{"id":169687,"date":"2019-04-16T11:44:25","date_gmt":"2019-04-16T09:44:25","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=169687"},"modified":"2019-04-16T11:44:25","modified_gmt":"2019-04-16T09:44:25","slug":"mobile-ladestation-fuer-e-autos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/mobile-ladestation-fuer-e-autos\/","title":{"rendered":"Mobile Ladestation f\u00fcr E-Autos"},"content":{"rendered":"<p>Laut Statista gab es am 1. Januar 2019 rund 83.200 Elektroautos in Deutschland. Dem gegen\u00fcber stehen 13.900 Ladestationen (Stand: 6. M\u00e4rz 2019). Doch meist befinden sich diese Ladestationen eher in Ballungsgebieten. Um eine Rundumversorgung in ganz Deutschland zu erm\u00f6glichen, aber die E-Mobilit\u00e4t vor allem auch C02-neutral zu gestalten, entwickelt derzeit das Berliner Start-up <a href=\"https:\/\/meenergy.earth\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Me Energy<\/a> an den mobilen Schnellladestationen \u201eMe Charge\u201c. Diese sollen per Biokraftstoff betrieben werden. Ein eigens konzipierter Generator im Inneren der S\u00e4ule wandelt diesen dann in Strom um. So wird das Schnellladen ohne Anschluss an das Stromnetz m\u00f6glich. Der Vorteil: Die S\u00e4ule ist komplett unabh\u00e4ngig von jedweder Infrastruktur. Auch entf\u00e4llt der teure Anschluss an das Mittelspannungsnetz. Ziel des Systems ist eine flexible und fl\u00e4chendeckende Verbreitung von Zapfs\u00e4ulen f\u00fcr Elektrofahrzeuge. Insbesondere au\u00dferst\u00e4dtische Gebiete, die bis dato mangels Infrastruktur von der E-Mobilit\u00e4t ausgeschlossen waren, sollen somit erschlossen werden.<\/p>\n<h3>Ausbau der Infrastruktur und Nutzung von Biokraftstoff<\/h3>\n<p>Zwei Themen, warum die Elektrifizierung des Verkehrs nur langsam voranschreitet haben die innovativen Ingenieure besonders im Auge: So soll zum einen durch die Mobilit\u00e4t der Ladestationen den Menschen die Angst genommen werden, mit dem Elektroauto liegenzubleiben, da der Akku leer ist und keine Lades\u00e4ule in der N\u00e4he. Dank der Schnellladem\u00f6glichkeit \u2013 die Stationen laden ein E-Auto \u00fcbrigens f\u00fcr eine Reichweite von etwa 200 Kilometern innerhalb von 10 Minuten \u2013 sollen auch die Wartezeiten so kurz wie m\u00f6glich gehalten werden.<\/p>\n<p>Als zweiten Punkt entspricht die Gewinnung des Stroms durch Biokraftstoff, statt wie derzeit noch \u00fcblich zum Beispiel durch Kohle, dem Trend und dem Muss zur Gewinnung von Strom durch Erneuerbare Energien.<\/p>\n<figure id=\"attachment_169705\" aria-describedby=\"caption-attachment-169705\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-169705\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Nahaufnahme-003-600x338.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"338\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-169705\" class=\"wp-caption-text\">Me Charge \u00a9MeEnergy<\/figcaption><\/figure>\n<p>Doch es sprechen noch weitere Argumente f\u00fcr die Schnellladestationen:<\/p>\n<blockquote><p>Durch die hocheffiziente Technologie sind die Investitions- und Lebensdauerkosten deutlich geringer als bei vergleichbaren Produkten\u201c, erkl\u00e4rt Alexander Sohl, von Me Energy, \u201ees handelt sich daher um die erste profitable und nachhaltige Lades\u00e4ule.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Mitgr\u00fcnder Holger Adler, erg\u00e4nzt: \u201eDer Verkehrssektor macht etwa 30% der gesamten CO2-Emissionen der EU aus. Unser Ziel ist es, eine fl\u00e4chendeckende, emissionsfreie und CO2-neutrale Elektromobilit\u00e4t zu erm\u00f6glichen. Mit unseren S\u00e4ulen k\u00f6nnen \u2012 im Vergleich zum aktuellen Strommix \u2012 mindestens 7,5 kg CO2 pro 100 Kilometer eingespart werden. Damit k\u00f6nnen wir mit unserer Entwicklung einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.\u201c<\/p>\n<h3>Zwei Nachf\u00fcll-Optionen<\/h3>\n<p>Zum Nachf\u00fcllen der Ladestation stehen zwei verschiedene Varianten zur Verf\u00fcgung: So k\u00f6nnte sie einerseits auf einen klassischen Tank zur\u00fcckgreifen. An der Station selbst soll dabei Platz f\u00fcr 2.000 L \u2012 also ca. 200 Ladevorg\u00e4nge \u2012 zur Verf\u00fcgung stehen. Auch k\u00f6nnte der Tank separat, z. B. unter der Erde platziert werden. Die eigentliche Ladestation umfasst dann 2 x 1 x 1,5 m (H x B x T). Angeliefert wird das Material klassisch \u00fcber Tanklaster.<\/p>\n<p>Bei der zweiten Variante steht der Kraftstoff in Patronen \u00e0 35 L zur Verf\u00fcgung. Diese besitzen einen Verschluss, der automatisch beim Einsetzen ge\u00f6ffnet wird. \u00c4hnlich einer DHL-Packstation oder eines Amazon Lockers verf\u00fcgt die Ladestation \u00fcber ein Schlie\u00dffachsystem. So k\u00f6nnen die Patronen von verschiedenen Lieferdiensten wie DHL, UPS, Hermes usw. an die Station geliefert werden.<\/p>\n<h3>Hintergrund<\/h3>\n<p>Die Gr\u00fcnder Alexander Sohl (CEO) und Holger Adler (CTO) lernten sich durch Ihre gemeinsame Leidenschaft HiFi kennen. Holger ist \u00fcbrigens auch Gr\u00fcnder vpn Voxativ, einer der weltweit f\u00fchrenden High-End Marken im Bereich Lautsprecherboxen. Der Markteintritt f\u00fcr die mobilen S\u00e4ulen ist f\u00fcr Mitte 2020 geplant. Derzeit ist das 2018 gegr\u00fcndete Unternehmen \u00fcbrigens auf der Suche nach Ingenieuren sowie auch Kapitalgebern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laut Statista gab es am 1. Januar 2019 rund 83.200 Elektroautos in Deutschland. Dem gegen\u00fcber stehen 13.900 Ladestationen (Stand: 6. M\u00e4rz 2019). Doch meist befinden sich diese Ladestationen eher in Ballungsgebieten. 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