{"id":169151,"date":"2019-04-10T12:01:52","date_gmt":"2019-04-10T10:01:52","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=169151"},"modified":"2019-04-10T12:01:52","modified_gmt":"2019-04-10T10:01:52","slug":"karlsruher-start-up-macht-labeling-in-der-ki-effizienter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/karlsruher-start-up-macht-labeling-in-der-ki-effizienter\/","title":{"rendered":"Karlsruher Start-up macht Labeling in der KI effizienter"},"content":{"rendered":"<p>Je besser selbst\u00e4ndig fahrende Autos ihre Umgebung wahrnehmen, desto sicherer werden sie. Deshalb arbeiten derzeit alle Automobilhersteller daran, die KI mit einer gro\u00dfen Menge an Bildern und Videoaufnahmen zu trainieren. Damit der Algorithmus einzelne Bildelemente \u2013 etwa als Baum, Fu\u00dfg\u00e4nger oder Stra\u00dfenschild \u2013, erkennt, werden diese markiert. Bisher wurden die Objekte auf den Bildern von Menschen in Handarbeit gekennzeichnet. Dieses Verfahren hei\u00dft Labeling. \u201eGro\u00dfe Firmen wie Tesla besch\u00e4ftigen daf\u00fcr tausende Arbeiter in Nigeria oder Indien, das Verfahren ist m\u00fchsam und zeitaufwendig\u201c, beschreibt Informatiker Philip Kessler die aktuelle Vorgehensweise.<\/p>\n<p>Kessler gr\u00fcndete im Jahre 2017 zusammen mit Marc Mengler das Start-up <a href=\"https:\/\/understand.ai\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">understand.ai<\/a>. Ihr Ziel, Algorithmen m\u00f6glichst effizient zu trainieren, haben sie nun erreicht:<\/p>\n<blockquote><p>Bei understand.ai verwenden wir K\u00fcnstliche Intelligenz, die es erm\u00f6glicht, diese Kennzeichnung zehn Mal schneller und pr\u00e4ziser auszuf\u00fchren\u201c, so Kessler.<\/p>\n<figure id=\"attachment_169264\" aria-describedby=\"caption-attachment-169264\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-169264\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/IMG_8683-002-600x400.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-169264\" class=\"wp-caption-text\">Team\u00a0understand.ai \u00a9understand.ai<\/figcaption><\/figure><\/blockquote>\n<h3>Qualit\u00e4tskontrolle durch den Menschen<\/h3>\n<p>Obwohl der Prozess der Bildbearbeitung gr\u00f6\u00dftenteils hochautomatisiert sei, \u00fcbernehme der Mensch am Schluss die Qualit\u00e4tskontrolle. Die Kombination von Technik und menschlicher Sorgfalt sei insbesondere bei sicherheitskritischen Themen wie dem autonomen Fahren wichtig, betont der Experte. Die auch &#8220;Annotationen&#8221; genannten Markierungen in den Bild- und Videodarstellungen m\u00fcssen pixelgenau mit der realen Umgebung \u00fcbereinstimmen. Je besser die Qualit\u00e4t der bearbeiteten Bilddaten, desto besser der Algorithmus, der damit trainiert.<\/p>\n<h3>Weitere Anwendungsfelder denkbar<\/h3>\n<blockquote><p>Da man nicht f\u00fcr alle Situationen \u2013 zum Beispiel Unf\u00e4lle \u2013 Trainingsbilder bereitstellen kann, bieten wir neuerdings auch aus Realdaten erarbeitete Simulationen an\u201c, so Kessler.<\/p><\/blockquote>\n<p>Obwohl sich das Start-up derzeit noch auf das Thema autonomes Fahren fokussiert, planen die Gr\u00fcnder k\u00fcnftig das Bearbeiten von Bilddaten auch auf andere Branchen auszuweiten. So sehen sie weitere Anwendungsgebiete in dem Training von Algorithmen zur Tumorerkennung oder der Auswertung von Luftbildern.