{"id":181838,"date":"2019-08-20T19:00:56","date_gmt":"2019-08-20T17:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=181838"},"modified":"2019-08-20T19:00:56","modified_gmt":"2019-08-20T17:00:56","slug":"elektrosportwagen-piech-mark-zero-laedt-in-440-minuten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/elektrosportwagen-piech-mark-zero-laedt-in-440-minuten\/","title":{"rendered":"Elektrosportwagen \u201ePi\u00ebch Mark Zero\u201c l\u00e4dt in 4:40 Minuten"},"content":{"rendered":"<p>Der Name Pi\u00ebch ist in der Automobilbranche seit vier Generationen eine Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr sich. Allerdings denkt man dabei wohl in erster Linie an Ferdinand Karl Pi\u00ebch, den Porsche-Gro\u00dfaktion\u00e4r und ehemaligen Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzenden des Volkswagenkonzerns. Kaum jemand kannte bisher seinen Sohn, Anton \u201eToni\u201c Pi\u00ebch.<\/p>\n<p>Anton Pi\u00ebch studierte an der amerikanischen Elite-Universit\u00e4t Princeton East Asien Studies und lebte anschlie\u00dfend zw\u00f6lf Jahre in China. Dort betrieb er seine eigene Medienagentur, bevor er nach Europa zur\u00fcckkehrte. 2016 gr\u00fcndete er <a href=\"https:\/\/piech.com\/\">Pi\u00ebch Automotive<\/a>, um seinen eigenen Elektrosportwagen, den Pi\u00ebch Mark Zero zu bauen. Eine Studie des Autos wurde erstmals auf dem Genfer Autosalon 2019 vorgestellt und soll das erste Fahrzeug einer ganzen Produktfamilie sein, die in den n\u00e4chsten drei Jahren auf den Markt gebracht werden soll.<\/p>\n<p>Vom Design her erinnert der Pi\u00ebch Mark Zero zwar an die klassischen Sportwagen der 1960er Jahre, sein Innenleben strotzt aber nur so vor technischen und technologischen Innovationen. Der Zweisitzer wird rein elektrisch angetrieben, m\u00f6glich w\u00e4ren aber auch Hybrid, Brennstoffzelle oder sogar ein Verbrennungsmotor. \u201eIch bin besonders auf unser variables und modulares Konzept stolz. Wir werden sehr schnell auf Ver\u00e4nderungen des Marktes, auf W\u00fcnsche unserer Kunden sowie \u00c4nderungen in der Gesetzgebung reagieren k\u00f6nnen, ohne das komplette Auto permanent neu entwickeln zu m\u00fcssen\u201c, erkl\u00e4rt Klaus Schmidt, Head of Engineering bei Pi\u00ebch Automotive, der bei BMW \u00fcber 30 Jahre lang Sportwagen entwickelte. \u201eWir k\u00f6nnen au\u00dferdem das Auto mithilfe von Updates immer relativ leicht auf dem Stand der Technik halten, sowohl hinsichtlich der Software als auch der Hardware. Und wir k\u00f6nnen, basierend auf dieser Struktur, theoretisch bis zu sechzig Varianten bauen. Das ist, so glaube ich, einmalig in der Automobilindustrie.\u201c<\/p>\n<h3>Sportliche Ladezeit von 4:40 Minuten<\/h3>\n<figure id=\"attachment_181834\" aria-describedby=\"caption-attachment-181834\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-181834\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/YFhbIJ_5c7d826bb5515-600x400.