{"id":186124,"date":"2019-09-19T17:19:09","date_gmt":"2019-09-19T15:19:09","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=186124"},"modified":"2019-09-19T17:19:09","modified_gmt":"2019-09-19T15:19:09","slug":"parkbob-digitalisiert-mobilitaetsprozesse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/parkbob-digitalisiert-mobilitaetsprozesse\/","title":{"rendered":"Start-up of the Day: Parkbob digitalisiert Mobilit\u00e4tsprozesse"},"content":{"rendered":"<p>Parkbob startete vor vier Jahren mit einer App f\u00fcr parkplatzsuchende Autolenker in Wien. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte das Start-up seine Services weiter. Heute ist es Experte f\u00fcr digitale Mobilit\u00e4tsdienstleistungen und kooperiert mit<em> Shared Mobility-<\/em>Anbietern weltweit.<\/p>\n<p>Vier Jahre nach Gr\u00fcndung ist die Unterst\u00fctzung bei der Parkplatzsuche auch schon bei Amazons Sprachsteuerung integriert. Jetzt ist es Alexa, die Fahrzeuglenkern Auskunft \u00fcber freie Parkpl\u00e4tze und Parkgeb\u00fchren gibt. Bald soll <a href=\"https:\/\/www.parkbob.com\/\">Parkbob<\/a> auch f\u00fcr Navigationsger\u00e4te und incar-Systeme verf\u00fcgbar sein. Dabei ist das Service f\u00fcr die Kunden immer kostenlos. Das eigentliche Profit-Center liegt im B2B-Bereich und dabei konkret in den Bereichen Mobilit\u00e4t und Automotive.<\/p>\n<p>Es waren mehrere Faktoren, die zum raschen Wachstum von Parkbob f\u00fchrten: Entscheidend waren jedoch Risikokapitalfinanzierung, die Expansion in die USA und Diversifizierung. Heute deckt Parkbob insgesamt sechzig St\u00e4dte weltweit ab. Kooperationspartner ist <a href=\"https:\/\/www.your-now.com\/de\/our-solutions\/reach-now\"><em>Reach Now<\/em><\/a> von BMW\/Daimler.<\/p>\n<p><em>Der Gr\u00fcnder Christian Adelsberger im Interview:<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_186367\" aria-describedby=\"caption-attachment-186367\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-186367\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Christian-Adelsberger-c-Parkbob-600x400.jpg\" alt=\"Parkbob, Christian Adelsberger\" width=\"600\" height=\"400\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-186367\" class=\"wp-caption-text\">Christian Adelsberger (c) Parkbob<\/figcaption><\/figure>\n<h4>Wie w\u00fcrden Sie die Unternehmensaktivit\u00e4ten von Parkbob zusammenfassen?<\/h4>\n<p>Wir sind vor vier Jahren mit <em>Parken auf der Stra\u00dfe<\/em> gestartet, machen mittlerweile aber viel mehr. Dabei spielt die Nutzung des urbanen Raums eine gro\u00dfe Rolle. Es geht um die letzte Meile. Wir unterst\u00fctzen Unternehmen im Bereich Mobilit\u00e4t und Automotive, alle Mobilit\u00e4tsprozesse zu digitalisieren \u2013 und das auf drei Ebenen. Wir digitalisieren &#8230;<\/p>\n<ul>\n<li>\u00a0&#8230; den urbanen Raum \u2013 St\u00e4dte haben zwar Geodaten, aber nicht vollst\u00e4ndig.<\/li>\n<li>&#8230; die Nutzungsregeln, die f\u00fcr den urbanen Raum gelten. Circa sechzig Prozent des Parkraums sind geregelt.<\/li>\n<li>\u00a0&#8230; das Nutzungsverhalten, um das Service dort verf\u00fcgbar zu machen, wo wirklich Nachfrage besteht. Damit helfen wir <em>Shared Mobility<\/em>-Anbietern, ihre Flotten so zu verteilen, dass sie die Nachfrage bedienen. Normalerweise sind die Ger\u00e4te unregelm\u00e4\u00dfig verteilt. Wir zeigen, wie sie verteilt sein m\u00fcssen, um der Nachfrage gerecht zu werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Namensschale entwachsen, werden wir uns bald einen neuen Namen geben, der generischer und allgemeiner wird \u2013 mit Konnotationen zu Urbanit\u00e4t und Mobilit\u00e4t.<\/p>\n<h4>Was war Ihr Zugang zu Parkbob?<\/h4>\n<p>Es war die pers\u00f6nliche Erfahrung, Frustration dar\u00fcber, wie Parken in der Stadt funktioniert. Ich habe einmal nach stundenlanger Autofahrt mit der Familie vierzig Minuten Parkplatz gesucht. Damals dachte ich: Das muss doch besser gehen! Nach einigem \u00dcberlegen bin ich draufgekommen, dass es ja eigentlich nur ein Informationsdefizit ist. Das war der Z\u00fcndfunke.