{"id":170606,"date":"2019-05-01T07:00:59","date_gmt":"2019-05-01T05:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=170606"},"modified":"2019-05-01T07:00:59","modified_gmt":"2019-05-01T05:00:59","slug":"forschungsprojekt-gruenelunge-erforscht-die-resilienz-von-baeumen-im-urbanen-raum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/forschungsprojekt-gruenelunge-erforscht-die-resilienz-von-baeumen-im-urbanen-raum\/","title":{"rendered":"Forschungsprojekt \u201eGr\u00fcneLunge\u201c erforscht die Resilienz von B\u00e4umen im urbanen Raum"},"content":{"rendered":"<p>Extreme Wetterverh\u00e4ltnisse machen besonders unseren B\u00e4umen in der Stadt zu schaffen. Denn laut Beobachtungen sind sie, da sie nicht in einer nat\u00fcrlichen, sondern gebauten Umgebung wachsen, anf\u00e4lliger f\u00fcr die Folgen globaler Erw\u00e4rmung. Dazu geh\u00f6ren bekannterma\u00dfen Hitzewellen, D\u00fcrren, St\u00fcrme oder Starkregen. Somit k\u00f6nnten nat\u00fcrliche Prozesse (\u00f6kophysiologische Prozesse) wie etwa das Verdunsten von Wasser \u00fcber die Bl\u00e4tter, also die Transpiration wie auch die Photosynthese, insbesondere bei heimischen Baumarten k\u00fcnftig an Intensit\u00e4t verlieren.<\/p>\n<p>Doch nicht nur das:<\/p>\n<blockquote><p>Wachsende und immer dichter bebaute St\u00e4dte, Umweltverschmutzung sowie mechanische und chemische Sch\u00e4den gef\u00e4hrden die Existenz und Vitalit\u00e4t st\u00e4dtischer W\u00e4lder\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Somidh Saha, Forstwissenschaftler am <a href=\"https:\/\/www.itas.kit.edu\/index.php\">Institut f\u00fcr Technikfolgenabsch\u00e4tzung und Systemanalyse (ITAS)<\/a> des KIT.<\/p><\/blockquote>\n<p>Saha ist Leiter des k\u00fcrzlich gestarteten dreij\u00e4hrigen Forschungsprojekts \u201eInter- und transdisziplin\u00e4re Entwicklung von Strategien zur Erh\u00f6hung der Resilienz von B\u00e4umen in wachsenden St\u00e4dten und urbanen Regionen (Gr\u00fcneLunge)\u201c.<\/p>\n<h3>\u00d6kosystemdienstleistungen der B\u00e4ume<\/h3>\n<p>Die B\u00e4ume sind derzeit einem extremen Stress ausgesetzt, die die Gesundheit sowie auch die physiologische Aktivit\u00e4t der Pflanzen beeinflusst. Und das, obwohl wir sie doch so dringend ben\u00f6tigen \u2013 auch und gerade in der Stadt. Denn hier machen die Pflanzen nicht nur aus optischen Gr\u00fcnden Sinn. So k\u00fchlen sie beispielsweise w\u00e4hrend Hitzeperioden durch die Abgabe von Feuchtigkeit effektiv ihre Umgebung ab. Zudem bieten sie gleichzeitig den notwendigen Schatten. Auch filtern B\u00e4ume die verschmutzte Luft, indem sie CO2 und Abgaspartikel binden. All dies sind \u00d6kosystemdienstleistungen, die angesichts des Klimawandels eine immer gr\u00f6\u00dfere Bedeutung erhalten. Doch die rasch zunehmende Urbanisierung der St\u00e4dte wirkt dagegen. Also muss gezielt an dem Erhalt der Gr\u00fcnfl\u00e4chen sowie einer gesunden Pflanzenpopulation in der Stadt gearbeitet werden.<\/p>\n<p>Dies ist auch f\u00fcr die Forschenden der Stadt Karlsruhe der Anlass, im Rahmen des KIT-Projekts \u201eQuartier Zukunft &#8211; Labor Stadt\u201c, an kurz- und langfristigen Strategien zur Erh\u00f6hung der Resilienz von B\u00e4umen zu forschen. Zumal gerade ihre Region als &#8216;besonders anf\u00e4llig&#8217; f\u00fcr die Folgen des Klimawandels eingestuft wird.<\/p>\n<p>Die Wissenschaftler arbeiten daran, die Pflege und Bewirtschaftung st\u00e4dtischen Gr\u00fcns an die neuen Herausforderungen anzupassen. Ihr Idealziel ist es, die oben genannten \u00d6kodienstleistung der B\u00e4ume sogar noch zu verbessern.