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-181834\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Pi\u00ebch Automotive<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aktuell ist jedoch nur ein Elektroantrieb geplant. Mit drei Motoren. Dabei sitzt ein Asynchronmotor an der Vorderachse und zwei Synchronmotoren an der Hinterachse. Alle drei Motoren haben jeweils eine Leistung von 150 kW \u2013 insgesamt also mehr als 600 PS. Die Batteriemodule sind beim aktuell geplanten Package am Mitteltunnel und an der Hinterachse untergebracht, im Gegensatz zum klassischen Unterflur-Konzept anderer Hersteller. Dadurch sind Achslastverteilung und Fahrverhalten \u00e4hnlich wie bei einem klassischen Sportwagen mit Verbrennungsmotor. Au\u00dferdem erm\u00f6gliche diese Anordnung die sportwagentypische, niedrige Sitzposition und ein pr\u00e4zises Handling mit unmittelbarer R\u00fcckmeldung an den Fahrer, betont man bei Pi\u00ebch Automotive.<\/p>\n<p>Ebenfalls im Gegensatz zu den meisten anderen Elektroautos k\u00f6nnen sich bei dem elektrischen GT auch die H\u00f6chstgeschwindigkeit, 250 km\/h und die Reichweite, stolze 500 Kilometer, sehen lassen. Das schafft ein Tesla zwar auch, und in der Beschleunigung von 0 auf 100 in 3,2 Sekunden ist der Pi\u00ebch Mark Zero etwas langsamer als die Konkurrenz aus den USA. Das Besondere an dem neuen Renner der Firma mit Sitz in Z\u00fcrich und M\u00fcnchen ist aber die Ladezeit.<\/p>\n<p>Dank einer innovativen Technologie erh\u00f6ht sich die Batterietemperatur auch bei h\u00f6chster Beanspruchung nicht um mehr als 15 Grad. Weder bei Vollgas noch beim Schnellladen oder Entladen. Das hat unter anderem der T\u00dcV S\u00fcd bereits best\u00e4tigt. Dadurch, dass somit deutlich st\u00e4rkere Str\u00f6me flie\u00dfen k\u00f6nnen, verk\u00fcrzt sich die Ladezeit beachtlich. Neben dem herk\u00f6mmlichen CSC-Laden w\u00fcrden die Zellen im Schnelllademodus eine sensationell kurze Ladedauer von nur 4:40 Minuten f\u00fcr 80 Prozent Batteriekapazit\u00e4t bieten, erkl\u00e4ren Pi\u00ebch und seine Kollegen. Das Schnellladen dauert faktisch also kaum l\u00e4nger als das Volltanken eines Autos mit Verbrennungsmotor.<\/p>\n<p>Dadurch, dass sich die Batterietemperatur kaum erh\u00f6ht, muss sie nicht mit Wasser gek\u00fchlt werden. Es reicht eine Luftk\u00fchlung, was zu einer Gewichtseinsparung von rund 200 Kilogramm beitr\u00e4gt. Das Gesamtgewicht des Fahrzeug kann so unter 1.800 Kilogramm gehalten werden. Klaus Schmidt verspricht au\u00dferdem eine hohe Rekuperations-Rate der Zellen beim Bremsen sowie ein langlebiges Batteriesystem und freut sich schon auf \u201eschnelle N\u00fcrburgring-Runden am St\u00fcck mit dem Pi\u00ebch Mark Zero.\u201c<\/p>\n<h3>Batterien und Ladeinfrastruktur aus China<\/h3>\n<p>Die Lithium-Ionen-Batterie f\u00fcr den Pi\u00ebch Mark Zero werden von der DESTEN Group geliefert. Das Unternehmen mit Sitz in Hongkong und seiner Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Qingdao, China wurde 2015 in Hongkong gegr\u00fcndet und entwickelt und produziert \u201ehoch innovative Produkte in den Bereichen Energiespeicher und Ladetechnologie\u201c. Die Batterien k\u00f6nnen extrem schnell geladen werden und sind laut Schmidt mit 3.000 bis 5.000 Ladezyklen extrem langlebig. Au\u00dferdem sei die Technologie besonders sicher und die Batterie wurde von f\u00fchrenden, unabh\u00e4ngigen Instituten und Unternehmen wie Hofer getestet und vom T\u00dcV zertifiziert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_181683\" aria-describedby=\"caption-attachment-181683\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-181683\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/zfceX5W4C_5c7e86f2e04b4-600x400.