{"id":164003,"date":"2019-01-23T07:00:53","date_gmt":"2019-01-23T06:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=164003"},"modified":"2019-01-23T07:00:53","modified_gmt":"2019-01-23T06:00:53","slug":"unsere-augen-planen-perfekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/unsere-augen-planen-perfekt\/","title":{"rendered":"Unsere Augen planen perfekt"},"content":{"rendered":"<p>Eine Studie des <a href=\"https:\/\/www.tu-darmstadt.de\/cogsci\/ccs\/index.en.jsp#\/veranstaltungen\">Centre for Cognitive Science<\/a> der <a href=\"https:\/\/www.tu-darmstadt.de\/universitaet\/index.de.jsp\">TU Darmstadt<\/a> zeigt: Menschen k\u00f6nnen ihre Augenbewegungen unbewusst mehrere Schritte vorausplanen. Die Studienergebnisse sind wichtig, um die Informationsverarbeitung unseres Gehirns zu verstehen. F\u00fcr die Studie setzte das Team um Professor Constantin Rothkopf Methoden der k\u00fcnstlichen Intelligenz ein.<\/p>\n<p>Egal, was wir auch tun. Wir planen die einzelnen Schritte so, um unser Ziel zu erreichen. Selbst, wenn wir uns zun\u00e4chst von unserem unmittelbaren Plan etwas entfernen m\u00fcssen: Beispielsweise, wenn in eine Firma Geld investiert werden soll, m\u00fcssen erst Einnahmen verbucht werden. Oder, wenn wir auf dem Weg zu einem Reiseziel sind, ist dies manchmal nur \u00fcber einen Umweg zu erreichen.<\/p>\n<h2>Planen<\/h2>\n<p>Werden in der Zukunft liegende Konsequenzen von Handlungen in Entscheidungen mit einbezogen, spricht man im Bereich der K\u00fcnstlichen Intelligenz von Planen. Allerdings erfordert dies einen hohen Rechenaufwand. Denn es m\u00fcssen viele m\u00f6gliche zuk\u00fcnftige Entwicklungen ber\u00fccksichtigt werden. Sicherlich w\u00e4re es leichter, nicht zu planen. Also die Konsequenzen der jeweils n\u00e4chsten Handlungen nicht zu ber\u00fccksichtigen. Das kann jedoch dazu f\u00fchren, dass wir unser Ziel nicht erreichen.<\/p>\n<h2>Unbewusst geplant<\/h2>\n<p>Forscher am Centre for Cognitive Science der TU Darmstadt haben nun herausgefunden, dass Planen auch f\u00fcr unsere Augen eine gro\u00dfe Rolle spielt. Der unbewusste Ablauf von Augenbewegungen l\u00e4uft geplant ab. Das bewiesen die Forscher in ihrer Studie. An Probanden untersuchten sie die Augenbewegungen, die auch Sakkaden genannt werden. Dazu sollten sie erkennen, ob eine begrenzte Bildschirmfl\u00e4che einen schwarzen Punkt enthielt. F\u00fcr die Aufgabe stand unterschiedlich viel Zeit zur Verf\u00fcgung. Die Teilnehmer konnten die Fl\u00e4che mit nur einer oder zwei Augenbewegungen erfassen.<\/p>\n<h2>Studienergebnis<\/h2>\n<p>Durch die Studienuntersuchung zeigte sich: War nur eine Augenbewegung m\u00f6glich, fixierten die Probanden einen Endpunkt. Mit nur einem Blick erzielten sie eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Abdeckung der Fl\u00e4che. Sobald aber zwei Augenbewegungen m\u00f6glich waren, w\u00e4hlten die Probanden einen anderen ersten Schritt. Er war schlechter daf\u00fcr geeignet, den schwarzen Punkt zu finden. Mit der zweiten Augenbewegung jedoch konnte das Suchergebnis optimiert werden.<\/p>\n<h2>K\u00fcnstliche Intelligenz<\/h2>\n<p>Die Augenbewegungen der Probanden wurden mit einem Modell der k\u00fcnstlichen Intelligenz verglichen. Es beschrieb ein geplantes Vorgehen. Die Test-Ergebnisse standen im Einklang damit. Wurden die Untersuchungen jedoch mit Modellen verglichen, die im Forschungsfeld der visuellen Wahrnehmung h\u00e4ufig angewendet werden, konnte keine \u00dcbereinstimmung festgestellt werden. Diese Modelle gingen von ungeplanten Augenbewegungen aus.<\/p>\n<h2>Informationen verarbeiten<\/h2>\n<p>Die Forscher der TU Darmstadt k\u00f6nnen damit einen wichtigen Beweis erbringen, wie die Informationsverarbeitung im menschlichen visuellen System funktioniert. Es ber\u00fccksichtigt k\u00fcnftige Ergebnisse, um Aufgaben zu l\u00f6sen, die mehrere Schritte ben\u00f6tigen. Das hei\u00dft, es plant. Das Ergebnis ist relevant, um menschliche Blickbewegungen zu verstehen. Es l\u00e4sst aber auch R\u00fcckschl\u00fcsse zu, wie im Gehirn Informationen bei Entscheidungsvorg\u00e4ngen verarbeitet werden. Planen wir bewusst, zum Beispiel eine Reise oder eine Investitionsstrategie f\u00fcr eine Firma, erscheint uns das oft schwierig. Wir laufen Gefahr dabei Fehler zu machen. Unsere Augen dagegen planen bewusst nahezu optimal.<\/p>\n<p>Foto: Pexels<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Studie des Centre for Cognitive Science der TU Darmstadt zeigt: Menschen k\u00f6nnen ihre Augenbewegungen unbewusst mehrere Schritte vorausplanen. Die Studienergebnisse sind wichtig, um die Informationsverarbeitung unseres Gehirns zu verstehen. 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