{"id":173549,"date":"2019-06-09T11:30:57","date_gmt":"2019-06-09T09:30:57","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=173549"},"modified":"2019-06-09T11:30:57","modified_gmt":"2019-06-09T09:30:57","slug":"roboter-ki-rettungseinsaetze-unter-wasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/roboter-ki-rettungseinsaetze-unter-wasser\/","title":{"rendered":"Dank KI \u2013 Mobile Roboter helfen bei Rettungseins\u00e4tzen und unter Wasser"},"content":{"rendered":"<p>Rettungseins\u00e4tze, zum Beispiel nach Erdbeben, k\u00f6nnen f\u00fcr die Retter lebensgef\u00e4hrlich werden. Immer wieder begeben sich die mutigen M\u00e4nner und Frauen selbst in Lebensgefahr, wenn sie in Ruinen nach \u00dcberlebenden suchen. \u00c4hnlich gef\u00e4hrlich sind Eins\u00e4tze bei Br\u00e4nden, bei denen immer wieder Feuerwehrleute verletzt werden oder sogar ums Leben kommen. Und man erinnere sich an den H\u00f6hlentaucher, der im Juli vergangenen Jahres in Thailand sein Leben verlor, als eine Gruppe Jugendlicher eingeschlossen war.<\/p>\n<p>In solch gef\u00e4hrlichen Situation k\u00f6nnten die Menschen schon bald Hilfe von Robotern bekommen. Bei Rettungseins\u00e4tzen, L\u00f6scharbeiten oder Inspektionen in der Tiefsee k\u00f6nnten mobile, selbstlernende Roboter Menschen von gef\u00e4hrlichen oder gesundheitssch\u00e4digenden T\u00e4tigkeiten entlasten. Abh\u00e4ngig von den \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nden w\u00e4ren Eins\u00e4tze \u2013 zum Beispiel Forschung in der Tiefsee \u2013 nicht nur wirtschaftlicher sondern vielleicht auch \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich.<\/p>\n<figure id=\"attachment_173545\" aria-describedby=\"caption-attachment-173545\" style=\"width: 257px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.plattform-lernende-systeme.de\/anwendungsszenarien.html?file=files\/img\/Anwendungsszenarien\/OffshoreWindkraft_webversion_20190225_1500.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"https:\/\/www.plattform-lernende-systeme.de\/anwendungsszenarien.html?file=files\/img\/Anwendungsszenarien\/OffshoreWindkraft_webversion_20190225_1500.jpg noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-173545 size-medium\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/OffshoreWindkraft_webversion_20190225_1500-257x600.jpg\" alt=\"\" width=\"257\" height=\"600\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-173545\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Fachkr\u00e4fte mit Hilfe von K\u00fcnstlicher Intelligenz wirksam unterst\u00fctzen<\/h3>\n<p>\u201eLernende Systeme arbeiten selbstst\u00e4ndig, allein oder in hybriden Teams mit anderen Lernenden bzw. autonomen Systemen und dem Menschen zusammen. Sie sch\u00e4tzen als Assistenten Gefahren f\u00fcr den Menschen ein, sind aber auch f\u00e4hig, in einer bestimmten Situation eigenst\u00e4ndig ad\u00e4quat zu agieren\u201c, hei\u00dft es im Bericht der Plattform Lernende Systeme, der am <a href=\"http:\/\/www.kit.edu\">Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie<\/a> (KIT) vorgestellt wurde.<\/p>\n<p>In einer Pr\u00e4sentation haben die Wissenschaftler zwei m\u00f6gliche Anwendungsszenarien f\u00fcr derartige Roboter aufgezeigt. \u201eDer Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz ist mit enormen Chancen f\u00fcr unsere Gesellschaft verbunden. Gerade im Katastrophenschutz, beim R\u00fcckbau von Atomkraftwerken oder in maritimen Bereichen sind die M\u00f6glichkeiten gro\u00df, Fachkr\u00e4fte mit Hilfe von K\u00fcnstlicher Intelligenz wirksam zu unterst\u00fctzen\u201c, sagt Professor Holger Hanselka, Pr\u00e4sident des Karlsruher Instituts f\u00fcr Technologie und Mitglied des Lenkungskreises der Plattform Lernende Systeme.