{"id":183252,"date":"2019-08-29T19:45:38","date_gmt":"2019-08-29T17:45:38","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=183252"},"modified":"2019-08-29T19:45:38","modified_gmt":"2019-08-29T17:45:38","slug":"technologie-und-wie-sie-sich-auf-die-gesellschaft-auswirkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/technologie-und-wie-sie-sich-auf-die-gesellschaft-auswirkt\/","title":{"rendered":"Technologie und wie sie sich auf die Gesellschaft auswirkt"},"content":{"rendered":"<p>Alles <em>ARS Electronica<\/em>, hei\u00dft es von 5. bis 9. September 2019 in Linz. Europas gr\u00f6\u00dftes Festival f\u00fcr Kunst, Technologie und Gesellschaft bespielt die Stadt mit tausend Mitwirkenden, f\u00fcnfhundert Events und zehn Locations. Es ist das vierzigste Jubil\u00e4um und das Programm ist umfangreich wie nie zuvor. Dem Publikum bietet sich ein f\u00fcnft\u00e4giges Programm an Konferenzen, Podiumsdiskussionen, Workshops, Ausstellungen, Performances, Interventionen und Konzerten.<\/p>\n<p>1979, als die ARS Electronica gegr\u00fcndet wurde, war Linz noch eine dreckige Industriestadt, erz\u00e4hlt<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Christine_Sch%C3%B6pf\"> Christine Sch\u00f6pf<\/a>, Zeitzeugin und Co-Direktorin des Festivals bei der Pressekonferenz in Wien. Die Idee zum origin\u00e4ren Kulturevent entstand, inspiriert von der lokalen Band <a href=\"http:\/\/www.linzwiki.at\/wiki\/Eela_Craig\/\"><em>Eela Craig<\/em><\/a> und unterst\u00fctzt vom Kybernetiker und Physiker <a href=\"http:\/\/www.herbert-w-franke.de\/\">Herbert W. Franke<\/a>. Die Band war eine der ersten, die mit elektronischen Medien experimentierte und der Kybernetiker einer der ersten, der \u00fcber Musik und Elektronik publizierte.<\/p>\n<h3>Klangwolke<\/h3>\n<p>Zun\u00e4chst sollte es eine Konferenz werden. Um nicht nur Insider anzusprechen, sondern auch die \u00d6ffentlichkeit, entwickelte Franke gemeinsam mit dem M\u00fcnchner Komponisten <a href=\"http:\/\/walter-haupt.de\/\">Walter Haupt<\/a> das Konzept der Linzer <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Linzer_Klangwolke\">Klangwolke<\/a> &#8211; Synonym f\u00fcr ein Freiluftkonzert, das mit Visualisierungen erg\u00e4nzt ist. Die Klangwolke war der Auftakt der Konferenz und sollte die achte Sinfonie von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Anton_Bruckner\">Anton Bruckner<\/a> (1887) einem breiten Publikum zug\u00e4nglich machen. Die Er\u00f6ffnungsrede hielt ein Roboter aus Amerika, der wie ein Staatsgast am Flughafen empfangen wurde.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Politiker von der Klangwolke gleich begeistert waren, musste die Konferenz erst zum Festival werden, um sich durchzusetzen. Als Seismograph f\u00fcr die Entwicklungen in der Medienkunst sollte das Festival offen sein f\u00fcr Kunstschaffende, Forschende, Technologen, Designer, Entrepreneure aber auch f\u00fcr Studierende. Durch die Verbindung von Kunst, Technologie und Gesellschaft, fand man schlie\u00dflich ein variables Themenfeld, dessen Fokus verschiebbar war. Wobei es nicht zuletzt die Positionierung im Spannungsfeld von Bild und Akkustik war, welche die Fortf\u00fchrung erm\u00f6glichte, so die Zeitzeugin Sch\u00f6pf. 1996 erhielt die <em>ARS Electronica<\/em> ihr eigenes Haus, das als <em>Museum der Zukunft<\/em> gef\u00fchrt wird. Auf 3000 qm Fl\u00e4che werden seither permanent Projekte rund um Computerkunst und Technologie pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<h3>Zukunftsszenarien<\/h3>\n<p>Dass das Festival in der sozialen Transformation durch die Digitalisierung eine Funktion hat, wurde l\u00e4ngst bewiesen. Organisatoren und Mitwirkende haben nicht blo\u00df \u00fcber Technologie informiert, sondern auch die Frage gestellt, wie wir diese nutzen wollen. Die so entstandenen Zukunftsszenarien haben sich im R\u00fcckblick oft bewahrheitet, erkl\u00e4rt der k\u00fcnstlerische Leiter <a href=\"https:\/\/ars.electronica.art\/about\/\">Gerfried Stocker<\/a>.<\/p>\n<p>In seiner vierzigsten Auflage l\u00e4uft das Festival unter dem Titel <a href=\"https:\/\/ars.electronica.art\/aeblog\/de\/2019\/04\/11\/outofthebox\/\"><em>Out of the Box \u2013 Die Midlife Crisis der digitalen Revolution<\/em><\/a>. Das Thema <em>Out of the Box<\/em> bezieht sich auf das Versprechen der Industrie auf Ger\u00e4te, die sofort und problemlos funktionieren. Gleichzeitig ist es das Mantra einer Start-up-Szene, in der es um <em>das Neue<\/em> geht. Das Thema wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.