{"id":168741,"date":"2019-04-02T08:51:41","date_gmt":"2019-04-02T06:51:41","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=168741"},"modified":"2019-04-02T08:51:41","modified_gmt":"2019-04-02T06:51:41","slug":"celonis-google-fu%cc%88r-it-unternehmensprozesse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/celonis-google-fu%cc%88r-it-unternehmensprozesse\/","title":{"rendered":"Celonis: Google fu\u0308r IT-Unternehmensprozesse"},"content":{"rendered":"<p>Sie haben eine Art Ultraschallgera\u0308t, das alle automatisierten Prozesse durchleuchtet, um verborgene Kosten, Bottlenecks sowie andere Ineffizienzen aufzuspu\u0308ren. Und wo sie mit ihrer Process Mining Softwarelo\u0308sung auch hinkommen, Unternehmen ko\u0308nnen das Ergebnis kaum fassen. U\u0308ber misslungene Idealbilder, die Kraft von Vorhersagewerten und die Rolle ihres Patenonkels aus Eindhoven. Am Tisch mit den Data Scientists von <a href=\"https:\/\/www.celonis.com\/\">Celonis<\/a> aus Den Bosch, ein Unternehmen mit Hunderten von Kunden aus Dutzenden von L\u00e4ndern, einem gesch\u00e4tzten Wert von rund einer Milliarde und seinem Hauptsitz in M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Er ho\u0308rt es immer wieder, welches Unternehmen er auch besucht, erza\u0308hlt Alexander Lethen, regionaler Vizepra\u0308sident Benelux von Celonis: \u201eEure Geschichte ist zu scho\u0308n um wahr zu sein. Wir kennen die Storys. Es wird schon seit Jahrzehnten behauptet, noch nie konnte jedoch irgendjemand dieses Versprechen wahr machen. Was ihr da sagt, das geht ja auch gar nicht.\u201c Lethen mit einem La\u0308cheln: \u201eVielleicht ist es ja auch zu scho\u0308n um wahr zu sein, aber wir tun wirklich, was wir versprochen haben. Mit unserer Software lassen sich alle IT- gesteuerten Unternehmensprozesse analysieren und visualisieren. So entdeckt man Engpa\u0308sse, verborgene Kosten und andere Ineffizienzen. Die man dann anschlie\u00dfend gegebenenfalls optimiert.\u201c<\/p>\n<h3>Wil van der Aalst<\/h3>\n<p>\u201aZu-scho\u0308n-um-wahr-zu-sein\u2018 erreicht man mit spezieller Process Mining Software von Celonis, erza\u0308hlt Lethen. Deren Entwicklung hat eine lange Geschichte, die in Eindhoven begann. An der TU Eindhoven bei <a href=\"http:\/\/www.padsweb.rwth-aachen.de\/wvdaalst\/\">Professor Wil van der Aalst<\/a> genauer gesagt. Und das ist nicht irgendein Hochschuldozent, ganz im Gegenteil, er geho\u0308rt zur internationalen Spitze im Bereich der Data Science und zu den meistzitierten Datenwissenschaftlern der Welt. Und Daten, die sind ganz sein Ding. Mittlerweile arbeitet er nicht mehr f\u00fcr die TU Eindhoven, sondern f\u00fcr die RWTH Aachen. Lethen: \u201eIn Unternehmen gibt es zahlreiche automatisierte Prozesse. Von Kundendienst und Produktion bis hin zu Personalbeschaffung und Zahlungsvorga\u0308ngen. Insgesamt werden so viele Daten erstellt, dass Unternehmen den Wald vor lauter Ba\u0308umen nicht mehr sehen ko\u0308nnen. Sie verlieren den U\u0308berblick und so verschwinden wertvolle Informationen im Nichts. Dadurch laufen Prozesse nicht mehr optimal und manchmal laufen sie sogar vollkommen schief. Process Mining gewa\u0308hrt einen Einblick in all diese Prozesse und so kann man sie effizienter einrichten.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Vielleicht ist es ja auch zu scho\u0308n um wahr zu sein, aber wir tun wirklich, was wir versprochen haben.