{"id":165627,"date":"2019-02-13T13:38:20","date_gmt":"2019-02-13T12:38:20","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=165627"},"modified":"2019-02-13T13:38:20","modified_gmt":"2019-02-13T12:38:20","slug":"energiespeicher-fraunhofer-zess-forschungsplattform","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/energiespeicher-fraunhofer-zess-forschungsplattform\/","title":{"rendered":"Neues Fraunhofer-Projektzentrum ZESS: Gemeinsame Forschungsplattform f\u00fcr Energiespeicher"},"content":{"rendered":"<p>Sp\u00e4testens bis 2038 will Deutschland aus der Energiegewinnung durch Braunkohle aussteigen, das letzte deutsche Atomkraftwerk soll bereits 2022 abgeschaltet werden. Neben dem aktuell hei\u00df diskutierten Fl\u00fcssiggas (oder auf lange Sicht auch statt dessen) muss das Land den Umstieg auf andere Energiequellen schaffen. Beim Umstieg auf erneuerbare Energiequellen gibt es aber vor allem einen zentralen Punkt: die Speicherung \u00fcbersch\u00fcssiger Energie.<\/p>\n<p>Von dieser Entwicklung neuer Energiespeichersysteme h\u00e4ngen n\u00e4mlich \u2013 direkt oder indirekt \u2013 diverse Wirtschaftszweige und Technologien ab. So ben\u00f6tigen Elektroautos leistungsf\u00e4hige(re) Batterien und elektrische Netze, die aus zeitlich schwankenden erneuerbaren Energiequellen wie Photovoltaikanlagen oder Windr\u00e4dern gespeist werden, k\u00f6nnen durch station\u00e4re Stromspeicher stabilisiert werden.<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.fraunhofer.de\/\">Fraunhofer<\/a>-Projektzentrum ZESS will nun daran arbeiten, mobile und station\u00e4re Energiespeichersysteme an die industrielle Reife heranzuf\u00fchren und zukunftsf\u00e4hige L\u00f6sungen mit Fokus auf die Technologiereifegrade vier bis sechs zu demonstrieren. Daf\u00fcr bindet das Zentrum das <a href=\"https:\/\/www.ikts.fraunhofer.de\/en.html\">Fraunhofer-Institut f\u00fcr Keramische Technologien und Systeme IKTS<\/a>, das <a href=\"https:\/\/www.ifam.fraunhofer.de\">Fraunhofer-Institut f\u00fcr Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM<\/a> und das F<a href=\"https:\/\/www.ist.fraunhofer.de\/\">raunhofer-Institut f\u00fcr Schicht- und Oberfl\u00e4chentechnik IST<\/a> in eine enge Kooperation mit der <a href=\"https:\/\/www.tu-braunschweig.de\">Technischen Universit\u00e4t Braunschweig<\/a> ein.<\/p>\n<p>Der Startschuss f\u00fcr das fiel am 7. Februar im im Nieders\u00e4chsischen Forschungszentrum f\u00fcr Fahrzeugtechnik in Braunschweig. \u201eEnergiespeicher sind das entscheidende Puzzleteil daf\u00fcr, unsere industriell gepr\u00e4gte Volkswirtschaft sicher und verl\u00e4sslich mit erneuerbaren Energien zu versorgen\u201c, sagte Stephan Weil, Ministerpr\u00e4sident des Landes Niedersachsen. \u201eHinzu kommt, dass es uns ohne effektive Energiespeicher nicht gelingen wird, den Mobilit\u00e4ts- und W\u00e4rmesektor umweltschonend umzubauen. Ich bin froh dar\u00fcber, dass wir mit dem ZESS in Braunschweig nun in Niedersachsen einen weiteren Leuchtturm der Forschung und Entwicklung haben, um Innovationen in diesen Bereichen erfolgreich zur Marktreife zu entwickeln.\u201c<\/p>\n<p>Ulrich Markurth, Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Braunschweig, freute sich, dass seine Stadt Standort des neuen Forschungszentrums ist. \u201eSchon jetzt hat sich die Forschungsregion Braunschweig gerade auch durch das Wirken des NFF als nieders\u00e4chsischer Spitzenstandort in der Fahrzeug- und Verkehrstechnik etabliert. Nun kann der Forschungsschwerpunkt Mobilit\u00e4t flankiert von einer Bundeseinrichtung weitergef\u00fchrt und abgerundet werden\u201c, betonte er.