{"id":179509,"date":"2019-07-30T18:45:13","date_gmt":"2019-07-30T16:45:13","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=179509"},"modified":"2019-07-30T18:45:13","modified_gmt":"2019-07-30T16:45:13","slug":"studie-widerlegt-studie-wasserstof-batterie-elektro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/studie-widerlegt-studie-wasserstof-batterie-elektro\/","title":{"rendered":"Studie widerlegt Studie: Wasserstoffautos sind nicht sauberer als batteriebetriebene Elektrofahrzeuge"},"content":{"rendered":"<p>In einer k\u00fcrzlich vom <a href=\"https:\/\/www.ise.fraunhofer.de\/en.html\">Fraunhofer ISE<\/a> durchgef\u00fchrten Studie kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass Wasserstoffautos umweldfreundlicher sind als batteriebetriebene Fahrzeuge. <a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/studie-beweist-brennstoffzellenfahrzeugen-umweltfreundlicher-als-batteriefahrzeuge\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Auch Innovation Origins berichtete dar\u00fcber<\/a>. Da diese Studie zwar von einem unabh\u00e4ngigen Institut durchgef\u00fchrt, jedoch von <a href=\"https:\/\/h2.live\/\">H2 Mobility<\/a> in Auftrag gegeben wurde, sind die Ergebnisse mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten. Denn: \u201eWir, die H2 MOBILITY Deutschland GmbH &amp; Co.KG, sind verantwortlich f\u00fcr den fl\u00e4chendeckenden Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur zur Versorgung von Pkw mit Brennstoffzellenantrieb in Deutschland\u201c, schreibt das Unternehmen auf seiner Website.<\/p>\n<p>Vergangene Woche analysierte Innovation Origins in einer <a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/mobilitaet-der-zukunft-batterie-oder-wasserstoff-oder-beides-teil-3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">dreiteiligen Miniserie<\/a> die Vor- und Nachteile von Brennstoffzellen- bzw. batterbetriebenen Elektroautos. Jetzt belegt Auke Hoekstra, Senior Advisor f\u00fcr Elektromobilit\u00e4t an der <a href=\"https:\/\/www.tue.nl\/en\/\">Techischen Universit\u00e4t Eindhoven<\/a>, Gr\u00fcnder von<a href=\"https:\/\/zenmo.com\/en\/home\/\"> ZEnMo simulations<\/a> und Kolumnist f\u00fcr Innovation Origins, in einer eigenen Studie, dass bei der Studie des Fraunhofer ISE tats\u00e4chlich einiges schiefgelaufen ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/fraunhofer-ise-was-wrong-hydrogen-cars-are-not-cleaner-than-battery-driven-electric-vehicles-and-diesel-cars-are-not-even-close\/\">Den Originalartikel von Auke Hoekstra finden Sie hier<\/a><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sei Wasserstoff viel sauberer als Benzin oder Diesel und werde als Langzeitspeichermedium sicher sehr wichtig sein. Au\u00dferdem h\u00e4tte er ganz und gar nichts gegen Wasserstoff, betont Hoekstra. Und er w\u00fcrde auch keinesfalls daf\u00fcr pl\u00e4dieren \u201edass jeder Haushalt der Welt ein privates Elektrofahrzeug mit einer gro\u00dfen Batterie kauft\u201c, denn das w\u00fcrde enorme Umweltsch\u00e4den verursachen. Bei der genauen Untersuchung der Fraunhofer-ISE-Studie sind dem Niederl\u00e4nder allerdings einige grundlegende Fehler aufgefallen, die gemacht wurden. Zus\u00e4tzlich sei eine \u201ezweifelhafte Strategie\u201c angewendet worden.