<\/p>\n<p>Deshalb habe die Plattform Lernende Systeme eine interdisziplin\u00e4re Arbeitsgruppe eingesetzt, die er\u00f6rtert, wie Lernende Systeme f\u00fcr lebensfeindliche Umgebungen zum Wohle der Menschen entwickelt und eingesetzt werden k\u00f6nnen. \u201eGerade bei autonomen Systemen, die wir im Krisenfall einsetzen, wird die IT-Sicherheit enorm wichtig sein. Daher setzt das KIT in seiner Forschung darauf, nicht nur die Au\u00dfengrenzen eines komplexen IT-Systems zu sch\u00fctzen, sondern auch jedes einzelne Teil, und bringt insbesondere auch seine Expertise in der IT-Sicherheit in die Plattform Lernende Systeme ein.\u201c<\/p>\n<p>Die Arbeitsgruppe Lebensfeindliche Umgebungen geht davon aus, dass K\u00fcnstliche Intelligenz die Menschen in etwa f\u00fcnf Jahren im Katastrophenschutz udn auch bei Erkundungs- und Wartungsmissionen unterst\u00fctzen kann. Im Anwendungsszenario \u201eSchnelle Hilfe beim Rettungseinsatz\u201c zeigten die Wissenschaftler, wie KI-gest\u00fctzte robotische Systeme die Feuerwehr am Boden und aus der Luft beim Brand einer Chemiefabrik unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Systeme k\u00f6nnten mit Hilfe von Multi-Sensorik \u201eschnell ein detailliertes Lagebild zu erstellen, eine Kommunikations- und Logistikinfrastruktur f\u00fcr Rettungsarbeiten aufstellen, Verletzte suchen sowie Gefahrenquellen identifizieren und eind\u00e4mmen\u201c, hei\u00dft es beim KI. Im Anwendungsszenario \u201eUnter Wasser autonom unterwegs\u201c warten robotische Unterwassersysteme die Fundamente einer Offshore-Windkraftanlage. Sie k\u00f6nnen selbst\u00e4ndig in der Tiefsee navigieren und, wenn n\u00f6tig, auch Unterst\u00fctzung durch Taucher oder ferngesteuerte Systeme anfordern.<\/p>\n<figure id=\"attachment_173546\" aria-describedby=\"caption-attachment-173546\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-173546\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190606-CN-01-003-600x400.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"267\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-173546\" class=\"wp-caption-text\">GAMMABOT: Universeller, hochmobiler Roboter zur Multisensoriellen Umwelterfassung. Erfasst werden: hochgenaue 3D-Raumgeometrien, thermische Aufnahmen sowie Gammaspektrometrien. \u00a9 Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Technische H\u00fcrden<\/h3>\n<p>Bis solche Systeme zum realen Einsatz kommen k\u00f6nnen, m\u00fcssen jedoch noch einige H\u00fcrden \u00fcberwunden werden, geben die Forscher zu. Eine dieser H\u00fcrden ist das autonome Lernen in unbekannten Umgebungen, eine weitere die Zusammenarbeit der selbstst\u00e4ndigen Roboter mit dem Menschen.<\/p>\n<p>\u201eDie Anforderungen an Lernende Systeme sind in lebensfeindlichen Umgebungen besonders hoch: Sie m\u00fcssen intelligent und zugleich robust sein gegen Extrembedingungen und sich unter unvorhersehbaren Bedingungen selbst\u00e4ndig zurechtfinden\u201c, so J\u00fcrgen Beyerer, Leiter der Arbeitsgruppe Lebensfeindliche Umgebungen der Plattform Lernende Systeme. \u201eBis es soweit ist, k\u00f6nnen KI-basierte Systeme durch Einsatzkr\u00e4fte ferngesteuert betrieben werden und die gesammelten Daten in die Entwicklung intelligenter Funktionen einflie\u00dfen. Nach und nach erreichen die Systeme einen immer h\u00f6heren Autonomiegrad und k\u00f6nnen sich schlie\u00dflich durch maschinelles Lernen selbst weiter verbessern.