{"id":181669,"date":"2019-08-27T17:00:22","date_gmt":"2019-08-27T15:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=181669"},"modified":"2019-08-27T17:00:22","modified_gmt":"2019-08-27T15:00:22","slug":"start-up-of-the-day-wetell-macht-mobilfunk-nachhaltig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/start-up-of-the-day-wetell-macht-mobilfunk-nachhaltig\/","title":{"rendered":"Start-up of the day: Wetell macht Mobilfunk nachhaltig"},"content":{"rendered":"<p>Mobilfunk und Nachhaltigkeit? Das ist doch ein Widerspruch per se. So zumindest lautet die allgemeine Meinung, wenn man sich in der Gesellschaft umh\u00f6rt. Doch die Gr\u00fcnder von Wetell, Dipl. Ing. Alexander Schmucker, Dr. rer. nat. Nico Tucher und Dipl. Wirt. Ing. Alma Spribille sehen das anders. Deshalb setzen sie sich daf\u00fcr ein, diesbez\u00fcglich die Welt zumindest ein St\u00fcckchen besser zu machen. Es geht ihnen nicht darum, die Uhren zur\u00fcckzudrehen und Mobilfunk zu verdammen, sondern eine Symbiose aus moderner Entwicklung und nachhaltiger Gestaltung zu schaffen. Denn: Hand aufs Herz: Keiner von uns wird mehr auf sein Smartphone verzichten wollen. Umso sch\u00f6ner ist es doch, wenn wir in diesem Bereich in punkto Schadstoffemissionen, Fairness, Transparenz und Datensicherheit auf ein einzigartiges Angebot zur\u00fcckgreifen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Dipl. Ing. Alexander Schmucker im Interview mit Innovation Origins<\/strong><\/p>\n<h3><em>Wie kamt ihr auf die Idee zur Gr\u00fcndung von Wetell?<\/em><\/h3>\n<p>Die Idee ist tats\u00e4chlich schon etwas \u00e4lter, 2008 stiegen die ersten Gedanken dazu in mir auf. Damals hatte ich angefangen, mein Leben auf nachhaltige Produkte umzustellen. Doch bei den Dienstleistungen gab es keine alternativen Angebote. Das hat mich zwar genervt, das Thema stellte ich dennoch zur\u00fcck. Erst als ich mit Alma und Nico den Gedanken fasste, im Bereich Green Economy unternehmerisch t\u00e4tig zu werden, griffen wir das Thema wieder auf: Die Idee, mit einem Massenprodukt wie Mobilfunk sehr viele Menschen erreichen zu k\u00f6nnen und so den Wandel mitgestalten zu k\u00f6nnen, faszinierte uns. Aus vielen Gespr\u00e4chen und \u00dcberlegungen, wie das Dienstleistungsprodukt Mobilfunk klimavertr\u00e4glich werden k\u00f6nnte, entwickelten wir unsere Schwerpunktthemen. Diese sind insbesondere Klimaneutralit\u00e4t, Fairness, Transparenz und Datensicherheit.<\/p>\n<h3><em>Wo seht ihr die speziellen Einsatzbereiche bzw. wer ist eure Zielgruppe?<\/em><\/h3>\n<p>Unsere Zielgruppe sind alle Menschen, die einen Mobilfunktarif nutzen oder nutzen m\u00f6chten und in Deutschland wohnen. Ganz konkret adressieren unsere Tarife an diejenigen Menschen, die etwas zum Positiven bewegen wollen. Menschen, die sich f\u00fcr nachhaltiges Wirtschaften einsetzen und den Wandel mitgestalten m\u00f6chten. Einen so konsequenten Mobilfunktarif wie wir ihn anbieten gibt es bisher noch nicht. Als Mobilfunknetz w\u00e4hlten wir D1, einerseits aufgrund der guten Netzabdeckung, auch wegen der Datensicherheit, denn Server sowie Gerichtsstand befinden sich in Deutschland.<\/p>\n<h3><em>Was macht euer Produkt im Vergleich zu anderen Produkten besonders?<\/em><\/h3>\n<p>Ganz klar, dass bei uns das Thema Nachhaltigkeit im Fokus steht. Das hei\u00dft, wir arbeiten an einem Paradigmenwechsel. Wir sind dabei, die Dienstleistung im Kern umzukrempeln.<\/p>\n<p>So sind wir im Bereich Klimaschutz mit unserem Unternehmen bilanziell klimaneutral, wenn nicht sogar positiv. Wie schon angesprochen: Die Gelder gehen direkt in den Bau und die Finanzierung von Solaranlagen. Es ist kein zus\u00e4tzliches \u201eSocial-on-top\u201c Angebot, wie es vielleicht bei einigen Unternehmen vorhanden ist, sondern es ist unsere Firmenphilosophie, die Kerndienstleistung Mobilfunk nachhaltig zu gestalten. Um dies zu realisieren arbeiten wir mit den Elektrizit\u00e4tswerken Sch\u00f6nau zusammen. Der L\u00f6wenanteil an Emissionen im Mobilfunk entsteht durch den Netzbetrieb \u2012 das haben wir erstmal nicht in der Hand. Wir f\u00fchren hierzu einen Ausgleich durch die Einspeisung von gr\u00fcnem Strom aus neu errichteten Solaranlagen in das Netz herbei. Selbstverst\u00e4ndlich basiert unsere komplette B\u00fcroinfrastruktur auf \u00d6kostrom, auch im Bereich Gesch\u00e4ftsreisen, B\u00fcromittel etc. agieren wir konsequent nachhaltig.