<\/p>\n<h3>Energieverluste bei Wasserstofferzeugung verschleiert<\/h3>\n<figure id=\"attachment_179314\" aria-describedby=\"caption-attachment-179314\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-179314 size-medium\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Schermafbeelding-2019-07-28-om-20.43.46-600x330.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"330\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-179314\" class=\"wp-caption-text\">Korrekturen f\u00fchren in allen F\u00e4llen zu einer Verringerung der Emissionen, bei Dieselkraftstoff am wenigsten und bei Elektrofahrzeugen am meisten. &#8220;Fraunhofer ISE was wrong&#8221; &#8211; \u00a9 Auke Hoekstra<\/figcaption><\/figure>\n<blockquote><p>\u201eFraunhofer schl\u00e4gt vor, Wasserstoff aus Wind- und Solar-Energiespeichern herzustellen. Indem sie davon ausgehen, dass Solar dreieinhalb Mal mehr CO2 abgibt, verschleiern sie die Energieverluste bei der Wasserstofferzeugung.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Eines \u201eschmutzigen Trick&#8221;, dessen sich Bef\u00fcrworter von Wasserstoff oft bedienten, h\u00e4tten die Fraunhofer-Wissenschaftler nicht angewendet, n\u00e4mlich davon auszugehen, dass der Wasserstoff aus m\u00f6glichst sauberen Quellen stammt. Der Vergleich mit Batterien, die dagegen von einem relativ schmutzigen Strommix aufgeladen werden, sei, als w\u00fcrde man \u00c4pfeln mit Birnen vergleichen. Trotzdem seien die Autoren der Studie von falschen Annahmen ausgegangen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ise.fraunhofer.de\/de\/presse-und-medien\/news\/2019\/fraunhofer-ise-vergleicht-treibhausgas-emissionen-von-batterie-und-brennstoffzellenfahrzeugen.html\">Die Original-Fraunhofer-Studie finden Sie hier<\/a><\/p>\n<p>\u201eBei genauerem Hinsehen geht Sternberg davon aus, dass die Windenergie pro produzierter kWh nur 14 Gramm CO2 produziert. Die Sonne hingegen emittiert 48 Gramm, also das 3,5-fache\u201c, erkl\u00e4rt Hoekstra. Dabei w\u00fcrde jedoch au\u00dfer Acht gelassen, dass die Erzeugung von Wasserstoff dreimal so viel Energie verbrauche als wenn man die Batterie direkt benutze. \u201eDenn man verliert Energie, wenn man Strom in Wasserstoff umwandelt, man verliert Energie, wenn man den Wasserstoff komprimiert und reinigt, und man verliert Energie, wenn man den Wasserstoff in der Brennstoffzelle verbrennt.\u201c<\/p>\n<p>Das Argument der Autoren, dass Ozeanwinde Wasserstoff auf See direkt erzeugen w\u00fcrden, w\u00e4hrend Batterien Strom von Solard\u00e4chern nutzen k\u00f6nnten und Stromtransport teurer sei als Wasserstofftransport, lie\u00df Hoekstra nicht gelten. Stom \u00fcber eine Wasserstoff-Pipeline zu transportieren sei bei gro\u00dfen Mengen zwar tats\u00e4chlich billiger als per ein Stromkabel, aber: \u201eBisher sind der Bau von Windm\u00fchlen und die Herstellung von Wasserstoff viel teurer, und wenn man Windm\u00fchlen f\u00fcr BEV&#8217;s verwenden w\u00fcrde, k\u00f6nnte man mit nur einer Windm\u00fchle dreimal so viele Autos versorgen!\u201c<\/p>\n<p>Davon abgesehen sei eine Batterie im Auto ideal, um \u00fcbersch\u00fcssige Windenergie bei Nacht und \u00fcbersch\u00fcssige Sonnenenergie am Tag zu speichern. Das nicht zu nutzen sei daher nicht nur un\u00fcberlegt, sondern auch teuer.<\/p>\n<h3>Autos werden sp\u00e4ter verschrottet als angenommen<\/h3>\n<blockquote><p>\u201eFraunhofer behauptet, dass es keine Daten gibt, die darauf hindeuten, dass Batterien l\u00e4nger als 150.000 km halten.