/en\/\">ETCR<\/a>, eine Elektro-Tourenwagen-Meisterschaft, die ab 2020 an den Start geht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/?s=formel+e\">Mehr zum Thema Elektromobilit\u00e4t im Motorsport finden Sie hier.<\/a><\/p>\n<h3>Kaum langsamer als herk\u00f6mmliche Tourenwagen<\/h3>\n<p>F\u00fcr diese E-TCR hat <a href=\"https:\/\/www.cupraofficial.de\/modelle\/leon-cupra\/uebersicht.html\">Cupra<\/a>, zust\u00e4ndig f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.seat.com\/\">SEAT<\/a> High-Performance-Fahrzeuge, den e-Racer entwickelt. Der 680 PS starke, rein elektrisch angetriebene Rennwagen bringt eine Spitzenleistung von bis zu 500 kW, die \u00fcber zehn Sekunden gehalten werden kann. Die Dauerleistung liegt bei 300 kW. Die vier Motoren beschleunigen den E-Racer in 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km\/h, in 8,2 Sekunden von 0 auf 200 km\/h und sorgen f\u00fcr eine H\u00f6chstgeschwindigkeit von satten 270 km\/h. Die traditionellen, DTM-Autos mit Verbrennungsmotoren sind mit 300 km\/h gerade mal 30 Stundenkilometer schneller, und das, obwohl der riesige Akku das Fahrzeug um 400 kg schwerer macht als sein benzinbetriebenes Tourenwagen-Pendant.<\/p>\n<figure id=\"attachment_192419\" aria-describedby=\"caption-attachment-192419\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-192419\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/singlePhoto-2.resizeViewPort.1200.fileReferenceOriginal-600x401.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"401\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-192419\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 SEAT<\/figcaption><\/figure>\n<p>Neben der H\u00f6chstgeschwindigkeit des E-Racers kann sich auch die Ladezeit sehen lassen: Laut SEAT laden die 6.702 Batterien in gerade mal 40 Minuten neu auf. Dazu kommt, dass in der Verz\u00f6gerungs- und Bremsphase mit Hilfe kinetischer Energie Leistung zur\u00fcckgewonnen wird. Weiterhin wurden die R\u00fcckspiegel aus aerodynamischen Gr\u00fcnden komplett durch kleine Kameras ersetzt und das im Armaturenbrett integrierte Display zeigt dem Fahrer, was um ihn herum geschieht. Auf dem zentralen Touchscreen kann er alle relevanten Daten des elektrischen Systems und der Fahrzeugleistung in Echtzeit \u00fcberwachen und \u00fcbertragen.<\/p>\n<h3>Erfolgreicher Test auf Formel-1-Strecke<\/h3>\n<p>Den ersten H\u00e4rtetest hat der E-Racer vor wenigen Tagen hinter sich gebracht, als der schwedische Rennfahrer Mattias Ekstr\u00f6m ihn auf der Rennstrecke Circuit de Catalunya in Barcelona auf Herz und Nieren pr\u00fcfte. Ekstr\u00f6m, der das Race of Champions bereits dreimal gewonnen hat, hat im Laufe seiner Rennsportkarriere alle Verbrennungsmotorenformate ausprobiert, musste sich an den E-Racer aber erst mal gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p>\u201eIch glaube, die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung liegt darin, ohne Schaltgetriebe zu fahren und ohne das R\u00f6hren des Motors als Bezugsgr\u00f6\u00dfe, um beispielsweise einzusch\u00e4tzen, wie schnell man in den Kurven fahren kann\u201c, sagte der DTM-Champion von 2004 und 2007. \u201eEs f\u00fchlte sich richtig gut an, besonders, wenn man aus den langsamen Kurven der Rennstrecke mit voller Kraft herauskommt.\u201c Er brauche jedoch noch ein bisschen Zeit, um sich an den Klang des Motors zu gew\u00f6hnen, gab er zu. \u201eEr ist viel leiser als alle Motoren, die ich zuvor gefahren bin, und ich bin ein sehr emotionaler Fahrer.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_192420\" aria-describedby=\"caption-attachment-192420\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-192420\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/singlePhoto-4.resizeViewPort.1200.fileReferenceOriginal-600x401.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"401\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-192420\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 SEAT<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Auch Hyundai testet bereits<\/h3>\n<p>W\u00e4hrend SEAT den E-Racer in Spanien testete, r\u00fcckte <a href=\"https:\/\/www.hyundai.com\/worldwide\/en\">Hyundai<\/a> mit seinem <a href=\"https:\/\/motorsport.hyundai.com\/racing\/etcr\/veloster-n-etcr\/\">Veloster N ETCR<\/a> zum ersten On-Track-Test in Ungarn aus und fuhr zwei Tage auf dem Ungaroring bei Budapest. Laut Auskunft des Unternehmens verlief auch dieser Test problemlos und erm\u00f6glichte die Ingenieure werden nun daran arbeiten, Leistung und Effizienz des Renners zu maximieren.<\/p>\n<p>Die ETCR wird die erste Tourenwagenserie mit Serienfahrzeugen verschiedener Hersteller sein, die von einem gemeinsamen 100% elektrischen Antriebsstrang angetrieben werden. Die Batterien und Fahrzeugsteuermodule (VCMs) kommen von <a href=\"https:\/\/www.williamsf1.com\/advanced-engineering\">Williams Advanced Engineering<\/a>, die die Formel-E-Fahrzeuge w\u00e4hrend der ersten vier Saisons mit Batterien ausgestattet haben. Im Jahr 2018 wurde das Unternehmen sogar mit dem Queen&#8217;s Award for Enterprise in der Kategorie Innovation f\u00fcr seine Arbeit ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Die Termine f\u00fcr die erste Saison der ETCR stehen noch nicht fest, die Rennen sollen aber auf drei Kontinenten, Europa, Asien und Nordamerika, stattfinden und sowohl auf Stra\u00dfenkursen als auch auf permanenten Rennstrecken ausgetragen werden.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Mattias Ekstr\u00f6m &amp; The CUPRA e-Racer. An electric duo.\" width=\"1290\" height=\"726\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/AEK18XN03d8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Waren bis vor wenigen Jahren noch ohrenbet\u00e4ubend laut r\u00f6hrende Motoren und der Gestank von Benzin und verbrannten Reifen die Attraktionen, die Fans zu Tausenden an die Rennstrecken der Welt lockten, zeigt sich der allgegenw\u00e4rtige Gedanke des Umweltschutzes mittlerweile immer mehr auch im Motorsport. 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