<\/p>\n<p>Ich bin Betriebswirt, habe in Innsbruck studiert und war dann lang in London, Seattle und Berlin. Dort bin ich rasch im Start-up-Business gelandet und die Dynamik hat meinem Wesen entsprochen. Durch den Sektor Finanzdienstleistungen habe ich in verschiedenen Industrien gearbeitet, die von der Digitalisierung erfasst waren. Schon damals war erkennbar, dass sich nicht nur Services \u00e4ndern werden, sondern auch die Strukturen. Im Bereich Mobilit\u00e4t war mir klar, dass der Sektor so stark von der Digitalisierung ersch\u00fcttert werden wird, dass die Umw\u00e4lzungen sicher zwanzig Jahre andauern werden.<\/p>\n<h4>Was ist Ihre Motivation? Welches Problem l\u00f6sen Sie und warum ist das wichtig?<\/h4>\n<p>Mir geht es darum, etwas Erfolgreiches Gro\u00dfes zu bauen und das hat das Kleid eines Unternehmens. Etwas zu schaffen, das einen positiven Einfluss auf Menschen hat. Das Problem, das wir mit Parkbob l\u00f6sen, sind die Ineffizienzen, die in der urbanen Mobilit\u00e4t bestehen. Etwa zwanzig Prozent der Verkehrsprobleme im innerst\u00e4dtischen Verkehr sind auf Parkprobleme zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<h4>Was war das gr\u00f6\u00dfte Hindernis, das Sie \u00fcberwinden mussten? Gab es einen Moment in dem Sie aufgeben wollten?<\/h4>\n<p>In meiner Erfahrung wachsen die Hindernisse mit dem Erfolg \u2013 auch weil die eigenen Anspr\u00fcche steigen. Das erste Hindernis tauchte schon in der Gr\u00fcndungsphase auf, als ich erfuhr, dass der Techniker, der mich im Ideenstadium begleitete, nicht mitmachen will. Als Start-up muss man muss sich von vornherein dar\u00fcber im Klaren sein, dass man jahrelang dem Risiko ausgesetzt ist.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter war es nicht ganz selbstverst\u00e4ndlich, in die USA zu expandieren. Als \u00f6sterreichisches Unternehmen auf internationaler Ebene \u00fcberhaupt wahrgenommen zu werden, ist nicht einfach. Aber das haben wir gut gemeistert. 2019 werden wir den gr\u00f6\u00dften Teil des Umsatzes in Nordamerika erwirtschaften.<\/p>\n<h4>Wie kam die Expansion in die USA?<\/h4>\n<p>Wir arbeiten in unserem Kundensegment haupts\u00e4chlich mit internationalen Unternehmen \u2013 das hei\u00dft, wir m\u00fcssen ebenfalls internationale Abdeckung mitbringen, wenn wir interessant sein wollen. Au\u00dferdem hatte ich aufgrund meiner pers\u00f6nlichen Historie Interesse daran. Ich habe meine ersten Berufserfahrungen im Ausland gemacht &#8211; in London, Seattle und Berlin.<\/p>\n<h4>Was waren die bisher sch\u00f6nsten Momente? Welche Leistungen haben Sie wirklich stolz gemacht?<\/h4>\n<p>Wir haben bei null angefangen. Am Anfang hatten wir ein B\u00fcro mit dreizehn Quadratmetern und einem <em>halben<\/em> Mitarbeiter. Mit der ersten Finanzierung kamen die ersten Mitarbeiter &#8211; und das meist direkt von der Uni. Dabei war es sch\u00f6n zu sehen, wie rasch sich Mitarbeiter oft in kurzer Zeit zu Experten auf ihrem Gebiet entwickeln.<\/p>\n<h4>Was k\u00f6nnen wir im kommenden Jahr von Ihnen erwarten?<\/h4>\n<p>Wir werden unsere Entwicklungsarbeit auf die USA konzentrieren und vieles davon nach Europa zur\u00fcckf\u00fchren. Insbesondere sind es die Erfolge aus Car- und Scooter-Sharing, die wir nach Europa bringen wollen. Dazu werden wir Kooperationen eingehen und ausbauen.<\/p>\n<h4>Wo m\u00f6chten Sie mit Ihrem Unternehmen in f\u00fcnf Jahren sein \u2013 was ist Ihr h\u00f6chstes Ziel?<\/h4>\n<p>In f\u00fcnf Jahren soll das Unternehmen ein etablierter globaler Player sein, der wesentlich dazu beitr\u00e4gt, mehr Menschen Zugang zu leistbarer Mobilit\u00e4t zu geben.<\/p>\n<h4>Was macht Ihre Innovation besser oder anders als existierende Dinge?<\/h4>\n<p>Aufgrund der beschr\u00e4nkten Mittel als kleines Start-up haben wir fr\u00fch begonnen, skalierbare Methoden und Technologien einzusetzen &#8211; k\u00fcnstliche Intelligenz, Data Science und Machine Learning.<\/p>\n<h4>Danke f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/?s=start-up\">Sie interessieren sich f\u00fcr Start-ups? Hier finden Sie weitere Artikel zum Thema<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Parkbob startete vor vier Jahren mit einer App f\u00fcr parkplatzsuchende Autolenker in Wien. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte das Start-up seine Services weiter. Heute ist es Experte f\u00fcr digitale Mobilit\u00e4tsdienstleistungen und kooperiert mit Shared Mobility-Anbietern weltweit. Vier Jahre nach Gr\u00fcndung ist die Unterst\u00fctzung bei der Parkplatzsuche auch schon bei Amazons Sprachsteuerung integriert. 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