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Aussage k\u00f6nnte dadurch begr\u00fcndet sein, dass Menschen, die Studien durchf\u00fchren, in der Regel Leasingfahrzeuge haben, die immer wieder zur\u00fcckgegeben und durch neue ersetzt werden, vermutet Hoekstra und f\u00fchrt reihenweise Quellen an, die zeigen, dass eine Batterie leicht 600.000 km h\u00e4lt. Es stimme keineswegs, dass Autos nach 150.000 Kilometern verschrottet w\u00fcrden. Die durchschnittliche Lebensdauer liegt laut Grafik (s.u) bei etwa zehn Jahren, in Deutschland acht. \u201eWenn nun Verk\u00e4ufe und Verschrottung konstant w\u00e4ren, w\u00e4re das Alter, in dem Fahrzeuge verschrottet werden, doppelt so hoch wie das Durchschnittsalter. Also, 16 in Deutschland und 20 in Europa\u201c, erl\u00e4utert er. \u201eWir wissen auch, dass Autos in Deutschland etwa 14.000 km pro Jahr fahren, was 16 x 14 = 224.000 km bedeuten w\u00fcrde, bevor sie verschrottet werden.\u201c In Gro\u00dfbritannien leben Autos im Schnitt 15 Jahre, in Norwegen etwa 17 und auch in Deutschland d\u00fcrften 15 oder 16 Jahre nicht selten sein. Aber es gebe vier Dinge, die dabei nicht ber\u00fccksichtigt wurden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_179316\" aria-describedby=\"caption-attachment-179316\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-179316\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Schermafbeelding-2019-07-28-om-20.44.26-600x286.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"286\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-179316\" class=\"wp-caption-text\">&#8220;Fraunhofer ISE was wrong&#8221; &#8211; \u00a9 Auke Hoekstra<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eErstens haben Autos aus reichen L\u00e4ndern wie Deutschland oft ein zweites Leben in \u00e4rmeren L\u00e4ndern wie Polen. Deshalb liegt das Durchschnittsalter in Deutschland bei 8 Jahren und in Polen bei 18 Jahren\u201c, rechnet Hoekstra vor. Dadurch w\u00fcrden einige Autos, die erst in \u201eh\u00f6herem Alter\u201c nach Polen kommen, auch bis zu 25 Jahre alt. Also m\u00fcsse man \u201edas Alter des deutschen Autos um einige Jahre erh\u00f6hen, um eine gute Vorstellung davon zu bekommen, wann das Auto und die Batterie wirklich das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben.\u201c<\/p>\n<p>Zweitens w\u00fcrden Autos meist verschrottet, wenn sich eine Motorwartung nicht mehr lohne, bei einem Diesel sind das rund 300.000 Kilometer. \u201eLogischerweise w\u00fcrde das bedeuten, dass Elektroautos noch l\u00e4nger halten, denn nach j\u00fcngsten Studien mit heutigen Batterien halten sie zwischen 1.300 (h\u00f6chst pessimistisch) und 10.000 (optimistisch) Zyklen. Eine Batterie von 90 kWh hat eine Reichweite von 450 km, also 1.300 Zyklen ergeben 1.300 x 450 = 585.000 Kilometer.\u201c Mindestens.<\/p>\n<p>Drittens w\u00fcrden im Unterhalt kosteng\u00fcnstigere Autos mehr gefahren als kostenintensive. Also k\u00f6nne man davon ausgehen, dass Elektrofahrzeuge mehr gefahren w\u00fcrden, da sie pro Kilometer billiger seien als Diesel oder Fl\u00fcssiggas. Dar\u00fcber hinaus haben Batterien nach 600.000 Kilometern noch eine Kapazit\u00e4t von 80% und k\u00f6nnen daher ein zweites Leben haben oder recycelt werden. Nach Berichten von Tesla-Fahrern haben Batterien im Durchschnitt nach 270 000 Kilometern 91% Leitung \u00fcbrig. \u201eW\u00fcrde sich dieses lineare Verhalten fortsetzen, dann w\u00fcrde die \u201aLebensdauer\u2018 (bei 80% noch vorhandener Kapazit\u00e4t) 820.000 km betragen.