{"id":158012,"date":"2018-11-13T10:45:37","date_gmt":"2018-11-13T09:45:37","guid":{"rendered":"https:\/\/innovationorigins.com\/?p=158012"},"modified":"2018-11-13T10:45:37","modified_gmt":"2018-11-13T09:45:37","slug":"multicopter-schaffen-uberblick-beim-rettungseinsatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ioplus.nl\/archive\/de\/multicopter-schaffen-uberblick-beim-rettungseinsatz\/","title":{"rendered":"Multicopter schafft \u00dcberblick beim Rettungseinsatz"},"content":{"rendered":"<p>Bei Rettungseins\u00e4tzen z\u00e4hlt Zeit und schnelles Handeln. Nur dann kann gew\u00e4hrleistet werden, Verungl\u00fcckte schnell zu finden und zu versorgen. Bei jedem Einsatz m\u00fcssen sich deshalb Hilfskr\u00e4fte innerhalb k\u00fcrzester Zeit ein genaues Bild der Lage verschaffen. Ein neues System kann sie k\u00fcnftig dabei unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Unter dem Namen CopKa haben Wissenschaftler der <a href=\"https:\/\/www.tum.de\/\">Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen<\/a> und Partner ein System f\u00fcr Rettungskr\u00e4fte entwickelt. Kernst\u00fcck ist ein Multicopter, mit dem das Einsatzgebiet \u00fcberflogen wird. Die Drohne mit festmontierten Rotoren macht in der Luft Aufnahmen. So k\u00f6nnen zus\u00e4tzliche Informationen vom Einsatzort gesammelt werden. Die Rettungskr\u00e4fte verschaffen sich somit innerhalb kurzer Zeit einen \u00dcberblick \u00fcber das gesamte Einsatzgebiet. Verletzte k\u00f6nnen schnell gefunden werden. Denn nicht immer sind sie aus der Bodenperspektive gut sichtbar. Beispielsweise, wenn sie hinter einem Fahrzeug oder einer B\u00f6schung liegen.<\/p>\n<h2>Kooperation mit Werkfeuerwehr<\/h2>\n<p>F\u00fcr das Projekt CopKa arbeiteten die Wissenschaftler mit der Werkfeuerwehr der TUM in Garching zusammen. \u201eBesonders bei sehr gro\u00dfen Einsatzgebieten ist es schwierig, schnell ein vollst\u00e4ndiges Bild der Lage zu bekommen\u201c, erkl\u00e4rt Michael Reffgen von der Werkfeuerwehr der TUM in Garching.<\/p>\n<h2>Daten mit Satellitenlinks \u00fcbertragen<\/h2>\n<p>Eine besondere Herausforderung bei Rettungseins\u00e4tzen ist die \u00dcbertragung von Bildern und Videos an die Einsatzkr\u00e4fte. Dazu wird viel Datenvolumen ben\u00f6tigt. Zwar k\u00f6nnten theoretisch Handynetze f\u00fcr die \u00dcbertragung genutzt werden. \u201eAllerdings sind die Netze gerade im Bereich des Unfalls oder Brandes oft ausgelastet, da jeder dort nat\u00fcrlich versucht, seine Angeh\u00f6rigen zu erreichen\u201c, erkl\u00e4rt Sabine Letschnik vom Lehrstuhl f\u00fcr Raumfahrttechnik. Zudem blockieren auch Gaffer die Handynetze und im schlimmsten Fall sogar die Rettungskr\u00e4fte am Einsatzort. F\u00fcr die Daten\u00fcbertragung nutzen die Wissenschaftler deshalb einen Satellitenlink. Vorteil: Das Datenvolumen, das \u00fcber diese Verbindung zur Verf\u00fcgung gestellt wird, muss nicht geteilt werden. \u00dcber eine gesicherte Verbindung k\u00f6nnen die Daten an jeden Ort \u00fcbertragen werden. Beispielsweise, wenn ein Gefahrenguttransporter verungl\u00fcckt und Bilder an einen Experten geschickt werden sollen, der sich im Ausland befindet.<\/p>\n<h2>Kein Extra-Mitarbeiter n\u00f6tig<\/h2>\n<p>Da sich der Multicopter auch von der Leitstelle aus steuern l\u00e4sst, muss niemand aus dem Rettungsteam daf\u00fcr abgestellt werden. Lediglich die Satellitensch\u00fcssel muss schnell und automatisch auf den Satelliten ausgerichtet werden. Um das zu erreichen, setzen die Forscher auf Positionssensoren. Allerdings m\u00fcssen sich diese an die \u00f6rtlichen Gegebenheiten anpassen. Um zu verhindern, dass der Empfang etwa durch gro\u00dfe Geb\u00e4ude gest\u00f6rt wird, k\u00f6nnte das Fahrzeug mit der Satellitensch\u00fcssel beispielsweise schr\u00e4g auf einem Hang positioniert werden.<\/p>\n<h2>Erste Projektphase abgeschlossen<\/h2>\n<p>Seit drei Jahren arbeiten die Forscher der TUM sowie die Partner der Werkfeuerwehr bereits an dem Projekt CopKa. Die erste Phase schloss eine gro\u00dfe \u00dcbung ab. Hier wurde demonstriert, wie das System funktioniert. In Phase zwei soll nun das System weiter verbessert werden. Ziel ist: Der Multicopter soll selbst\u00e4ndig starten und den Einsatzort abfliegen. Dadurch sollen Hindernisse erkannt werden. In Zukunft k\u00f6nnte jedes L\u00f6schfahrzeug der Feuerwehr mit einem Copter, einem Terminal und einer kleinen Satellitensch\u00fcssel ausgestattet werden.<\/p>\n<p>Hinter dem Namen CopKa verbergen sich die verk\u00fcrzten Begriffe Copter und Ka-Band-Satcom-Links. An dem Forschungsprojekt sind die TU M\u00fcnchen, die Firma <a href=\"https:\/\/www.imst.de\/\">IMST GmbH<\/a> mit den Projektpartnern <a href=\"http:\/\/www.lsespace.com\/\">LSE Space GmbH<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.tv1.eu\/\">TV1 GmbH<\/a> beteiligt. Es wird vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie gef\u00f6rdert (<a href=\"https:\/\/www.bmwi.de\">BMWi<\/a>). Das Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft-und Raumfahrt e.V. (<a href=\"https:\/\/www.dlr.de\">DLR<\/a>) Abt. Raumfahrtmanagement \/ Satellitenkommunikation ist Projekttr\u00e4ger.<\/p>\n<p>Foto: A. Heddergott \/ TUM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Rettungseins\u00e4tzen z\u00e4hlt Zeit und schnelles Handeln. Nur dann kann gew\u00e4hrleistet werden, Verungl\u00fcckte schnell zu finden und zu versorgen. Bei jedem Einsatz m\u00fcssen sich deshalb Hilfskr\u00e4fte innerhalb k\u00fcrzester Zeit ein genaues Bild der Lage verschaffen. Ein neues System kann sie k\u00fcnftig dabei unterst\u00fctzen. 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