<\/p>\n<p>Im Moment geh\u00f6ren f\u00fchrende Automobilhersteller und -zulieferer in Deutschland sowie den USA zu den Kunden von understand.ai. Neben seinem Hauptsitz Karlsruhe ist das junge Unternehmen \u2013 es hat \u00fcbrigens seine Wurzeln am <a href=\"https:\/\/www.kit.edu\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT)<\/a> \u2012,\u00a0 in Berlin und San Francisco t\u00e4tig. Derzeit sind mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besch\u00e4ftigt. Doch k\u00f6nnten noch mehr werden, denn\u00a0es gibt noch einige offene Positionen. 2018 erhielten die Karlsruher von einer Runde privater Investoren eine Anschubfinanzierung in H\u00f6he von 2,8 Millionen US-Dollar.<\/p>\n<h3>Pioniergarage des KIT<\/h3>\n<p>Der aus Braunschweig stammende Kessler begann 2012 das Informatikstudium am KIT. Hier entdeckte er sein Interesse am Thema K\u00fcnstliche Intelligenz und Autonomes Fahren beim Entwickeln eines autonomen Modellfahrzeugs in der Hochschulgruppe KITCar. Als \u201eextrem motivierend\u201c f\u00fcr die eigene Unternehmensgr\u00fcndung beschreibt er die Angebote der Hochschulgruppe<a href=\"https:\/\/pioniergarage.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> Pioniergarage<\/a> des KIT. Die Einrichtung richtet sich speziell an studentische Entrepreneure. Hinzu kam ein einj\u00e4hriger Aufenthalt im Silicon Valley bei Mercedes Research im Bereich maschinelles Lernen und Datenanalyse.<\/p>\n<p>\u201eNirgends lernt man in k\u00fcrzester Zeit mehr als in einem Start-up, und das Interesse gro\u00dfer Firmen mit Start-ups zusammenzuarbeiten hat in j\u00fcngster Zeit deutlich zugenommen\u201c, stellt der 26 Jahre alte Gr\u00fcnder fest. Die erste Welle der K\u00fcnstlichen Intelligenz, in der sie vorwiegend f\u00fcr Unterhaltungsger\u00e4te und Endverbraucher-Produkte genutzt wurde, habe Deutschland verschlafen.<\/p>\n<blockquote><p>In der zweiten Welle, in der K\u00fcnstliche Intelligenz in Industrie und Technik angewandt wird, kann Deutschland sein Potenzial nutzen\u201c, ist Kessler \u00fcberzeugt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mengler hingegen machte seine Master in Entrepreneurship, Machine Learning und Data Science. Er hat bereits einige Startups im Bereich Machine Learning gegr\u00fcndet. Dabei erlebte er, wie viel Aufwand es bedeutet, gute Trainings- und Validierungsdaten f\u00fcr Algorithmen zu erhalten. Grund genug f\u00fcr ihn, eigene Labelingtools zu schreiben und so seine Algorithmen m\u00f6glichst effizient zu trainieren.<\/p>\n<p>Die beiden Gr\u00fcnder fanden \u00fcbrigens durch einen gemeinsamen Bekannten aus Berlin zusammen. Dieser suchte Entwickler in Karlsruhe. Da Kessler als Vorstand der Pioniergarage des KIT gut verkn\u00fcpft war, schrieb der Berliner ihn an. Innerhalb k\u00fcrzester Zeit schlossen sich Kessler und Mengler als Team zusammen: Denn ihnen war schnell klar, dass sie mit \u00dcberzeugung am gleichen Thema arbeiteten und \u00e4hnliche Ideen hatten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel k\u00f6nnte Sie auch interessieren:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/ki-unter-der-lupe-kluger-hans-oder-klevere-entscheidung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">KI unter der Lupe: Kluger Hans oder klevere Entscheidung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/innovationorigins.com\/de\/menschliches-gehirn-inspiriert-forscher-bei-kuenstlicher-intelligenz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Menschliches Gehirn inspiriert Forscher bei k\u00fcnstlicher Intelligenz<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Je besser selbst\u00e4ndig fahrende Autos ihre Umgebung wahrnehmen, desto sicherer werden sie. 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