<\/p>\n<h3>Begr\u00fcnungskonzepte sollen umgesetzt werden<\/h3>\n<p>\u201eIn den kommenden drei Jahren wollen wir besser verstehen, wie sich das Wachstum und die \u00d6kosystemleistungen von Stadtb\u00e4umen und Stadtw\u00e4ldern unter dem Einfluss von Luftverschmutzung und D\u00fcrre ver\u00e4ndern\u201c, so Saha. Messkampagnen in Karlsruhe, der Nachbarstadt Rheinstetten sowie andernorts sollen hier Aufschluss geben. Darauf aufbauend, wollen die Forschenden untersuchen, wie sich die Hitzebelastung in urbanen R\u00e4umen mithilfe von B\u00e4umen am effektivsten verringern l\u00e4sst. Der Blick richtet sich hier zum einen auf die Auswahl von Baumarten, die aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften besonders geeignet sind. Zum anderen wollen die Forscher gr\u00f6\u00dfere Zusammenh\u00e4nge betrachten. Hier sollen zugleich naturgem\u00e4\u00dfe wie wirtschaftliche Begr\u00fcnungskonzepte f\u00fcr Stadtteile, Parks, Stra\u00dfenz\u00fcge und st\u00e4dtische Waldst\u00fccke entwickeln werden. Zum Abschluss des Projekts m\u00f6chten die Wissenschaftler die gewonnenen Erkenntnisse in Karlsruhe und Rheinstetten auch umsetzen.<\/p>\n<h3>\u00d6ffentlichkeit sensibilisieren<\/h3>\n<p>F\u00fcr ihre Arbeiten koordiniert das ITAS-Team ein interdisziplin\u00e4r besetztes Projektkonsortium. Partner sind das <a href=\"https:\/\/www.dwd.de\/DE\/fachnutzer\/gesundheit\/vorhersage\/vorhersagen_node.html\">Zentrum f\u00fcr Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD)<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.fva-bw.de\/\">Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-W\u00fcrttemberg (FVA)<\/a> in Freiburg sowie die St\u00e4dte Karlsruhe (Gartenbauamt und Forstamt) und Rheinstetten (Bauamt). Das Projekt \u201eGr\u00fcneLunge\u201c wird vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 1,4 Millionen Euro gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Begleitet wird die Forschung von verschiedenen transdisziplin\u00e4ren Aktivit\u00e4ten im oben schon erw\u00e4hnten Reallabor Quartier Zukunft \u2013 Labor Stadt. So arbeiten die Forschenden mit B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern sowie Verantwortlichen in Karlsruhe und Rheinstetten zusammen. Denn das Projekt \u201eGr\u00fcneLunge\u201c zielt darauf ab, einen Dialog und Wissenstransfer zwischen B\u00fcrgern, F\u00f6rstern, Wissenschaftlern und politischen Entscheidungstr\u00e4gern aus Karlsruhe und Rheinstetten anzusto\u00dfen. Somit sollen alle Beteiligten f\u00fcr die wesentliche Bedeutung einer gr\u00fcnen Stadt und deren gesunde Pflanzenpopulation sensibilisiert werden. Die Ergebnisse des Projekts &#8216;Gr\u00fcneLunge&#8217; sind definitv auch f\u00fcr viele weitere St\u00e4de dieser Welt interessant.<\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel k\u00f6nnte Sie auch interessieren:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/breeze-luftsensorik-fuer-smarte-citys\/\">Breeze: Luftsensorik f\u00fcr smarte Citys<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Extreme Wetterverh\u00e4ltnisse machen besonders unseren B\u00e4umen in der Stadt zu schaffen. Denn laut Beobachtungen sind sie, da sie nicht in einer nat\u00fcrlichen, sondern gebauten Umgebung wachsen, anf\u00e4lliger f\u00fcr die Folgen globaler Erw\u00e4rmung. Dazu geh\u00f6ren bekannterma\u00dfen Hitzewellen, D\u00fcrren, St\u00fcrme oder Starkregen. Somit k\u00f6nnten nat\u00fcrliche Prozesse (\u00f6kophysiologische Prozesse) wie etwa das Verdunsten von Wasser \u00fcber die