&#8221;\u2018<\/p>\n<h3>Alte Daten als Grundlage genommen und Tesla au\u00dfer Acht gelassen<\/h3>\n<blockquote><p>\u201eFraunhofer geht von einer Batterieproduktion von 133 kg\/kWh aus, basierend auf einem sehr schmutzigen Strommix (805 gr CO2\/kWh)\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Auf der Grundlage neuester detaillierterer Daten liege die Batterieproduktion bei rund 65 kg\/kWh und nicht 133 kg\/kWh, sagt Hoekstra. Au\u00dferdem w\u00fcrden die meisten Batterien nicht aus Asien stammen und seien nicht mit dem dortigen schmutzigen Strommix produziert worden, wie die Autoren behaupten, betont er. Tesla, als einer der Big Player in Deutschland l\u00e4sst seine Autos nicht in Asien herstellen. Laut Tesla wird die Fabrik in Palo Alto vollst\u00e4ndig mit erneuerbaren Energien betrieben. \u201eSie h\u00e4tten also zumindest einen bestimmten Durchschnitt ber\u00fccksichtigen sollen. Au\u00dferdem, wenn sie \u00fcber deutsche oder europ\u00e4ische Autos sprechen, sollte der Durchschnitt wegen Tesla sinken.\u201c<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus h\u00e4tten die Fraunhofer-Experten ihre Berechnungen auf der Grundlage einer veralteten wissenschaftlichen Ver\u00f6ffentlichung aus dem Jahr 2014 aufgebaut. Seine Berechnungen beruhten dagagen auf wissenschaftlichen Publikationen aus den Jahren 2017 und 2019, betont Hoekstra. \u201eAlles in allem wird die Batterieproduktion schnell energieeffizienter, auch weil Batterien heutzutage immer weniger Material ben\u00f6tigen. So enthalten z.B. neue Tesla-Batterien ein Drittel des Kobalts im Vergleich zu fr\u00fcheren Versionen, und es scheint auch ganz ohne Kobalt zu gehen.\u201c 2020 seien daher wahrscheinlich auch seine aktuellen Berechnungen bereits wieder \u00fcberholt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_179317\" aria-describedby=\"caption-attachment-179317\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-179317 size-medium\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Schermafbeelding-2019-07-28-om-20.44.47-600x435.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"435\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-179317\" class=\"wp-caption-text\">Die Grafik zeigt die Ergebnisse nach Beseitigung dieser beiden Annahmen. &#8220;Fraunhofer ISE was wrong&#8221; &#8211; \u00a9 Auke Hoekstra<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Schmutziger deutscher Strommix<\/h3>\n<p>\u201eDer Bericht legt den schmutzigen deutschen Mix zugrunde, ignoriert aber in Deutschland das Thema Wasserstoff vs. elektrischen Batterien.\u201c<\/p>\n<p>Hoekstra baut seine Studie daher auf dem europ\u00e4ischen Mix auf, der \u00fcbrigens ziemlich nahe am US-Mix ist, um die Studie repr\u00e4sentativer zu machen. Bef\u00fcrworter von Wasserstoff w\u00fcrden nie Vergleiche mit L\u00e4ndern machen, die einen sauberen Energiemix verwenden, weil er Wasserstoff aus Erdgas besonders schlecht aussehen lie\u00dfe, betont er, denn derzeit k\u00e4men mehr als 90% des Wasserstoffs aus Erdgas. Der deutsche Mix w\u00fcrde dagegen gut passen, da er aufgrund der hohen Beteiligung von Kohlekraftwerken relativ schmutzig sei. Zudem w\u00fcrde in Deutschland sowieso niemand von Wasserstoff im Vergleich zu batteriebetriebenem Strom sprechen.