<\/p>\n<p>\u201eSo freue ich mich sehr, dass Braunschweig im Rahmen des Standortwettbewerbs den Zuschlag bekommen hat. Bei der Abstimmung der Bewerbungsunterlagen haben die TU und die Stadt Braunschweig Hand in Hand gearbeitet. Diese Kooperation und der exzellente Ruf unserer TU gerade im Kontext der Mobilit\u00e4tsforschung haben sicherlich zus\u00e4tzlich zu den zu erwartenden Synergieeffekten im Forschungsbereich dazu beigetragen, dass sich Braunschweig letztlich als Standort eines derartig innovativen Forschungszentrums durchsetzen konnte. Mit der Ansiedlung wurde erneut der Nachweis erbracht, dass Spitzenforschung in Braunschweig ihre Heimat hat.\u201c<\/p>\n<h3>Synergien nutzen<\/h3>\n<p>\u00dcber das Projektzentrum k\u00f6nnen Synergien verschiedener Fraunhofer-Institute und der etablierten Battery LabFactory Braunschweig (BLB) der TU Braunschweig genutzt und ein interdisziplin\u00e4res und instituts\u00fcbergreifendes Gesch\u00e4ftsfeld aufgebaut werden. Daher steuern die Fraunhofer-Gesellschaft und das Land Niedersachsen f\u00fcr die f\u00fcnfj\u00e4hrige Startphase auch insgesamt 20 Millionen Euro bei. Danach ist der Aufbau eines Demonstrators in Peine als Dependance des Projektzentrums geplant.<\/p>\n<p>\u201eDas Fraunhofer-Projektzentrum ZESS flankiert die aktuellen Bem\u00fchungen von Wirtschaft und Politik, den notwendigen Umbau des deutschen Energiesystems durch hoch entwickelte elektrische Energiespeicher und Brennstoffzellen abzusichern und dadurch den Technologiestandort Deutschland langfristig zu st\u00e4rken\u201c, bekr\u00e4ftigte Prof. Reimund Neugebauer, Pr\u00e4sident der Fraunhofer-Gesellschaft. \u201eUnser Vorhaben wird das strategisch wichtige Feld der Energiespeicherforschung substanziell weiter st\u00e4rken. Dadurch werden wir nicht nur Arbeitspl\u00e4tze in Produktion und Entwicklung sichern, sondern auch die Zukunftsf\u00e4higkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland nachhaltig festigen.\u201c<\/p>\n<p>Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Pr\u00e4sidentin der TU Braunschweig, meinte die Region Braunschweig-Wolfsburg biete \u201eausgezeichnete M\u00f6glichkeiten\u201c f\u00fcr die Erforschung von modernen Energiespeichern. \u201eAn der TU Braunschweig betreiben wir Grundlagenforschung und gemeinsam mit unseren Industriepartnern anwendungsnahe Forschung. Wichtige Themen sind dabei die Energieversorgung und die Mobilit\u00e4t der Zukunft\u201c, sagte sie. \u201eWir freuen uns auf die neue Form der Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft. Sie bietet f\u00fcr die gemeinsame Forschung nun noch mehr M\u00f6glichkeiten und Entwicklungsperspektiven. Mein besonderer Dank gilt der Stadt Braunschweig. Sie f\u00f6rdert unseren Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort, indem sie unsere gemeinsamen Ziele aktiv, zuverl\u00e4ssig und unb\u00fcrokratisch unterst\u00fctzt.\u201c<\/p>\n<p><em><strong>Titelbild<\/strong>: Beim Startschuss f\u00fcr das Fraunhofer-Projektzentrum f\u00fcr Energiespeicher und Systeme ZESS in Braunschweig (v.l.n.r.): Prof. Arno Kwade, Institutsleiter des iPAT der TU Braunschweig, Prof. Christoph Herrmann, Institutsleiter des Fraunhofer IST, Prof. Heinz J\u00f6rg Fuhrmann, Vorsitzender des Senats der Fraunhofer-Gesellschaft, Reimund Neugebauer, Pr\u00e4sident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Pr\u00e4sidentin der TU Braunschweig, Stephan Weil, Ministerpr\u00e4sident von Niedersachsen, Ulrich Markurth, Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Braunschweig, Prof. Michael Stelter, Stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IKTS, Prof. Alexander Michaelis, Institutsleitder des Fraunhofer IKTS, Prof. Matthias Busse, Institutsleitder des Fraunhofer IFAM. \u00a9fraunhofer<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sp\u00e4testens bis 2038 will Deutschland aus der Energiegewinnung durch Braunkohle aussteigen, das letzte deutsche Atomkraftwerk soll bereits 2022 abgeschaltet werden. 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