{"id":174940,"date":"2019-06-25T14:00:50","date_gmt":"2019-06-25T12:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=174940"},"modified":"2019-06-25T14:00:50","modified_gmt":"2019-06-25T12:00:50","slug":"vivatop-wie-vr-und-3d-druck-chirurgen-unterstuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/vivatop-wie-vr-und-3d-druck-chirurgen-unterstuetzen\/","title":{"rendered":"VIVATOP: Wie VR und 3D-Druck Chirurgen unterst\u00fctzen"},"content":{"rendered":"<p>Chirurgische Eingriffe sind immer ein Risiko. Daher bereiten Mediziner eine Operation gr\u00fcndlich vor. Trotzdem zeigen R\u00f6ntgenbilder oder Daten aus CT oder MRT nicht alles.<\/p>\n<p>Das Forschungsprojekt VIVATOP unter Federf\u00fchrung des <a href=\"https:\/\/www.uni-bremen.de\/tzi\/\">Technologie-Zentrums<\/a> Informatik und und Informationstechnik (TZI) der Universit\u00e4t Bremen will das durch den 3D-Druck, Virtuelle Realit\u00e4t und Augmented Reality \u00e4ndern. Sie sollen OP-Teams helfen, ihre Eingriffe besser zu planen und das Risiko f\u00fcr den Patienten zu senken.<\/p>\n<h3>VIVATOP liefert VR-L\u00f6sungen f\u00fcr die Chirurgie<\/h3>\n<p>Die moderne Chirurgie ist eine High-Tech-Dom\u00e4ne. Das gilt nicht nur f\u00fcr die Operationen selbst, sondern auch f\u00fcr deren Vorbereitung. Dabei greifen sie auf R\u00f6ntgenbilder, Ergebnisse von Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) und vieles andere zur\u00fcck.<\/p>\n<figure id=\"attachment_177004\" aria-describedby=\"caption-attachment-177004\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-177004\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/VITATOP-600x415.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"415\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-177004\" class=\"wp-caption-text\">3D-Brillen und Computersimulationen erleichtern die Vorbereitung chirurgischer Eingriffe.<br \/>Foto: TZI, Universit\u00e4t Bremen<\/figcaption><\/figure>\n<p>Relativ neu sind computergenerierte 3D-Modelle. Aber die muss man immer noch auf 2D-Bildschirmen betrachten. Modelle aus dem 3D-Drucker, wie sie das Projekt VIVATOP nutzt, fehlen bislang.<\/p>\n<p>Allerdings gibt es bereits Versuche mit Mixed Reality-Anwendungen, etwas im Bereich der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. VIVATOP steht f\u00fcr \u201eVielseitiger Immersiver Virtueller und Augmentierter Tangible OP\u201c. Das Projekt verbindet Modellorgane aus dem 3D-Drucker mit Anwendungen aus der VR und der Augmented Reality.<\/p>\n<p>Organmodelle aus dem 3D-Drucker haben viele Vorteile. Man kann sie anfassen und genau anschauen oder als Anschauungsobjekt herumgeben. VR-Brillen erm\u00f6glichen eine noch detailliertere Darstellung. Die Teilnehmer einer Besprechung k\u00f6nnen das ausgedruckte Organmodell in die Hand nehmen und sich \u00fcber ihre Brille zus\u00e4tzliche Informationen einspielen lassen.<\/p>\n<p>Auch die Kommunikation zwischen \u00c4rzten und Patienten f\u00e4llt leichter. Denn mit Hilfe des Modells k\u00f6nnen \u00c4rzte pr\u00e4ziser erkl\u00e4ren, wie die bevorstehende Operation ablaufen soll.<\/p>\n<h3>VIVATOP-Technologie erleichtert Operationen<\/h3>\n<p>VR-Technik und Organmodelle unterst\u00fctzen die Operation selbst. Weil jeder menschliche K\u00f6rper anders ist, m\u00fcssen sich Chirurgen immer wieder neu orientieren. Die neue, im Rahmen von VIVATOP entwickelte Technik erleichtert sowohl Entscheidungen wie auch die Orientierung w\u00e4hrend des Eingriffs.