<\/p>\n<p>\u201eUm den Bericht relevanter zu machen, habe ich die EU-Stromwerte \u00fcber die Lebensdauer eines Elektrofahrzeugs ber\u00fccksichtigt\u201c, begr\u00fcndet Hoekstra seine Herangehensweise. \u201eDar\u00fcber hinaus ist der Trend zur j\u00e4hlichen CO2-Reduktion des Mixes in der EU insgesamt ziemlich konstant. So kann anhand des durchschnittlichen Energiemixes jedes Jahr gesch\u00e4tzt werden, wie viel sauberer Elektromobilit\u00e4t wird.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_179318\" aria-describedby=\"caption-attachment-179318\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-179318 size-medium\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Schermafbeelding-2019-07-28-om-20.45.08-600x410.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"410\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-179318\" class=\"wp-caption-text\">Die Grafik zeigt die Wirkung aller durchgef\u00fchrten Korrekturen. &#8220;Fraunhofer ISE was wrong&#8221; &#8211; \u00a9 Auke Hoekstra<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Keine Welt, in der jeder sein eigenes Elektroauto hat<\/h3>\n<blockquote><p>\u201eDas Endergebnis: Auch der sparsamste Diesel kann mit Wasserstoff nicht mithalten, aber batteriebetriebene Elektrofahrzeuge produzieren noch weniger CO2.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Trotz aller Vorteile gegen\u00fcber Autos mit Verbrennungsmotoren w\u00fcrde es nicht reichen, einfach auf Batterie-Autos umsteigen, betont Hoekstra abschlie\u00dfend. Nat\u00fcrlich sei es f\u00fcr die eigene Gesundheit und die des Planeten am besten, mit dem Fahrrads zu fahren oder zu Fu\u00df zu gehen, aber man m\u00fcsse eben versuchen, die gesamte Lieferkette mit erneuerbarer Energie zu versorgen &#8211; und nat\u00fcrlich recyceln.<\/p>\n<p>\u201eDar\u00fcber hinaus glaube ich, dass wir in Zukunft viele Car-Sharing-Autos sehen werden, die f\u00fcr individuelle Fahrten optimiert werden. Das w\u00fcrde zwei Dinge bedeuten: etwa zehnmal weniger Fahrzeuge auf der Stra\u00dfe, und &#8211; da wir die meisten Fahrten allein und \u00fcber kurze Strecken machen &#8211; w\u00fcrde auch die Fahrzeuggr\u00f6\u00dfe viel kleiner werden\u201c, sagt er. \u201eDas nenne ich \u00d6PNV 2.0, und das w\u00fcrde zusammen mit einer Lieferkette aus erneuerbaren Energien die Emissionen der Fahrzeugproduktion um den Faktor zehn oder mehr reduzieren. Die Emissionen w\u00e4hrend der Fahrt w\u00fcrden durch die kleineren und leichteren Fahrzeuge um 2 &#8211; 4 Mal reduziert. Das ist die Zukunft, f\u00fcr die ich arbeite. Nicht f\u00fcr eine, in der jeder auf der Welt sein eigenes Elektroauto hat.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/?s=elektro\">Mehr Artikel zum Thema Elektromobilit\u00e4t<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/?s=wasserstoff\">Mehr Artikel zum Thema Wasserstoff<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer k\u00fcrzlich vom Fraunhofer ISE durchgef\u00fchrten Studie kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass Wasserstoffautos umweldfreundlicher sind als batteriebetriebene Fahrzeuge. Auch Innovation Origins berichtete dar\u00fcber. Da diese Studie zwar von einem unabh\u00e4ngigen Institut durchgef\u00fchrt, jedoch von H2 Mobility in Auftrag gegeben wurde, sind die Ergebnisse mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten. 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