{"id":186979,"date":"2019-09-23T17:00:59","date_gmt":"2019-09-23T15:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=186979"},"modified":"2019-09-23T17:00:59","modified_gmt":"2019-09-23T15:00:59","slug":"start-up-of-the-day-satellitendaten-fuer-precision-farming","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/start-up-of-the-day-satellitendaten-fuer-precision-farming\/","title":{"rendered":"Start-up of The Day: Satellitendaten f\u00fcr Precision Farming"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.satagro.pl\/\"><em>SatAgro<\/em><\/a>: Weltraumtechnologien f\u00fcr Kleinbetriebe<\/p>\n<p><em>&#8211; Innovation in der Landwirtschaft ist eine Schlange, die ihren eigenen Schwanz frisst.<\/em><\/p>\n<p>Deshalb muss eine Revolution stattfinden &#8211; sagt Przemys\u0142aw \u017belazowski, CEO des Start-up-Unternehmens SatAgro.<\/p>\n<p>Przemys\u0142aw \u017belazowski ist Wissenschaftler. Durch sein Studium in Polen hat ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den Umweltschutz entwickelt. W\u00e4hrend seines Doktorstudiums in Oxford erfuhr er von den potenziellen Vorteilen des satellitengest\u00fctzten Monitorings. Seine Arbeit in Rom f\u00fcr die Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen weckte sein Interesse f\u00fcr die Landwirtschaft. Heute kombiniert er diese Erfahrungen in seinem Start-up-Unternehmen SatAgro.<\/p>\n<p>Zusammen mit Krzysztof Stopa (Leiter des <a href=\"https:\/\/www.cto.gda.pl\/en\">CTO<\/a>-Forschungszentrums in Polen) entwickelte er ein Produkt, das es auch Kleinbauern erm\u00f6glicht, ihre Ernte mit Satellitenbildern zu \u00fcberwachen und auf Precision Farming umzusteigen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-186583\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/SatAgro_article_graphics_satagro4-600x392.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"392\" \/><\/p>\n<h3>Euer Produkt ist ein Satelliten-Informationssystem f\u00fcr Landwirte. Im Klartext, was genau ist das?<\/h3>\n<p>Es ist eine einfach zu bedienende Anwendung f\u00fcr Landwirte, die ihnen mit zun\u00e4chst aus Satellitenbildern Echtzeitinformationen \u00fcber den Status und die Vielfalt der Ernte auf ihren Feldern liefert. Dann gibt sie Anweisungen f\u00fcr Landmaschinen, z.B. wie man d\u00fcngen oder s\u00e4en soll. Um eines klarzustellen, wir bieten keine starren L\u00f6sungen an, wie z.B. wie viele Kilogramm D\u00fcnger f\u00fcr jeden Teil des Feldes benutzt werden sollten. Wir bieten ein flexibles Tool, das der Landwirt leicht an seine Situation anpassen kann. Wenn die Agronomen zum Beispiel sehen, dass die ersten Satellitenbilder zeigen, dass Weizen in einem Abschnitt des Feldes nicht so gut w\u00e4chst, in einem anderen Abschnitt aber viel besser abschneidet, k\u00f6nnte es der Landwirt seine Bem\u00fchungen auf die schw\u00e4cheren Wachstumsbereiche konzentrieren. So kann er diesen Bereich des Feldes anschlie\u00dfend intensiver d\u00fcngen. Wenn es aber schon zu sp\u00e4t in der Saison ist, dann wird er in den schw\u00e4chsten Teil des Feldes wahrscheinlich nicht so viel investieren. Eine M\u00f6glichkeit, das zu tun, besteht darin, dass der Landwirt einige Fragen beantwortet und auf Grundlage dieser Informationen mit unserer Software Anleitungen bekommen kann, die die verschiedenen Erntebedingungen ber\u00fccksichtigt. Es wird eine Dosiertabelle erstellt, die auf die spezifischen Anforderungen der Kulturen zugeschnitten ist. Diese Anleitung ist mit den Maschinen kompatibel, die er verwendet. In bestimmten F\u00e4llen, wie z.B. bei John Deere Ger\u00e4ten, k\u00f6nnen Agronomen innerhalb weniger Minuten Daten von einem Satelliten herunterladen, automatisch Anleitungen f\u00fcr die D\u00fcngung mehrerer Felder erstellen und diese per Fernbedienung an das Terminal der Maschine senden.<\/p>\n<h3>Welches Problem l\u00f6st SatAgro?<\/h3>\n<p>Im Zeitalter des Klimawandels ist die Innovation in der Landwirtschaft wie eine Schlange, die ihren eigenen Schwanz frisst. Die Gr\u00fcne Revolution in der Landwirtschaft in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts hat zu einer enormen Effizienzsteigerung gef\u00fchrt. Umgekehrt gibt es aber auch viele negative Auswirkungen: Eine Verschlechterung des Bodens, chemische Kontamination, Verlust der Biodiversit\u00e4t. Es besteht die Gefahr, dass die Biodiversit\u00e4t durch chemische Kontamination verloren geht. Es besteht auch die Gefahr, dass das gesamte System instabil ist, wie der neueste <a href=\"https:\/\/www.ipcc.ch\/report\/srccl\/\">IPCC<\/a>-Bericht zeigt. Deshalb brauchen wir neue Agrartechnologien. Precision Farming ist eine solche Methode. Sie erm\u00f6glicht es den Landwirten, die Dosierung ihrer Ressourcen, z.B. D\u00fcngemittel, Pestizide oder Phytohormone, zu optimieren und damit die Umweltbelastung zu reduzieren. Ich muss aber auch sagen, dass das nur ein Teil der L\u00f6sung f\u00fcr die Herausforderungen ist, vor denen die Landwirtschaft steht. Das ist es, was wir tun k\u00f6nnen, um zu helfen, und wir tun es sehr gut, aber die chemische Zusammensetzung von Pestiziden oder Pflanzeneigenschaften k\u00f6nnen wir nicht kontrollieren.