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<h3>Gott des eifrigen Strebens<\/h3>\n<p>Van der Aalst ist Mitbegru\u0308nder des Process Minings; er erfand vor zehn Jahren die zugrunde liegende Technik. Drei deutsche Doktoranden der Technischen Universita\u0308t Mu\u0308nchen stie\u00dfen auf seine Ergebnisse. Da befand sich die Forschung zum Process Mining noch in einem sehr wissenschaftlichen Stadium. Angewandte Software gab es nicht. Also schrieben die drei Studenten sie selbst, auf Grundlage der Forschungsarbeit von Van der Aalst. Ihre Idee testeten sie bei einigen \u201aProbekunden\u2018. Die Ergebnisse waren sofort so u\u0308berraschend, dass sie 2011 beschlossen, ihre Prozess Mining Software auf den Markt zu bringen, unter dem Namen Celonis. Der Name ist vom Namen eines griechischen Gottes abgeleitet, von Zelos &#8211; der Personifikation des eifrigen Strebens. Lethen: \u201eSein Name beginnt eigentlich mit einem Z, aber um einen Firmennamen mit einem Z beginnen zu lassen, na ja. Dann steht man in den Gelben Seiten ganz hinten. Die Anfangsbuchstaben A, B oder C sind dann die bessere Wahl, daher Celonis.\u201c<\/p>\n<h3>Data Mining versus Process Mining<\/h3>\n<figure id=\"attachment_168704\" aria-describedby=\"caption-attachment-168704\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/MMZS_2018-22430.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-168704\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/MMZS_2018-22430-1024x683.jpg\" alt=\"Celonbis data\" width=\"1024\" height=\"683\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-168704\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Melchert Meijer zu Schlochtern<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zuna\u0308chst einmal etwas zum Unterschied zwischen Data Mining und Process Mining. \u201eErstgenanntes bleibt eher an der Oberfla\u0308che\u201c, sagt Ron Pelsmaeker, Marketing &amp; Inside Sales bei Celonis. \u201eDamit analysiert man statistische Daten, wie sie zum Zeitpunkt der Analyse in Datenbanken gespeichert sind. Mit Process Mining taucht man viel tiefer in den Datenpool ein. Man verknu\u0308pft Informationen und beleuchtet, wie die Daten entstanden sind.\u201d Er vergleicht Process Mining mit einem Ultraschall fu\u0308r Unternehmen. Keine Momentaufnahme, keine Stichprobe, sondern ein Foto, wa\u0308hrend das Unternehmen auf \u201aEIN\u2018 steht. Erst dann kann man einen Prozess auch holistisch analysieren. \u201eMan sieht in Echtzeit genau, wie Prozesse ablaufen und wo und wie sie eventuell ha\u0308ngen bleiben.\u201c Nach dem Ultraschall schaut man weiter als nur auf die Stelle des Problems. Wie ein guter Arzt das auch machen wu\u0308rde, meint er. Der untersucht bei ko\u0308rperlichen Beschwerden genauso den ganzen Ko\u0308rper und den Lifestyle des Patienten. \u201eAuch ein Unternehmensprozess ist keine isolierte Angelegenheit. Nehmen Sie zum Beispiel Herstellungsprozesse. Ha\u0308ufig sind sie vollsta\u0308ndig automatisiert. Dennoch kann mal etwas schiefgehen, zum Beispiel bei einem Spritzverfahren: Roboter ko\u0308nnen nicht richtig eingestellt sein. Vielleicht hat ein Lieferant eine schlecht deckende Farbe bestellt. Oder das Personal ist nicht ausreichend geschult. Und denkt die Funktion der Maschine zu verstehen, macht aber sta\u0308ndig die gleichen Fehler.