<\/p>\n<p>Es hilft vielleicht, in diesem Zusammenhang zu wissen, dass etwa 60% Emissionsbelastung auf die Netzdienstleistung zur\u00fcckzuf\u00fchren ist und 40% durch die Herstellung und auch das t\u00e4gliche Aufladen des Mobiltelefons geschieht.<\/p>\n<p>Fairness und Transparenz sind f\u00fcr uns ebenfalls wichtige Themen. Die vier Tarife, die wir anbieten sind ganz klar strukturiert, verst\u00e4ndlich und nachvollziehbar. Denn wir sind davon \u00fcberzeugt, dass die derzeitige Angebotslage katastrophal un\u00fcbersichtlich ist. Bei uns gibt es keine versteckten Kosten, unsere Mobilfunktarife sind alle monatlich k\u00fcndbar, unseren Kunden und Kundinnen begegnen wir auf Augenh\u00f6he, Kundendaten werden nur solange gespeichert wie gesetzlich vorgeschrieben. Wir bieten echten Service von Mensch zu Mensch.<\/p>\n<h3><em>Was war die gr\u00f6\u00dfte H\u00fcrde, die ihr anfangs \u00fcberwinden musstet?<\/em><\/h3>\n<p>Da gab und gibt es viele. Zumindest scheinen sie immer gro\u00df, wenn man vor der H\u00fcrde steht. Retrospektiv sind sie dann oft gar nicht so gro\u00df. Ich denke, die gr\u00f6\u00dfte war vermutlich, die Tragf\u00e4higkeit unseres Gesch\u00e4ftsmodells wirklich glaubhaft vermitteln zu k\u00f6nnen. Und zu recherchieren, ob die Leute unser Angebot wollen und bereit daf\u00fcr sind, Geld auszugeben.<\/p>\n<p>Dass es realisierbar ist, konnten wir plausibel darstellen: Anfang 2019 boten wir \u00fcber die Crowdfunding Plattform <a href=\"https:\/\/www.startnext.com\/\">startnext<\/a> Gutscheine f\u00fcr unsere Tarife mit unterschiedlichen Laufzeiten an. Insgesamt konnten wir dadurch 180.000 \u20ac mit 1.200 Unterst\u00fctzern einwerben. Dies ist unser proof of concept \u2013 der Beleg, dass es f\u00fcr unser Produkt einen Markt gibt.<\/p>\n<h3><em>Gab es Momente, in denen ihr aufgeben wolltet?<\/em><\/h3>\n<p>Nein, zumindest niemals gemeinsam. Jedes Teammitglied war, glaube ich, schon an dem Punkt wo ein Weiterkommen unm\u00f6glich erschien. Doch wir sind ein starkes Team, sprechen genau \u00fcber solche Dinge und haben gemeinsam immer eine L\u00f6sung gefunden. Genau so wird es hoffentlich auch bleiben.<\/p>\n<h3><em>Was war f\u00fcr euch in Bezug auf die Gr\u00fcndung der beste Moment, was hat euch besonders stolz gemacht?<\/em><\/h3>\n<p>Es sind die vielen kleinen Dinge des Alltags: Durch unseren Kundenservice von Mensch zu Mensch und unsere Community sprechen wir viel mit unseren Kunden. Das Feedback, das wir von ihnen erhalten, kommt ehrlich und ist von Herzen \u2013 die Gespr\u00e4che haben sehr viel Tiefgang. Es gibt so viele Menschen, die etwas \u00e4ndern wollen, die nicht mehr die Augen verschlie\u00dfen, sondern aktiv werden und den Wandel voranbringen m\u00f6chten. Wir sprechen nicht \u00fcber Luxusprobleme, sondern es geht ans Eingemachte. Und das ber\u00fchrt das Herz.<\/p>\n<h3><em>Worauf d\u00fcrfen wir uns in den n\u00e4chsten Jahren freuen, sprich: Was k\u00f6nnen wir in den kommenden Jahren von euch erwarten?<\/em><\/h3>\n<p>Unser Ziel ist die Unternehmensstruktur mit allen Partnern in diesem Jahr auf eine solide Basis zu stellen. Um dann zum Ende des Jahres ein stabiles Produkt am Markt zu platzieren, dann zu wachsen und lauter zu werden. Je gr\u00f6\u00dfer wir werden, desto lauter k\u00f6nnen wir sein und zum Paradigmenwechsel anregen. Wir m\u00f6chten niemanden bashen. Wir m\u00f6chten nur zeigen, dass es im Sinne der Nachhaltigkeit noch deutlich besser geht.<\/p>\n<h3><em>Was treibt euch jeden Morgen an?<\/em><\/h3>\n<p>Vieles: Einerseits der Spa\u00df und die Freude an der Gestaltung. Aber vor allem einen Beitrag dazu zu leisten, dass unsere Kinder die Welt vielleicht auch noch so erleben k\u00f6nnen, wie wir sie erlebt haben.<\/p>\n<h3><em>Was ist eure Vision: Wo seht ihr Wetell in 5 Jahren und was ist euer ultimatives Ziel?<\/em><\/h3>\n<p>Nun, in f\u00fcnf Jahren sehen wir uns als etablierter Player mit einer stabilen Kundenzahl im Mobilfunkmarkt. Wir m\u00f6chten auch so etabliert sein, dass sich andere Mobilfunkanbieter an unseren Produkten und Werten orientieren und im Sinne der Nachhaltigkeit nachziehen.<\/p>\n<p>Wenn wir das geschafft haben, kann ich mir vorstellen, dass wir unser Angebot auf andere Dienstleistungsbereiche erweitern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mobilfunk und Nachhaltigkeit? 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