{"id":166845,"date":"2019-03-05T17:22:43","date_gmt":"2019-03-05T16:22:43","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=166845"},"modified":"2019-03-05T17:22:43","modified_gmt":"2019-03-05T16:22:43","slug":"euregio-rhein-maas-nord-soll-zur-grenzueberschreitenden-bildungsregion-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/euregio-rhein-maas-nord-soll-zur-grenzueberschreitenden-bildungsregion-werden\/","title":{"rendered":"Euregio Rhein Maas Nord soll zur grenz\u00fcberschreitenden Bildungsregion werden"},"content":{"rendered":"<p>Die St\u00e4dte Krefeld, M\u00f6nchengladbach und Venlo sowie die Hochschulen Niederrhein und Fontys in Venlo wollen die Euregio Rhein-Maas-Nord als grenz\u00fcberschreitende Bildungsregion profilieren. Das ist das Ziel des Projekts \u201eEuregio Campus-Limburg\/Niederrhein\u201c. Das Projekt wird bis Ende 2021 laufen und wird mit insgesamt 1,8 Millionen Euro durch die Europ\u00e4ische Union, das Land Nordrhein-Westfalen und die niederl\u00e4ndische Provinz Limburg gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Professor Dr. R\u00fcdiger Hamm, Leiter des Niederrhein Instituts f\u00fcr Regional- und Strukturforschung (NIERS) an der Hochschule Niederrhein und gleichzeitig Projektleiter, beschreibt die Ziele des Projekts: \u201eWir haben drei wesentliche Ziele: die Wahrnehmung der Euregio Rhein-Maas-Nord als Studienstandort erh\u00f6hen, die beiden Hochschulen durch grenz\u00fcberschreitende Studienangebote miteinander verbinden und die Euregio als Arbeitsmarkt und Wohnort f\u00fcr Absolventen attraktiver machen.\u201c Innovativ an dem Projekt soll vor allem sein, dass die auf diese Ziele gerichteten Ma\u00dfnahmen eng miteinander verkn\u00fcpft werden. Die Bildungsregion Rhein-Maas-Nord soll dadurch insgesamt einen Schub erhalten und sich besser positionieren.<\/p>\n<p>Venlos B\u00fcrgermeister Antoin Scholten freut sich auf das Projekt: \u201eDiese Art der gemeinschaftlichen Profilierung und Kommunikation hat es meines Erachtens noch nirgends gegeben. Es unterstreicht, dass wir in der Grenzregion mehr gemeinsam haben, als wir zun\u00e4chst annehmen.\u201c Hochschulpr\u00e4sident Hans-Hennig von Gr\u00fcnberg pl\u00e4diert daf\u00fcr, die Chancen, die sich durch die Grenzn\u00e4he f\u00fcr beide Seiten ergeben, konsequent zu nutzen: \u201eDas sind Potenziale, die uns einen Vorteil gegen\u00fcber anderen Regionen Deutschlands verschaffen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Diese Art der gemeinschaftlichen Profilierung und Kommunikation hat es noch nirgends gegeben.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Den Zielen wollen sich die Projektpartner durch eine Vielzahl von Aktivit\u00e4ten und Ma\u00dfnahmen n\u00e4hern. Ma\u00dfnahmenpakt 1 umfasst die gemeinsame Vermarktung der grenz\u00fcberschreitenden, euregionalen Bildungs- und Wissensregion. Die gibt es bisher nicht. Dabei bietet eine Grenzregion als Studienort zahlreiche Vorteile. \u201eDie Studierenden sind schnell im jeweiligen Nachbarland und k\u00f6nnen interkulturelle Erfahrungen sammeln, aus denen sie echten Nutzen ziehen\u201c, sagt Hamm.<\/p>\n<p>Um den grenz\u00fcberschreitenden Bildungsraum mit Leben zu f\u00fcllen, m\u00fcssen mehr Angebote her. Auch das haben sich die Projektpartner vorgenommen. Gemeinsame Bildungsangebote sollen entwickelt und realisiert werden, bestehende Studien- und Weiterbildungsangebote der Hochschulen verglichen und Schnittmengen f\u00fcr mehr Zusammenarbeit identifiziert werden.<\/p>\n<p>Bram ten Kate, Direktor der Fontys International Business School in Venlo: \u201eDie Fontys International Business School ist eng mit der Euregio verbunden. Deshalb sind wir begeistert von dieser grenz\u00fcberschreitenden Zusammenarbeit, in der wir die Euregio als attraktive Region f\u00fcr Hochgebildete auf den Plan bringen. Wir werden mehr Talente f\u00fcr diese Region gewinnen, um sie mit den hervorragenden Karrierem\u00f6glichkeiten in der Euregio zu verbinden. Das Sch\u00f6ne an der Euregio ist, dass sie das Beste aus zwei Welten kombiniert. Lassen Sie uns nicht l\u00e4nger mit dem R\u00fccken zueinander stehen, sondern als Fachhochschulen und St\u00e4dte den jungen Menschen gemeinsam die St\u00e4rken unserer Grenzregion zeigen.&#8221;<\/p>\n<h3>Brain Drain<\/h3>\n<p>Der dritte Ma\u00dfnahmenkomplex betrifft die Absolventen. Fr\u00fchere Studien haben ergeben, dass die Region unter einem Brain Drain leidet, dass also mehr ausgebildete Fachkr\u00e4fte abwandern als dorthin zuwandern. Dies liegt auch daran, dass Studierende und Absolventen auf der einen und regionale Unternehmen auf der anderen Seite noch immer nicht genug voneinander wissen. Das Projekt m\u00f6chte hier ansetzen und so dazu beitragen, mehr Absolventinnen und Absolventen in der Region zu halten.<\/p>\n<p>Dr. Ulrich Sch\u00fcckhaus, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der WFMG (Wirtschaftsf\u00f6rderung M\u00f6nchengladbach GmbH) und Mit-Initiator des Projekts sagt: \u201eWir h\u00f6ren immer h\u00e4ufiger von Unternehmen, dass auch ein Mangel bei den sogenannten High Potentials vorherrscht, da diese nach dem Studium in die Metropolen abwandern. Hier sehen wir die Chance im Rahmen des Projekts, Unternehmen und Absolventen von beiden Seiten der Grenze fr\u00fch zusammenzubringen und interkulturelle F\u00e4higkeiten aufzubauen.\u201c<\/p>\n<p>Auch Krefelds Oberb\u00fcrgermeister Frank Meyer ist davon \u00fcberzeugt, dass die Euregio und ihre St\u00e4dte vom Projekt profitieren werden: \u201eWir erhoffen uns durch das Projekt, dass sich die Absolventinnen und Absolventen nach ihrem erfolgreichen Studium daf\u00fcr entscheiden, als Fachkr\u00e4fte in regionalen Unternehmen einzusteigen und damit einen Beitrag zur Entwicklung von Krefeld und der Region zu leisten. Krefeld und die Region bieten attraktive Bedingungen als Wohnorte.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die St\u00e4dte Krefeld, M\u00f6nchengladbach und Venlo sowie die Hochschulen Niederrhein und Fontys in Venlo wollen die Euregio Rhein-Maas-Nord als grenz\u00fcberschreitende Bildungsregion profilieren. 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