\u201c<\/p>\n<h3>Nicht von A bis Z<\/h3>\n<p>Pelsmaeker wei\u00df wie das abla\u0308uft. In jedem Unternehmen werden die meisten Prozesse kodiert und als Idealbild festgelegt. In Wirklichkeit laufen sie jedoch zu ha\u0308ufig anders ab, da sich nicht alle von A bis Z an die festgelegten Schritte halten. Das ist vielleicht typisch Mensch, meint Pelsmaeker, dass man denkt, ach, diesmal tun wir\u2018s halt mal anders. Die Lieferzeit ist fu\u0308nfzehn Tage, aber nun ja, es ist der Auftrag eines Stammkunden, den man perso\u0308nlich auch noch gut kennt und der die Bestellung schnell beno\u0308tigt. Also weicht man vom Idealbild ab. Ist das etwa die Ausnahme? Nein, ganz und gar nicht. Lethen: \u201eIn vielen Fa\u0308llen weicht man in Unternehmen von der vorgeschriebenen Strecke ab. Ob es dabei nun um finanzielle Prozesse geht oder Herstellungs- oder Bewerbungsverfahren betrifft.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDa gibt es gro\u00dfe Unterschiede zwischen Theorie und Praxis. Ohne dass es jemand im Unternehmen wahrnimmt. Das ist doch seltsam.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<h3>Einkaufsprozess<\/h3>\n<p>Lethen zeigt das Beispiel eines Einkaufsprozesses eines gro\u00dfen B2B-Unternehmens. U\u0308ber eine Million Auftra\u0308ge, die gut sind fu\u0308r u\u0308ber zwei Milliarden an Kosten. Der Einkaufsprozess beginnt, sobald man etwas bei dem Unternehmen kauft, und endet mit der Bezahlung. Ein klarer und einfacher linearer Prozess. Man sendet eine Bestellanforderung und erha\u0308lt ein Bestellformular. Das fu\u0308llt man aus. Die Bestellung wird erteilt und verschickt. Die Rechnung geht ein, wird gebucht, bezahlt und fertig, das war\u2018s. Ganz einfach, oder? Ist es aber nicht, denn la\u0308ngst nicht alle im Unternehmen hielten sich an diesen Ablauf, erza\u0308hlt Lethen. \u201eVon dieser scheinbar so einfachen Strecke von Bestellung bis Bezahlung gab es in dem genannten Unternehmen hunderte Varianten.\u201c Die Bestellaufforderung fehlte; jemand erhielt zuerst die Rechnung; Preis oder Lieferzeit wurden gea\u0308ndert; Mitarbeiter umgingen die Einkaufsabteilung, da sie fu\u0308r bu\u0308rokratisch und tra\u0308ge gehalten wurde. Lethen: \u201eDas Standardverfahren wurde in nur weniger als der Ha\u0308lfte aller Fa\u0308lle angewandt. Setzt man all diese Abweichungen auf ein imagina\u0308res lineares Schema, ergibt das einen spaghetti- a\u0308hnlichen Wirrwarr von Linien und Verbindungen.<\/p>\n<h3>U\u0308bel<\/h3>\n<p>Einem CMO, CFO oder CEO sto\u0308\u00dft es ha\u0308ufig bereits u\u0308bel auf, wenn er diese Spaghetti nur sieht. \u201eDas geht nicht, so sind wir nicht. So unorganisiert ko\u0308nnen wir doch gar nicht sein. Unser Business haben wir doch ganz geschickt aufeinander abgestimmt.\u201c Aber Daten lu\u0308gen ja nicht. Lethen: \u201eInnerhalb eines Prozesses analysiert ha\u0308ufig jeder nur einen kleinen Teil. Menschen sehen deshalb nur ein paar kleine Schritte. Das Gesamtbild fehlt dann meistens.\u201c Die servierte \u201aSpaghetti di Celonis\u2019 verdeutlicht dieses Gesamtbild auf einmal. So wird visualisiert, wo sich die gedachte Gerade plo\u0308tzlich schla\u0308ngelt, wo sie abbiegt, und wie man sie wieder begradigen kann. \u201eDa gibt es gro\u00dfe Unterschiede zwischen Theorie und Praxis. Ohne dass es jemand im Unternehmen wahrnimmt. Das ist doch seltsam.\u201d<\/p>\n<h3>Formel-1-Strecke<\/h3>\n<p>Deshalb entscheidet man sich ja fu\u0308rs Process Mining, unterstreicht Pelsmaeker. \u201eMan will einen Einblick in Engpa\u0308sse im Unternehmensprozess erlangen und wissen, welche davon unno\u0308tig viel Zeit oder Geld kosten.