<\/p>\n<figure id=\"attachment_177005\" aria-describedby=\"caption-attachment-177005\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-177005\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/cirp2-600x507.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"507\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-177005\" class=\"wp-caption-text\">Organmodelle aus dem 3D-Drucker machen geplante OPs anschaulicher.<br \/>Foto: cirp GmbH<\/figcaption><\/figure>\n<p>Dabei ist der Operationssaal von Sensor- und Aufzeichnungstechnik gespickt. Tiefenkameras und andere Sensoren zeichnen jede Bewegung des OP-Teams und den Eingriff am Organ selbst auf.<\/p>\n<p>Das OP-Team tr\u00e4gt w\u00e4hrend des Eingriffs VR-Brillen, in denen st\u00e4ndig alle n\u00f6tigen Informationen abgebildet werden. Die Brillen bedienen sie\u00a0 \u00fcber eine Sprachsteuerung.<\/p>\n<p>Zudem k\u00f6nnen Operationen live in der Virtuellen Realit\u00e4t abgebildet werden. Hier lassen sich zudem die Planungsdaten aus der Vorbereitungsphase einspielen. Denkbar w\u00e4re auch, so Projektkoordinator Professor Dr. Rainer Malaka, die Nutzung in der Telemedizin, etwa durch Zuschaltung von Experten. Allerdings w\u00e4re immer ein Arzt vor Ort.<\/p>\n<p>Aber die M\u00f6glichkeit, das komplexe Operationsgeschehen gleichzeitig live zu verfolgen und aufzuzeichnen, er\u00f6ffnet f\u00fcr die weltweite Zusammenarbeit neue M\u00f6glichkeiten. So k\u00f6nnten Experten eine Operation verfolgen und das Team unterst\u00fctzen, ohne selbst vor Ort sein zu m\u00fcssen.<\/p>\n<h3>Marktreife absehbar<\/h3>\n<p>Bis die im Rahmen von VIVATOP entwickelten L\u00f6sungen, d\u00fcrfte jedoch noch einige Zeit vergehen. \u201eDas Projekt l\u00e4uft \u00fcber drei Jahre, danach muss die Industrie weitermachen\u201c, sagt Professor Rainer Malaka.<\/p>\n<p>Nach seiner Erfahrung sind Neuzulassungen von Medizinprodukten aufwendig und teuer. Allerdings k\u00f6nnte es f\u00fcr Ausbildungszwecke und zur Patientenaufkl\u00e4rung auch schneller gehen.<\/p>\n<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Forschung und Bildung f\u00f6rdert VIVATOP mit 2, 2 Millionen Euro. Beteiligt sind neben Malakas Arbeitsgruppe am TZI weitere Partner. Eine weitere Forschergruppe besch\u00e4ftigt sich mit Virtueller Realit\u00e4t und Computergrafik.<\/p>\n<p>Das Oldenburger Pius-Hospital steuert medizinische Expertise bei, die 3D-Organmodelle sind Produkte des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Digitale Medizin. Hinzu kommen Industriepartner f\u00fcr Augmented Reality und 3D-Druck. Malaka sch\u00e4tzt, dass die ersten kommerziellen AR-Anwendungen 2020 zur Verf\u00fcgung stehen k\u00f6nnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chirurgische Eingriffe sind immer ein Risiko. Daher bereiten Mediziner eine Operation gr\u00fcndlich vor. Trotzdem zeigen R\u00f6ntgenbilder oder Daten aus CT oder MRT nicht alles. Das Forschungsprojekt VIVATOP unter Federf\u00fchrung des Technologie-Zentrums Informatik und und Informationstechnik (TZI) der Universit\u00e4t Bremen will das durch den 3D-Druck, Virtuelle Realit\u00e4t und Augmented Reality \u00e4ndern. 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