{"id":169817,"date":"2019-04-18T18:00:49","date_gmt":"2019-04-18T16:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=169817"},"modified":"2019-04-18T18:00:49","modified_gmt":"2019-04-18T16:00:49","slug":"digitale-loesung-macht-personalisierte-kleidung-fuer-viele-zugaenglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/digitale-loesung-macht-personalisierte-kleidung-fuer-viele-zugaenglich\/","title":{"rendered":"Digitalisierung erm\u00f6glicht personalisierte Kleidung f\u00fcr viele"},"content":{"rendered":"<p>Die Industrie 4.0 fordert eine agile Modeindustrie, die personalisierte Kleidung auf Abruf designt und produziert. Geschwindigkeit z\u00e4hlt. Lectra entwickelte eine digitale Technologie, welche die Produktionszeit um \u00fcber achtzig Prozent reduziert.<\/p>\n<p>Das Internet hat die Mode-Industrie radikal ver\u00e4ndert. Die Trends sind schneller geworden und die Verbraucher anspruchsvoller. Kleidung soll hochwertig, erschwinglich und nachhaltig sein. Gleichzeitig soll sie dem pers\u00f6nlichen Stil entsprechen &#8211; und sofort verf\u00fcgbar sein. Das stellt die Produzenten vor eine gro\u00dfe Herausforderung. Die Modeproduktion ist komplex. Durch die Personalisierung m\u00fcssen zus\u00e4tzlich die W\u00fcnsche der Konsumenten vorweggenommen werden.<\/p>\n<p>In der Vergangenheit bauten Trendprognosen auf Verkaufszahlen auf. Mit Daten aus der Vergangenheit zu arbeiten, ist in einem Gesch\u00e4ft, das vom st\u00e4ndig Neuen lebt, problematisch. Gehen die Kollektionen nicht mit der aktuellen Nachfrage konform, droht \u00dcberproduktion \u2013 und das belastet die Umwelt: Unverk\u00e4ufliche Ware wird verbrannt oder auf der M\u00fclldeponie entsorgt.<\/p>\n<h3>Personalisierung<\/h3>\n<p>Der Konsument spricht, man muss ihm nur zuh\u00f6ren, sagt <em>Peter Jeavons<\/em>, Managing Director Europe von <em><a href=\"http:\/\/www.firstinsight.com\/\">First Insight<\/a>. <\/em>F\u00fcr ihn f\u00fchrt der Weg in die Zukunft der Modeproduktion \u00fcber <em>Advanced Analytics<\/em>. Diese lassen eine aktuelle Perspektive auf Konsumentenverhalten zu und damit die Antizipation von Trends. Aber auch das traditionelle Design-Verkauf-Produktion-Modell ist in der Industrie 4.0 obsolet. Der Verkauf muss vor der Produktion erfolgen, damit Konsumenten die Produktgestaltung beeinflussen k\u00f6nnen, so der Analyst.<\/p>\n<p><em>Jeavons <\/em>sprach im Rahmen einer Konferenz, die den Launch einer neuen disruptiven Technologie begleitete: <em>Fashion on Demand by Lectra. Die<\/em> franz\u00f6sische <a href=\"https:\/\/www.lectra.com\/en\/fashion-and-apparel\">Lectra<\/a> Gruppe arbeitet schon seit zw\u00f6lf Jahren an L\u00f6sungen f\u00fcr die Industrie 4.0 in der Mode-Industrie. Marktforschung ist Teil der Produktentwicklung.<\/p>\n<h3>Beschleunigung<\/h3>\n<p><em>Fashion on Demand <\/em>ist die erste Software und Zuschnitt-L\u00f6sung f\u00fcr personalisierte Kleidung und ist f\u00fcr Ma\u00dfanfertigung und kleine Serien geeignet. Mehr als die digitale Organisation von Design und Entwicklung, bietet die L\u00f6sung einen individualisierten und automatisierten Arbeitsablauf und eine enorme Beschleunigung. In einer konventionellen Arbeitsumgebung nimmt der Prozess zwei Stunden in Anspruch. Mit der Technologie von <em>Lectra<\/em> sind es nur mehr zwanzig Minuten. Weitere Vorteile sind geringere Kosten und h\u00f6here Qualit\u00e4t.