\u201c Das mu\u0308sse nicht unbedingt hei\u00dfen, dass man alle Fallstricke und Engpa\u0308sse sofort beseitigt, sagt er. Bei manchen Abweichungen ko\u0308nnte man auch sagen: \u201eAch, wisst ihr was, das geht schon Jahre so und es la\u0308uft prima. Wenn wir es doch anpassen, fu\u0308hrt es intern vielleicht zu Reibereien und Widerstand; das wa\u0308re schlecht fu\u0308r unsere Kultur. Also lassen wir\u2018s mal so.\u201c<\/p>\n<h3>Den Bosch<\/h3>\n<figure id=\"attachment_168707\" aria-describedby=\"caption-attachment-168707\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/JADS_Marienburg_DenBosch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-168707\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/JADS_Marienburg_DenBosch-1024x700.jpg\" alt=\"JADS Den Bosch\" width=\"1024\" height=\"700\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-168707\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bart van Overbeeke<\/figcaption><\/figure>\n<p>Celonis hat sich fu\u0308r Den Bosch als Startpunkt zur Eroberung der Benelux entschieden. Das hat vor allem mit dem Sitz der Jheronimus Academy of Data Science (JADS) zu tun, gegru\u0308ndet von den Universita\u0308ten in Tilburg und Eindhoven. An dieser Datenakademie ko\u0308nnen Studierende seit 2016 den Studiengang Data Science &amp; Entrepreneurship absolvieren, der aus einer Kombination von Fa\u0308chern beider Unis besteht. Mathematik und Technik kombiniert mit sozialen, ethischen und juristischen Themen. Aber wohin mit diesem<\/p>\n<p>Studiengang? Sich fu\u0308r die eine Universita\u0308tsstadt zu entscheiden, das wa\u0308re eine Entscheidung gegen die andere und wu\u0308rde fu\u0308r politischen Wirbel sorgen. Und dann fiel der Blick auf Den Bosch. Dort gibt es keine Universita\u0308t und die Stadt la\u0308sst sich sowohl von Tilburg als auch von Eindhoven aus einfach erreichen. Einen Standort gibt es auch: das ehemalige Kloster Marie\u0308nburg am St. Janssingel. Nur einen Steinwurf vom Bahnhof. Und dort findet man auch Celonis, oben im JADS-Geba\u0308ude, unterm Dach.<\/p>\n<h3>Data Science Biotop<\/h3>\n<p>Bei JADS befinden sich u\u0308ber ein Dutzend Datenunternehmen und hunderte internationale Studierende unter einem Dach. Zwei Jahre werden sie dort unterrichtet und dann ko\u0308nnen sie, wenn sie wollen, unmittelbar nach ihrem Abschluss in eines der dort befindlichen Unternehmen wechseln. Pelsmaeker: \u201eEs ist schwierig, gute Data Scientists zu finden. Uns haben sie hier ab dem ersten Studienjahr auf ihrem Radar.\u201d Und die Studierenden wissen Celonis zu finden. Logisch. Das Softwareunternehmen ist Marktfu\u0308hrer im Bereich enterprise- ready Process Mining und es wa\u0308chst und gedeiht. Es hat verschiedene Niederlassungen und Bu\u0308ros in Europa (Mu\u0308nchen, London und Den Bosch) sowie in den USA (u.a. New York). Weltweit za\u0308hlt Celonis inzwischen u\u0308ber vierhundert Bescha\u0308ftigte, hauptsa\u0308chlich junge, hoch qualifizierte Data Scientists. Eine Verdopplung innerhalb eines Jahres. Auch die Niederlassung in Den Bosch platzt fast aus allen Na\u0308hten. Aber hier wegziehen, no way. Weil es ihnen in ihrem Data Science Biotop in Den Bosch so gut gefa\u0308llt.<\/p>\n<h3>Predictive Analytics<\/h3>\n<figure id=\"attachment_168703\" aria-describedby=\"caption-attachment-168703\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/MMZS_2018-22250.