Bl\u00e4tter, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1706,"featured_media":508917,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"advgb_blocks_editor_width":"","advgb_blocks_columns_visual_guide":"","footnotes":""},"categories":[23253],"tags":[34197,34199,31316,34202],"location":[24328],"article_type":[],"serie":[],"archives":[],"internal_archives":[],"reboot-archive":[],"class_list":["post-170606","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachhaltigkeit","tag-baeume","tag-gruene-lunge","tag-kit","tag-reallabor","location-deutschland"],"blocksy_meta":[],"acf":{"subtitle":"","text_display_homepage":false},"author_meta":{"display_name":"Almut Otto","author_link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/author\/almut-otto\/"},"featured_img":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/2019_057_Gruene-Lunge-fuer-gutes-Stadtklima.jpg","coauthors":[],"tax_additional":{"categories":{"linked":["<a href=\"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/en\/category\/nachhaltigkeit\/\" class=\"advgb-post-tax-term\">Nachhaltigkeit<\/a>"],"unlinked":["<span class=\"advgb-post-tax-term\">Nachhaltigkeit<\/span>"]},"tags":{"linked":["<a href=\"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/en\/category\/nachhaltigkeit\/\" class=\"advgb-post-tax-term\">B\u00e4ume<\/a>","<a href=\"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/en\/category\/nachhaltigkeit\/\" class=\"advgb-post-tax-term\">Gr\u00fcne Lunge<\/a>","<a href=\"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/en\/category\/nachhaltigkeit\/\" class=\"advgb-post-tax-term\">KIT<\/a>","<a href=\"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/en\/category\/nachhaltigkeit\/\" class=\"advgb-post-tax-term\">Reallabor<\/a>"],"unlinked":["<span class=\"advgb-post-tax-term\">B\u00e4ume<\/span>","<span class=\"advgb-post-tax-term\">Gr\u00fcne Lunge<\/span>","<span class=\"advgb-post-tax-term\">KIT<\/span>","<span class=\"advgb-post-tax-term\">Reallabor<\/span>"]}},"comment_count":"0","relative_dates":{"created":"Posted 7 years ago","modified":"Updated 7 years ago"},"absolute_dates":{"created":"Posted on May 1, 2019","modified":"Updated on May 1, 2019"},"absolute_dates_time":{"created":"Posted on May 1, 2019 7:00 am","modified":"Updated on May 1, 2019 7:00 am"},"featured_img_caption":"","series_order":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/170606","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1706"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=170606"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/170606\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/media\/508917"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=170606"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=170606"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=170606"},{"taxonomy":"location","embeddable":true,"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/location?post=170606"},{"taxonomy":"article_type","embeddable":true,"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/article_type?post=170606"},{"taxonomy":"serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/serie?post=170606"},{"taxonomy":"archives","embeddable":true,"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/archives?post=170606"},{"taxonomy":"internal_archives","embeddable":true,"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/internal_archives?post=170606"},{"taxonomy":"reboot-archive","embeddable":true,"href":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/wp-json\/wp\/v2\/reboot-archive?post=170606"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}