<\/p>\n<h3>Emanzipation<\/h3>\n<p>In einer Standortbestimmung soll der Slogan eine Aufforderung zur Emanzipation sein. Bisher wurde die Digitalisierung den Technologiekonzernen \u00fcberlassen. Die <em>Midlife Crisis <\/em>kommt mit der Erkenntnis, dass es unsere Zukunft ist, welche die Konzerne gestalten und wir aktiv eingreifen m\u00fcssen. Zitat: \u201eWir m\u00fcssen die uns zugewiesene Rolle als blo\u00df Konsumierende und willf\u00e4hrig Datenliefernde hinter uns lassen.\u201c Eine Vertiefung in das Thema bietet die gleichnamige Themenkonferenz.<\/p>\n<p>Mit Spannung bleibt der <a href=\"https:\/\/ars.electronica.art\/error\/de\/startsday\/\"><em>Starts Day<\/em><\/a> zu erwarten, der Vortr\u00e4ge, Panels und Workshops \u00fcber das Potenzial zuk\u00fcnftiger Innovatoren bietet. Dahinter steckt eine Initiative der <em>Europ\u00e4ischen Union, <\/em>welche die Kooperation von Kunst und Technologie f\u00f6rdert. K\u00fcnstler sind aufgerufen, notwendige Konzepte zu entwerfen und Handlungsm\u00f6glichkeiten auszuloten. Im Rahmen des Festivals wird das Projekt<a href=\"https:\/\/www.starts.eu\/about-starts\/\"> <em>S+T+ARTS = STARTS<\/em><\/a> pr\u00e4sentiert \u2013 gemeinsam mit einer Auswahl der preisgekr\u00f6nten und nominierten Werke des <a href=\"https:\/\/starts-prize.aec.at\/de\/jury2019\/\">STARTS Prize 2019<\/a>.<\/p>\n<p>Neuer Programmpunkt ist die <a href=\"https:\/\/ars.electronica.art\/outofthebox\/humanism\/\"><em>European Platform for Digital Humanism<\/em><\/a><em>, <\/em>eine Ausstellung, in der die Frage nach einem europ\u00e4ischen Weg in die digitale Gesellschaft gestellt wird. Das Projekt wurde mit zahlreichen Partnern realisiert und verdeutlicht so die zunehmende Bedeutung internationaler Kooperationen. Auf einer zweigescho\u00dfigen Fl\u00e4che von knapp 100.000 qm Fl\u00e4che werden zwei Ans\u00e4tze f\u00fcr Kunst- und Technologieprojekte pr\u00e4sentiert:<\/p>\n<ul>\n<li>Kunst- und Technologieprojekte, die vorrangig im Kontext von Forschung entstanden sind;<\/li>\n<li>Kunst- und Technologieprojekte, die in erster Linie k\u00fcnstlerische Ausdrucksmittel sind;<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Locations<\/h3>\n<p>Eine Besonderheit der <em>ARS Electronica<\/em> sind sicher die zehn verschiedenen Locations, die teilweise im Kontrast zur technoiden Struktur des Festivals stehen. Hot Spot ist die <a href=\"https:\/\/ars.electronica.art\/outofthebox\"><em>Post City<\/em><\/a>, nahe dem Bahnhof. Eine Reihe von musikalischen Darbietungen werden im etwas au\u00dferhalb von Linz liegenden historischen <a href=\"http:\/\/www.stift-st-florian.at\/start.html\"><em>Stift Sankt Florian<\/em><\/a> abgehalten. Im <a href=\"https:\/\/www.dioezese-linz.at\/site\/mariendom\/bauwerk\/rundgang\">Mariendom<\/a>, im Stadtzentrum, zeigt die auf Technologiethemen spezialisierte junge Berliner <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/yair.berlin\/\">Galerie Yair<\/a> Videoinstallationen von internationalen Kunstschaffenden. Eine ungew\u00f6hnliche Location ist zweifellos auch der Donaupark, der die Freiluftb\u00fchne f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.brucknerhaus.at\/das-haus\/klangwolken\">40. Klangwolke<\/a> bildet. Regisseur <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/David_Pountney\">David Pountney<\/a> inszeniert ein Gesamtkunstwerk in f\u00fcnf Akten und mit spektakul\u00e4ren B\u00fchnenbildern.<\/p>\n<p>Das Publikumsinteresse sprengt die Kapazit\u00e4ten der 200.000 Einwohner z\u00e4hlenden Stadt Linz. Alle Hotels seien ausgebucht, erkl\u00e4rt Stocker eine Woche vor Start des Events. Er empfiehlt Interessierten in der N\u00e4he von Linz abzusteigen und die Zugverbindungen zu nutzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auch interessant:<\/strong><\/p>\n<div id=\"main-content\">\n<div class=\"container\">\n<div id=\"content-area\" class=\"clearfix\">\n<div class=\"et_pb_extra_column_main\">\n<article id=\"post-168120\" class=\"module single-post-module post-168120 post type-post status-publish format-standard has-post-thumbnail hentry category-empfohlene category-muenchen tag-vienna-biennale-2019 tag-zukunft et-has-post-format-content et_post_format-et-post-format-standard\">\n<div class=\"post-header\">\n<p class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/wie-die-vienna-biennale-zu-einer-wertebasierten-zukunft-beitraegt\/\">Wie die Vienna Biennale zu einer wertebasierten Zukunft beitr\u00e4gt<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles ARS Electronica, hei\u00dft es von 5. bis 9. 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