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-181683\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Pi\u00ebch Automotive<\/figcaption><\/figure>\n<p>F\u00fcr die Ladeinfrastruktur sorgt ebenfalls ein Unternehmen aus Hongkong. Die Qingdao TGOOD Electric Co Ltd. wurde 2004 als deutsch-chinesisches Joint Venture gegr\u00fcndet und ist mit 42% Marktanteil mittlerweile weltweiter Marktf\u00fchrer. In China gibt es aktuell 210.000 TGOOD-Ladestationen. F\u00fcr Pi\u00ebch-Kundenwollen die Chinesen au\u00dferdem eine Wallbox-Ladestation liefern, so dass auch in der heimischen Garage eine Schnellladung m\u00f6glich ist. Diese Wallbox-Ladestation l\u00e4sst sich \u00fcbrigens auch als modularer Speicher, z.B. in Verbindung mit Solarpanels, nutzen oder kann die Batterien auch entladen.<\/p>\n<h4>Gigantische \u201everteilte Batterie\u201c<\/h4>\n<p>Falls Nutzer dieses Entladen \u201ein einem definierten Rahmen zulassen\u201c, kann ein ganzes Ladenetzwerk auf eine immens gro\u00dfe \u201everteilte Batterie\u201c zugreifen. \u201eDurch diesen Energiespeicher kann erstmals ein Stromnetz in die Lage versetzt werden, deutlich mehr regenerative Energie aus Wind und Sonne aufzunehmen, und so der Elektromobilit\u00e4t wirklich sauberen Strom zur Verf\u00fcgung zu stellen\u201c, wei\u00df man bei Pi\u00ebch Automotive. Ein solcher \u201eMicroGrid\u201c, mit dem TGOOD schon jede Menge Erfahrung hat, kann auch zur Absicherung des Stromnetzes dienen, z.B. beim schnellen Lastausgleich oder bei der Notstromversorgung.<\/p>\n<p>Im Jahr 2022 soll der erste Pi\u00ebch Mark Zero auf den Markt kommen. Ganz billig wird der allerdings nicht. Mit einem Preis zwischen 150.000 und 170.000 Euro liegt er im Bereich des Panamera Turbo. Neben dem zweisitzigen GT2 planen Anton Pi\u00ebch und sein Team f\u00fcr dir Zukunft auch einen viersitzigen GT4 und einen sportlichen SUV. Konzepte in Form von Cabrios oder auch Pick-ups seien ebeknso denkbar.<\/p>\n<h3>Technische Daten Pi\u00ebch Mark Zero<\/h3>\n<p><strong>Ma\u00dfe:<\/strong><br \/>\n<em>L\u00e4nge\/Breite\/H\u00f6he<\/em>: 4.432 \/ 1.991 \/ 1.250 mm (ohne Au\u00dfenspiegel)<br \/>\n<em>\u00dcberhang<\/em>: vorne: 897 mm \/ hinten: 915 mm<br \/>\n<em>Gewicht<\/em>: unter 1.800 kg<br \/>\n<em>Radstand<\/em>: 2.620 mm<\/p>\n<p><strong>Fahrleistungen:<\/strong><br \/>\n<em>Systemleistung<\/em>:<br \/>\nVorderachse: ein Asynchronmotor mit 150 kW<br \/>\nHinterachse: zwei Synchronmotoren (mechanisch entkoppelt) mit je 150 kW<br \/>\n<em>Beschleunigung<\/em>: 0\u2013100 km\/h in 3,2 Sekunden<br \/>\n<em>H\u00f6chstgeschwindigkeit<\/em>: 250 km\/h<br \/>\n<em>Reichweite nach WLTP<\/em>: ca. 500 km<\/p>\n<p><strong><em>Teil 2 \u00fcber die Idee hinter dem Pi\u00ebch Mark Zero lesen Sie morgen<\/em><\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Name Pi\u00ebch ist in der Automobilbranche seit vier Generationen eine Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr sich. 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