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-186585\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/SatAgro_article_graphics_SatAgro-laptop-explorer-600x363.png\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"363\" \/><\/p>\n<h3>Es gibt bereits Unternehmen auf dem Markt, die Satellitenbilder zur \u00dcberwachung von Kulturen verwenden. Inwiefern unterscheidet Ihr Euch von Euren Mitbewerbern?<\/h3>\n<p>Erstens k\u00f6nnen wir alle Prozesse gut automatisieren, und wir haben ein System geschaffen, das es einer gro\u00dfen Anzahl von Benutzern erm\u00f6glicht, das System per Fernbedienung zu bedienen.<\/p>\n<p>Zweitens sind wir offen f\u00fcr die Zusammenarbeit mit Kleinbetrieben, auch mit dem, was wir oben erw\u00e4hnt haben. Normalerweise sind solche Technologien wie unsere f\u00fcr Landwirte konzipiert, die \u00fcber Hunderte von Hektar Land verf\u00fcgen. Wir bieten auch Dienstleistungen f\u00fcr kleinere Betriebe an, und wir haben Preise, die eher der Massenproduktion entsprechen als den exklusiven Raten. Die Gr\u00f6\u00dfe eines Felds, das \u00fcberwacht werden kann, ist ein Hektar und gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<h3>Was sind die gr\u00f6\u00dften Hindernisse f\u00fcr das Unternehmen?<\/h3>\n<p>Den Markt zu \u201aerziehen\u2018. Als ich 2015 mit Gesch\u00e4ftsleuten sprach und ihnen den Prototyp zeigte, sahen sie mich an, wie einen verr\u00fcckten Au\u00dferirdischen. Jetzt ist es viel besser geworden. Die Landwirte sind bereits besser mit diesen Technologien vertraut und k\u00f6nnen besser mit ihnen umgehen. Die Konkurrenz wird gr\u00f6\u00dfer, was aber auch dazu dient, den Markt weiter zu erziehen. Im Moment haben k\u00f6nnen wir und \u00fcber die Anzahl der Personen, die an Bord kommen wollen, nicht beschweren.<\/p>\n<h3>Was waren die besten Momente bisher?<\/h3>\n<p>Als wir die ersten Vertr\u00e4ge unterzeichnet haben. Es war ein tolles Gef\u00fchl nach eineinhalb Jahren Arbeit an der Programmierung, um endlich den Prototyp pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen. Und vom CEO eines gro\u00dfen Betriebs zu h\u00f6ren, dass er nie gedacht h\u00e4tte, dass so etwas m\u00f6glich w\u00e4re &#8211; und dass es auch von einem polnischen Unternehmen gegr\u00fcndet wurde! Das war ein entscheidender Moment, da wir alle von unserer Arbeit ersch\u00f6pft waren. Wir haben von den ersten Kunden gro\u00dfartiges positives Feedback und enormen Auftrieb bekommen.<\/p>\n<h3>Was sind Deine Pl\u00e4ne f\u00fcr das kommende Jahr?<\/h3>\n<p>Zun\u00e4chst einmal wollen wir uns intensiv mit der Wasserwirtschaft befassen. Wir bereiten die Anwendung schon seit langem vor, und in diesem Jahr ist es an der Zeit, sie der Welt zu zeigen. Zweitens arbeiten wir mit Unterst\u00fctzung der Europ\u00e4ischen Weltraumorganisation an einem \u00dcberwachungssystem, das auf regionaler und nationaler Ebene angewendet werden kann. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir in der Lage sind, Bedrohungen wie D\u00fcrre oder Frost schnell zu erkennen und darauf zu reagieren. Im Rahmen unserer Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit planen wir eine Ausweitung auf neue M\u00e4rkte dieser Gebiete in der Europ\u00e4ischen Union und Nordamerika. Letztes Jahr haben wir SatAgro so vorzubereitet, dass der Dienst in Zukunft problemlos in anderen L\u00e4ndern eingef\u00fchrt werden kann. Jetzt m\u00fcssen wir dort also Kunden finden.<\/p>\n<h3>Was willst Du in den n\u00e4chsten 5 Jahren erreichen?<\/h3>\n<p>Wir wollen, dass unser Service in f\u00fcnf Jahren breit verf\u00fcgbar und als n\u00fctzlicher Think-Tank bekannt ist. Wir wollen schnell Informationen dar\u00fcber generieren, was mit den Nutzpflanzen geschieht, wie man sie managt und wie man reagiert. Ich pers\u00f6nlich m\u00f6chte, dass wir Instrumente schaffen, die das Bewusstsein f\u00fcr den Pflanzenbau st\u00e4rken, der die Grundlage f\u00fcr unsere Ern\u00e4hrung und unsere Ern\u00e4hrungssicherheit bildet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/?s=start-up\"><span lang=\"de-DE\">Sie interessieren sich f\u00fcr Start-ups? Hier finden Sie weitere Artikel zum Thema<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SatAgro: Weltraumtechnologien f\u00fcr Kleinbetriebe &#8211; Innovation in der Landwirtschaft ist eine Schlange, die ihren eigenen Schwanz frisst. Deshalb muss eine Revolution stattfinden &#8211; sagt Przemys\u0142aw \u017belazowski, CEO des Start-up-Unternehmens SatAgro. Przemys\u0142aw \u017belazowski ist Wissenschaftler. 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