<\/p>\n<h3>Kollaboration<\/h3>\n<p>Alle Aufgaben von Design und Entwicklung sind durch Algorithmen digitalisiert und automatisiert. So ist es ein Algorithmus, der zum Beispiel die virtuelle Anordnung der Schnitt-Teile \u00fcbernimmt. F\u00fcr die beteiligten Teams bedeutet die digitale Plattform einen gemeinsamen virtuellen Arbeitsort. Die zuvor linearen Arbeitsabl\u00e4ufe werden zu einem fr\u00fchen Zeitpunkt verbunden und parallel abgehandelt. Durch die Sichtbarkeit und Dokumentation des gesamten Produktions-Prozesses wird jede Phase der Produktentwicklung transparent und kontrollierbar. Zus\u00e4tzlich wird die Zusammenarbeit der Teams durch die Integration von Social Media-Tools gef\u00f6rdert, welche die Kommunikation in Echtzeit erm\u00f6glichen.<\/p>\n<h3>Vollautomatisch<\/h3>\n<p>Die Ausgangsposition jeder Personalisierung bildet die Stoff-Bibliothek. Darin sind die Stoffe mit ihren physischen Eigenschaften wie Materialzusammensetzung, Volumen, Dehnbarkeit, &#8230; schriftlich dokumentiert. Diese Daten dienen der Einstellung des Cutters, der die Charakteristik der Stoffe ber\u00fccksichtigen muss. Aufbauend auf der Stoffwahl erfolgen Design und Schnitterstellung sowie die schriftliche Dokumentation. Am Ende des vollautomatischen Prozesses steht der Zuschnitt.<\/p>\n<h3>Sensibel<\/h3>\n<p>Im Zuschnitt werden die Schnitt-Teile pr\u00e4zise und stoffsparend angeordnet. Die erg\u00e4nzende Hardware, der Cutter <em>Vector<\/em>, \u00fcbernimmt den ebenso automatischen Zuschnitt. <em>Vector<\/em> arbeitet papierlos, die virtuelle Schnittauflage wird direkt umgesetzt. Das ist enorm zeitsparend; besonders bei gemusterten Stoffen, bei denen die Platzierung des Musters auf dem Kleidungsst\u00fcck bedacht werden muss. Bei gestreiften oder karierten Stoffen zum Beispiel, m\u00fcssen die horizontalen Linien an den Seitenn\u00e4hten \u00fcbereinstimmen. Au\u00dferdem ist <em>Vector<\/em> in der Lage, einzelne Stofflagen zuzuschneiden. Das erfordert Sensibilit\u00e4t. Weil diese leichter verrutschen als etwa mehrere aufeinander geschichtete Stoffe, die in der Serienproduktion gleichzeitig zugeschnitten werden. Der Zuschnitt f\u00fcr ein Hemd dauert etwa drei bis vier Minuten.<\/p>\n<h3>Ma\u00dffertigung<\/h3>\n<p>Einer, der das System bereits nutzt, ist <a href=\"http:\/\/fr.viadeo.com\/fr\/profile\/stephane.quiniou1\"><em>St\u00e9phane Quiniou<\/em><\/a> Generaldirektor der <a href=\"https:\/\/www.groupemarck.fr\/\"><em>Groupe Marck<\/em> <\/a>in Frankreich. Sein Unternehmen fertigt Arbeitskleidung f\u00fcr Fast Food-Ketten und Uniformen f\u00fcr Armee, Polizei und Fluglinien. Die Uniformen m\u00fcssen an allen Figurtypen gut sitzen und werden nach Ma\u00df gefertigt. <em>Quiniou<\/em> stand vor der Situation, entweder mehr Personal einzustellen, oder eine neue Technologie zu implementieren. Die Technologie von <em>Lectra<\/em> bot eine \u00fcberraschende L\u00f6sung, die gleich mehrere Probleme l\u00f6ste. Insbesondere sch\u00e4tzt <em>Quiniou<\/em> die schnelleren Arbeitsprozesse und die erh\u00f6hte Pr\u00e4zision. Au\u00dferdem kann der Cutter auch am anderen Ende der Welt kontrolliert werden, so <em>Quiniou<\/em>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Auch interessant:<\/h3>\n<p class=\"entry-title\"><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/schneiderei-fuer-massgefertigte-technologien\/\">Schneiderei f\u00fcr ma\u00dfgefertigte Technologien<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Industrie 4.0 fordert eine agile Modeindustrie, die personalisierte Kleidung auf Abruf designt und produziert. Geschwindigkeit z\u00e4hlt. Lectra entwickelte eine digitale Technologie, welche die Produktionszeit um \u00fcber achtzig Prozent reduziert. Das Internet hat die Mode-Industrie radikal ver\u00e4ndert. Die Trends sind schneller geworden und die Verbraucher anspruchsvoller. Kleidung soll hochwertig, erschwinglich und nachhaltig sein. 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