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-168703\" src=\"https:\/\/archive.ioplus.nl\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/MMZS_2018-22250-1024x683.jpg\" alt=\"Celonis data\" width=\"1024\" height=\"683\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-168703\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Melchert Meijer zu Schlochtern<\/figcaption><\/figure>\n<p>Denn sicher ist, dass Celonis sta\u0308ndig neue Menschen braucht. Niemand soll denken, das Produkt sei jetzt fertig. Das gilt fu\u0308r alle Technologien: Software muss man sta\u0308ndig optimieren. Dabei arbeitet Celonis eng mit seinem \u201aPatenonkel\u2018 Van der Aalst sowie mit der TU Eindhoven zusammen. Mit dem Ziel mehr Einsicht in Unternehmensprozesse zu erlangen und noch bessere Diagnosen zu stellen. Lethen: \u201eWir konzentrieren uns zielgerichtet auf Vorhersagewerte anstatt auf Analysen im Nachhinein. So kann man mo\u0308gliche Prozessprobleme bereits eliminieren, bevor sie in Erscheinung treten. Und vielleicht vorhersagen, wann man Kunden verlieren wird, sodass man rechtzeitig in Aktion kommen kann, um sie doch zu behalten.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEs ist schwierig, gute Data Scientists zu finden. Uns haben sie hier ab dem ersten Studienjahr auf ihrem Radar.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<h3>Chief Process Owner<\/h3>\n<p>Celonis ist der Liebling der Investoren. Das Softwareunternehmen ist auf Papier eine Milliarde Dollar wert. Lethen und Pelsmaeker zucken dazu nur mit den Schultern. Viel lieber erwa\u0308hnen sie ihre Kunden. Hunderte, aus 25 La\u0308ndern. Sowohl gro\u00dfe Jungs der Fortune 500 als auch mittelgro\u00dfe Unternehmen. \u201eProcess Mining ist vor allem interessant fu\u0308r Unternehmen, die viele Vorga\u0308nge haben. Ha\u0308ufig Organisationen mit einem Umsatz im dreistelligen Millionenbereich.\u201c Pelsmaeker und Lethen denken, dass sie einmal selbst Process Mining einsetzen werden. Mit einem CPO &#8211; Chief Process Owner &#8211; der vom Schreibtisch aus sehen kann, ob alles richtig la\u0308uft. Lethen: \u201eUnsere Software ist ein starkes Ultraschallgera\u0308t, das alle automatisierten Prozesse durchleuchtet, um festzustellen, wo der Kern eines Problems liegt. Fu\u0308r Expertenfragen braucht man Datenkenner. Der Output ist fu\u0308r die breite Masse versta\u0308ndlich.\u201c Bei Siemens arbeiten schon tausende mit dem Tool, nicht nur Datenwissenschaftler. Aufgrund der Niederschwelligkeit wird Process Mining einen noch gro\u0308\u00dferen Aufschwung erleben. Und das habe noch etwas schrecklich Attraktives, meint Pelsmaeker: \u201eBei jeder Diskussion ist man mit wenigen Mausklicks bei den zugrunde liegenden Fakten. \u201aSchau mal, hier sind die Bestellungen, und das hier ist echt passiert.\u2018 Subjektive Wahrnehmung wird zur objektiven Wahrnehmung. So vermeidet man interne Streitereien und politische Auseinandersetzungen.\u201c<\/p>\n<p><em>\u00a9\u00a0<a href=\"https:\/\/www.brabantbrandbox.com\/nl\/\">Brabant Brand Box<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie haben eine Art Ultraschallgera\u0308t, das alle automatisierten Prozesse durchleuchtet, um verborgene Kosten, Bottlenecks sowie andere Ineffizienzen aufzuspu\u0308ren. Und wo sie mit ihrer Process Mining Softwarelo\u0308sung auch hinkommen, Unternehmen ko\u0308nnen das Ergebnis kaum fassen. U\u0308ber misslungene Idealbilder, die Kraft von Vorhersagewerten und die Rolle ihres Patenonkels aus Eindhoven. 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