{"id":187270,"date":"2019-09-25T09:29:52","date_gmt":"2019-09-25T07:29:52","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=187270"},"modified":"2019-09-25T09:29:52","modified_gmt":"2019-09-25T07:29:52","slug":"daenisches-start-up-unternehmen-walk-with-path-gewinnt-europaeischen-innovationspreis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/daenisches-start-up-unternehmen-walk-with-path-gewinnt-europaeischen-innovationspreis\/","title":{"rendered":"D\u00e4nisches Start-up-Unternehmen &#8220;Walk with path&#8221; gewinnt europ\u00e4ischen Innovationspreis"},"content":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich waren Nuala Burke (29) und Lise Pape (37) aus D\u00e4nemark mehr als froh. Ihre Erfindung hat den mit 1 Million Euro dotierten <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/research-and-innovation\/funding\/funding-opportunities\/prizes\/horizon-prizes\/social-innovation_en\">Preis f\u00fcr soziale Innovation der Europ\u00e4ischen Kommission<\/a> erhalten. Es bringt sie ihrem Ziel n\u00e4her, Menschen mit Gehbehinderungen, wie z.B. der Parkinson-Krankheit, ein l\u00e4ngeres mobiles und unabh\u00e4ngiges Leben zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Ihre Firma hei\u00dft <a href=\"https:\/\/www.walkwithpath.com\/\">&#8216;Walk with path&#8217;<\/a> und ihr Produkt Pathfinder &#8211; Pfadfinder. Hierbei geht es um einen Streifen aus Gummi, mit dem ein kleines Licht auf einem Schuh befestigt werden kann. An der Spitze des Schuhes scheint dann das Licht und zeigt an, wohin man gehen muss. Dies ist eine einfache, aber unerl\u00e4ssliche Hilfe f\u00fcr Parkinson-Kranke, erkl\u00e4rt Pape dem EU-Kommissar f\u00fcr Forschung, Wissenschaft und Innovation, Carlos Moedas. &#8220;Menschen mit Parkinson-Krankheit leiden unter dem Ph\u00e4nomen des sogenannten Einfrierens. Sie f\u00fchlen sich wie am Boden festgeklebt und k\u00f6nnen nicht weitergehen.&#8221;<\/p>\n<h3>Einfrieren<\/h3>\n<p>&#8220;Eine M\u00f6glichkeit, dieses Einfrieren aufzul\u00f6sen, ist, dem Fu\u00df ein Hindernis in den Weg zu legen.&#8221; sagt Pape. &#8220;Dann steigen sie dar\u00fcber und k\u00f6nnen weitergehen.&#8221;<\/p>\n<p>Das fand sie heraus, als ihr eigener Vater, jetzt 73 Jahre alt, die Parkinson-Krankheit bekam. Um ihm zu helfen, stellte sie ihren Fu\u00df vor seinen, damit er dar\u00fcber treten konnte. Sie entdeckte, dass der Vater das Einfrieren aufl\u00f6sen und weiterlaufen konnte, wenn sein Fokus auf einem Objekt vor oder auf dem Fu\u00df lag.<\/p>\n<h3>Licht<\/h3>\n<p>Das mit dem Gummistreifen am Fu\u00df befestigte Licht sorgt ebenfalls f\u00fcr diesen Fokus. Pape und Burke entwickelten ihr Produkt in Zusammenarbeit mit Bas Bloem, Professor f\u00fcr Neurologie der <a href=\"https:\/\/www.ru.nl\/deutsch\/\">Radboud University in Nimwegen<\/a>. Das Produkt is seit 2017 auf den Markt.<\/p>\n<h3>250.000 Euro<\/h3>\n<p>Zwei weitere Start-ups, die \u00e4lteren Menschen dabei helfen l\u00e4nger mobil zu bleiben, erhielten 250.000 Euro. Einer davon ist der Schweizer <a href=\"https:\/\/myo.swiss\/myosuit\/\">Myo-Anzug<\/a>. Der Sch\u00f6pfer des Produkts, Kai Schmidt, studierte Maschinenbau. Nachdem seine Gro\u00dfmutter eine neue H\u00fcfte bekommen hatte und nur mit einem Rollator gehen konnte, machte er sich Gedanken dar\u00fcber, welche besseren M\u00f6glichkeiten es geben k\u00f6nnte, ihr beim Gehen zu helfen. Deshalb begann er, sich auf die Entwicklung dieses medizinisch-technischen Produkts zu konzentrieren.<\/p>\n<h3>Kunststoff-Skelett<\/h3>\n<p>Er hat sich f\u00fcr sie einen Roboteranzug ausgedacht. Der besteht aus einem Kunststoffskelett, das um H\u00fcfte und Beine herumgeht und von einer Batterie angetrieben wird, die der Benutzer in einem Rucksack mit sich f\u00fchrt. Das Skelett ist leicht &#8211; die Batterie leider nicht, sagt Schmidt. Es kann f\u00fcr Menschen mit allen m\u00f6glichen Erkrankungen n\u00fctzlich sein, die es zur Unterst\u00fctzung ihrer Muskelkraft einsetzen wollen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_187191\" aria-describedby=\"caption-attachment-187191\" style=\"width: 4032px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-187191 size-full\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/IMG-1023-1.jpg\" alt=\"\" width=\"4032\" height=\"3024\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-187191\" class=\"wp-caption-text\">Kai Schmidt in seinem Plastikskelett<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Arzt als stellvertretender B\u00fcrgermeister<\/h3>\n<p>Der dritte Gewinner, der ebenfalls 250.000 Euro f\u00fcr Investitionen ein sein Unternehmen erhielt, war <a href=\"https:\/\/www.toulouse.fr\/web\/social\/seniors-a-toulouse\/carte-montoulouse-senior\">Mob4seniors<\/a> aus Toulouse, Frankreich. Sie erstellten eine digitale Karte, die es \u00e4lteren Menschen erleichtert, an kommunalen Aktivit\u00e4ten teilzunehmen. &#8220;Gesund und sozial.&#8221;, so die Erfinder. Unterst\u00fctzt wurden sie von ihrem stellvertretenden B\u00fcrgermeister, der nicht nur Verwalter und Politiker, sondern auch Arzt ist. Das habe ihnen geholfen, sagten sie dem Kommissar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich waren Nuala Burke (29) und Lise Pape (37) aus D\u00e4nemark mehr als froh. Ihre Erfindung hat den mit 1 Million Euro dotierten Preis f\u00fcr soziale Innovation der Europ\u00e4ischen Kommission erhalten. Es bringt sie ihrem Ziel n\u00e4her, Menschen mit Gehbehinderungen, wie z.B. der Parkinson-Krankheit, ein l\u00e4ngeres mobiles und unabh\u00e4ngiges Leben zu erm\u00f6glichen. 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