\u201c<\/p>\n<h3>B\u00fcrokratische H\u00fcrden<\/h3>\n<p>Au\u00dferdem m\u00fcssen neben den technischen Herausforderungen auch Fragen gekl\u00e4rt werden wie: Wer tr\u00e4gt die Verantwortung? Wie sieht es mit der Haftung und der Versicherung aus? Was passiert, wenn durch diese Systeme Sch\u00e4den entstehen? Wie sichert man sich gegen Diebstahl ab? Das sind nur einige der Fragen die sich vor realen Eins\u00e4tzen solcher Systeme stellen. In internationalen Einsatzgebieten stelle sich auch die Frage nach der Regelung der Eigentumsrechte, geben die Wissenschaftlet zu bedenken. \u201eBeispielsweise geh\u00f6ren nach heutigem internationalen Seerecht unbemannte Systeme in internationalen Gew\u00e4ssern dem Finder.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_173548\" aria-describedby=\"caption-attachment-173548\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-173548\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190606-CN-01-059-600x400.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"267\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-173548\" class=\"wp-caption-text\">MANOLA \/ MAFRO<br \/>Universeller Kletterroboter mit Transportwagen und Tr\u00e4gerger\u00e4t, der mittels 10kW-Diodenlaser thermisch Oberfl\u00e4chen abtragen und \u201efreimessen\u201c kann. Haupteinsatzgebiet liegt in kerntechnischen Anlagen. Mittels Transportwagen wird der Kletterroboter zum Zielort verbracht. \u00a9 Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie<\/figcaption><\/figure>\n<p>Weiterhin k\u00f6nne die Verarbeitung von personenbezogenen Informationen zu Privacy- und Datenschutzproblemen f\u00fchren. \u201eSolche F\u00e4lle k\u00f6nnen eintreten, wenn Lernende Systeme im Katastrophenschutz oder bei Feuerwehreins\u00e4tzen hinzugezogen werden und Daten der betroffenen Menschen aufgreifen und weitergeben.\u201c Dar\u00fcber hinaus m\u00fcsse auch ein formaler Rahmen, \u201eder technische, rechtliche und ethische Ebenen einbezieht\u201c, f\u00fcr folgende Situationen gefunden werden: Mehrere Menschen ben\u00f6tigen Hilfe, der Roboter kann aber nur eine Person versorgen.<\/p>\n<p>Selbst wenn f\u00fcr all diese Fragen L\u00f6sungen gefunden sind, ist Eines trotz aller K\u00fcnstlicher Intelligenz sicher. Die menschliche Intelligenz wird auch weiter gefragt und unverzichtbar sein. Das wissen auch die Forscher des KIT. \u201eUnbestreitbar ist: Der Mensch als Einsatzkraft und Entscheider wird dabei auch zuk\u00fcnftig \u2013 vor allem bei Eins\u00e4tzen zur Rettung von menschlichem Leben \u2013 nicht ersetzbar sein.\u201c<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Feuerwehrmann T. L\u00f6mke hofft auf Lernende Assistenzsysteme\" width=\"1290\" height=\"726\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/HbQuXopoPxQ?start=7&#038;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Das k\u00f6nnte Sie auch interessieren:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/erdbeben-analyse-kuenstliche-intelligenz\/\">Dank K\u00fcnstlicher Intelligenz zu verbesserter Erdbebenanalyse<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/kuenstliche-intelligenz-fehler-stromnetze\/\">K\u00fcnstliche Intelligenz zur Erkennung von Fehlern in Stromnetzen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/kuenstliche-intelligenz-zur-erforschung-des-schwarmverhaltens\/\">K\u00fcnstliche Intelligenz zur Erforschung des Schwarmverhaltens<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/gratwanderungen-kuenstliche-intelligenz-in-der-medizin\/\">Gratwanderungen: K\u00fcnstliche Intelligenz in der Medizin<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rettungseins\u00e4tze, zum Beispiel nach Erdbeben, k\u00f6nnen f\u00fcr die Retter lebensgef\u00e4hrlich werden. 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